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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 386 mal aufgerufen
 Hexenwelt
Linoma Offline




Beiträge: 1.500

16.04.2010 17:50
RE: Magischer Beginn /Kurze Einfühurung Antworten

Zauber weben



Bedenke stets, bei jedem Zauber gilt:
Tu´ was Du willst, aber schade niemanden!

Einführung

Erklärung laut Lexika:
"Zauber ist der Versuch, durch Beherrschung übernatürlicher Mächte das irdische Geschehen zu beeinflussen.
Der Zauber soll bei mit Zauberkraft begabten Menschen (z. B. Hexen) durch den bloßen Wunsch erfolgen. Verstärkend wirkt das Wort (Zauberspruch, Fluch, Segen) und die Zauberhandlung (z. B. Berührungszauber, Bildzauber, Analogiezauber).
Wie bei anderen Formen des Volksglaubens sind auch hier die Übergänge zur Volksfrömmigkeit oft fließend (Verwendung religiöser Formeln und Gegenstände)."

Nun, damit hätten wir die Definition.

Dennoch gibt es verschiedene Arten von Zauber:
- Liebeszauber
- Erfolgszauber
- Schönheitszauber
- Geldzauber
- Heilzauber....
... nur um einige Arten zu nennen.



Grundsätze um Zauber zu weben

Ähnlich wie beim Ritual sollte man gewisse Grundsätze einhalten:

1. Konzentration und Erdung
Zauber sollte man in aller Ruhe an einem ungestörten Ort weben, eine Unterbrechung muss vermieden werden, damit der Zauber nicht nach hinten losgeht. Erde Dich und werde ruhig. Es ist wichtig, dass Du alle Deine persönlichen Probleme bereinigst, damit Du Dich auf Deine Handlung konzentrieren kannst.

2. Schaffe einen magischen Kreis
wie beim Ritual und anderen Anrufungen muss ein Kreis gezogen werden. Dies muss nicht unbedingt aufwendig vonstatten gehen, ein visualisierter Kreis genügt völlig.

3. Anrufung der Schutzgottheit oder des Krafttieres
Rufe Deinen persönlichen Begleiter für dieses Ritual herbei, damit er Dir beisteht und Dich unterstützt - vielleicht ist die Anrufung einer bestimmten Gottheit aber schon im Zauber integriert, kommt auf den Zauber an. Wichtig ist, das Du Deinen persönlichen Vertrauten im Kreis hast in vollkommener Liebe und vollkommenem Vertrauen.

4. Zauber weben
Webe den Zauber wie Du ihn beschrieben hast und denke immer daran: tu was Du willst, aber schade niemanden. Die Bitte oder Absicht muss klar definiert werden!

5. Bedanken bei den Mächten
Bedanke Dich bei den Mächten, die Du zur Webung des Zaubers gerufen hast und entlasse sie mit Deiner persönlichen freundlichen Verabschiedung.

6. Öffne den Kreis und erde Dich
Wie vom Ritual bekannt, öffne den Kreis und komm durch Erdung wieder in Deine Welt zurück.




Was wird für einen Zauber benötigt ?

Neben dem richtigen Zauberspruch sind natürlich andere Dinge wichtig, um einen erfolgreichen Zauber durchzuführen.
Hier einige Daten, die Dir helfen können, die richtigen Zutaten, Gottheiten und Wesenheiten zu finden.
Das sind aber nur Vorschläge, Du kannst jederzeit Deine eigene Liste erstellen:

Zauber weben



Bedenke stets, bei jedem Zauber gilt:
Tu´ was Du willst, aber schade niemanden!

Einführung

Erklärung laut Lexika:
"Zauber ist der Versuch, durch Beherrschung übernatürlicher Mächte das irdische Geschehen zu beeinflussen.
Der Zauber soll bei mit Zauberkraft begabten Menschen (z. B. Hexen) durch den bloßen Wunsch erfolgen. Verstärkend wirkt das Wort (Zauberspruch, Fluch, Segen) und die Zauberhandlung (z. B. Berührungszauber, Bildzauber, Analogiezauber).
Wie bei anderen Formen des Volksglaubens sind auch hier die Übergänge zur Volksfrömmigkeit oft fließend (Verwendung religiöser Formeln und Gegenstände)."

Nun, damit hätten wir die Definition.

Dennoch gibt es verschiedene Arten von Zauber:
- Liebeszauber
- Erfolgszauber
- Schönheitszauber
- Geldzauber
- Heilzauber....
... nur um einige Arten zu nennen.



Grundsätze um Zauber zu weben

Ähnlich wie beim Ritual sollte man gewisse Grundsätze einhalten:

1. Konzentration und Erdung
Zauber sollte man in aller Ruhe an einem ungestörten Ort weben, eine Unterbrechung muss vermieden werden, damit der Zauber nicht nach hinten losgeht. Erde Dich und werde ruhig. Es ist wichtig, dass Du alle Deine persönlichen Probleme bereinigst, damit Du Dich auf Deine Handlung konzentrieren kannst.

2. Schaffe einen magischen Kreis
wie beim Ritual und anderen Anrufungen muss ein Kreis gezogen werden. Dies muss nicht unbedingt aufwendig vonstatten gehen, ein visualisierter Kreis genügt völlig.

3. Anrufung der Schutzgottheit oder des Krafttieres
Rufe Deinen persönlichen Begleiter für dieses Ritual herbei, damit er Dir beisteht und Dich unterstützt - vielleicht ist die Anrufung einer bestimmten Gottheit aber schon im Zauber integriert, kommt auf den Zauber an. Wichtig ist, das Du Deinen persönlichen Vertrauten im Kreis hast in vollkommener Liebe und vollkommenem Vertrauen.

4. Zauber weben
Webe den Zauber wie Du ihn beschrieben hast und denke immer daran: tu was Du willst, aber schade niemanden. Die Bitte oder Absicht muss klar definiert werden!

5. Bedanken bei den Mächten
Bedanke Dich bei den Mächten, die Du zur Webung des Zaubers gerufen hast und entlasse sie mit Deiner persönlichen freundlichen Verabschiedung.

6. Öffne den Kreis und erde Dich
Wie vom Ritual bekannt, öffne den Kreis und komm durch Erdung wieder in Deine Welt zurück.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




Beiträge: 1.500

16.04.2010 17:52
#2 RE: Magischer Beginn /Kurze Einfühurung Antworten

Magische Utensilien

Der Altar

Einer der wichtigsten Gebrauchsgegenständen von uns Hexen ist der Altar. Der Altar ist eine kleine Nische in unserem Leben, die ganz unserer Göttin und ihrem Gefährten gehört. Ein Tisch oder auch eine kleine Kommode reichen dafür völlig aus. Platziert in einem Zimmer, wo man sich zurückziehen, auch mal die Türe abschliessen kann und seine Ruhe hat. Es ist eine kleine sakrale Ecke nur für uns und unsere Götter.
Selbstverständlich kann ein Altar auch im Garten errichtet sein, falls man einen hat. Die Natur ist schließlich das beste Umfeld für uns.
Viele Stadthexen ziehen für ihre Sabbate und Rituale lieber den Wald vor - auch kein Problem. Dann improvisiert man eben, indem man sich einen großen Stein als "Tischplatte" sucht und darauf seine Ritualgegenstände abstellt.
Hier nun die Anordnung der Gegenstände auf dem Altar:

Bildnis der Göttin Blumen oder Zweige Bildnis des Gottes

Kerze Kerze

Räuchergefäß

Opfergaben

Der Kessel
... ist meist schwarz und gußeisern. Er verbindet die Einflüsse der 4 Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde symbolisch in sich.
Ebenso verkörpert er auch den Schoß der Göttin. An den Sabbaten wird er zum Brauen von Tränken oder Sabbatspeisen verwendet, aber auch zum Räuchern kann er benutzt werden.
Den Kessel mit Wasser aufgefüllt wird auch zu Weissagungen verwendet.



Der Kelch
... hat die gleiche Bedeutung wie der Kessel. Man kann ihn mit Wasser gefüllt auf den Altar stellen oder auch rituelle Getränke, wie Wasser, Wein oder Saft in ihm aufnehmen. Die meisten Kelche sind aus Messing, Silber, Gold, Holz, Speckstein oder Kristall. Der Kelch verkörpert ebenso das Element Wasser.



Das Athame
...das Ritualmesser ist immer 2-schneidig. Es wird bei Ritualen zum Zerkleinern von Opfergaben, wie Kräuter, Speisen, Blumen usw. verwendet. Manche Hexen ziehen mit dem Athame auch ihren magischen Kreis. Es ist das Symbol der Kraft und steht für das Element Erde.



Kerzen
... sind ein wichtiger Bestandteil der Rituale und Anrufungen der Hexen.
Kerzenmagie ist sehr beliebt. Die versch. Kerzenfarben werden für diverse Zauber immer wieder gerne verwendet, z.B. eine rote Kerze steht für Liebe und Leidenschaft, deswegen wird diese Farbe für Liebeszauber genommen. Kerzen zieren unserern Altar und unser Zuhause. Das Element Feuer wird durch eine brennende Kerze ver-körpert.



Räucherungen
... gehören wie die Kerzen zu den wichtigen Hexenutensilien. Eine feuer-feste Schale mit Sand gefüllt, ein Stück Holzkohle und darauf das Räucherwerk aufgehäuft. Die Kohle wird angezündet und schon riecht es angenehm. Räucherungen sind laut unseren keltischen Vorfahren der Schlüssel zu den Göttern. Die diversen Räuchermischungen helfen uns bei der Innenschau, den Anrufungen, der Heilung und natürlich bei den Ritualen. Der Rauch verkörpert das Element Luft und darf auf keinen Fall fehlen. Und dran denken: immer ein feuerfestes Gefäß verwenden!



Die Glocke
... ihr Klang eröffnet ein Ritual und beendet es. Die Glocke symbolisiert den Anfang und das Ende. Es ist üblich, wenn eine Hexe stirbt und man sie zu Grabe trägt die Glocke zu läuten, dass ihre Seele sich aufmachen kann in eine andere Welt überzugehen. Ein Ende und doch ein neuer Anfang.



Die Opferschale
... für den Altar ebenfalls wichtig. Es kann ein Schüsselchen oder ein Teller sein. In meinem Fall habe ich eine Tonmuschel gewählt. Darin kann die Hexe ihre Opfergabe für die Göttin und den Gott hineinlegen. Ob nun Blumen, Früchte, Süßigkeiten oder Steine, das sind alles Opfergaben solange sie von Herzen kommen.



Der Drudenfuss
... ist eine Flache Scheibe aus Holz, Wachs, Ton oder Messing, die mit bestimmten Symbolen verziert ist. Das häufigste Zeichen ist das Pentagramm (der 5-zackige Stern, der mit zwei Beinen auf der Erde steht). Er dient zum Schutz und stellt eine "Leihgabe" aus der zeremoniellen Magie dar. Ritualgegenstände, die rituell gesegnet werden müssen werden darauf abgelegt. Man kann sich den Drudenfuss aber auch über die Tür hängen, um die Bewohner des Hauses vor allem Übel zu schützen.



Der Hexenbesen
... ist der bekannteste Gegenstand der Hexe. Mit dem Besen wird der Ritualplatz gefegt, um ihn nicht nur real zu reinigen, sondern auch mental. Meist sind die richtigen Hexenbesen traditionell aus Reisig handgebunden.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




Beiträge: 1.500

16.04.2010 17:54
#3 RE: Magischer Beginn /Kurze Einfühurung Antworten

Der magische Kreis ist ein wichtiges Werkzeug bei unserer magischen Arbeit. Er wird auch oft als "Heiliger Raum" bezeichnet, wobei sich dieser Begriff auch auf die Umgebung der Hexe, wie Wohnung, Arbeitszimmer oder Ritual-Ort beziehen kann.

Wozu wird ein magische Kreis gezogen?

1. Ansicht:
Ein magischer Kreis wird als Schutzkreis gezogen, um den Praktizierenden zu schützen und böse Wesenheiten auszuschließen.

2. Ansicht:
Ein magischer Kreis wird als Energiezentrierung gezogen, um die magische Energie zu bündeln und diese nach der Nutzung zu entlassen.

3. Ansicht:
Eine Kombination aus Ansicht 1 + 2. Zusätzlich ist der magische Kreis für die psychologische Unterstützung bei der magischen Arbeit.



Die Arten des magischen Kreises

Der traditionelle Kreis
... wird durch die Anrufung der Elemente, Wachtürme, Wesenheiten, Schutzgottheiten oder Krafttiere nach den Himmelsrichtungen geschlagen. Mit dem Athame, Steinen oder Kerzen wird der Kreis makiert. Der Durchmesser spielt dabei keine Rolle. Manche arbeiten mit einem Druchmesser von 3 Metern, manche genügt gerade ein Meter. Das kommt auf die magische Handlung selbst an.

Der visualisierte Kreis
... er wird ebenfalls durch die Anrufungen unterstützt, allerdings nicht real makiert. Es handelt sich dabei die Vorstellung des Geistes diesen Kreis zu schlagen. Viele sehen ihn als blaue Lichtenergie, andere wiederum als eine komplett glühende Plattform.

Der unvollständige Kreis
... manche Hexen bevorzugen die Schlagung des persönlichen Kreises nur mit einem Viertel vorzunehmen. Die anderen Himmelsrichtungen werde zwar beachtet und eingeladen, aber dennoch spielt ein besonderes Viertel die Hauptrolle. Dies ist meist für die Anfänger eine gute Übung, um die Kreisviertel kennenzulernen.

Der spontane Schutzkreis
... ist Übungssache. Manche benutzen ihn, um sich vor verbalen und persönlichen Angriffen zu schützen. Ihn zu schlagen geschieht innerhalb von Sekunden und wird hauptsächlich in Zusammenarbeit des persönlichen Krafttieres oder der Schutzgottheit (usw.) vorgenommen. Dies bedarf einem guten Kontakt zu seinem persönlichen magischen Partner und sehr, sehr viel Übung.



Die traditionelle Kreisweihung

Um die Kraft des magischen Kreises zu vervollständigen wird im keltischen Heidentum der Kreis durch Abschreiten versiegelt. Dies ist gleichzeitig eine Anrufung und Ehrung der Mächte:

" Der erste Rundgang ist für die Göttin,
der zweite Rundgang ist für den Gott,
der dritte Rundgang ist für alles, was ist.

Der erste Rundgang ist für die Elemente,
der zweite Rundgang ist für die (Ahnen/Feen/Geister/Engel ect.)
der dritte Rundgang ist für die Gottheit.

Der erste ist zum Reinigen,
der zweite zum Segnen,
der dritte zur Ermächtigung"

Folglich wird der Kreis 3-mal umrundet und in jeder Runde die Formel aufgesagt.
Es gibt so viele verschiedene Arten der Kreisschlagung, jede Hexe und jeder Coven hat da so seine spezielle Praktik.



ZU BEACHTEN:

Ein magischer Kreis muß aufgelöst werden!
Ist der Kreis erstmals geschlagen, darf er nicht verlassen werden, bevor man ihn nicht tradtionell aufgelöst hat! Einen Dank an die Mächte und deren Verabschiedung ist Pflicht! Verläßt man den Kreis, ohne ihn aufzulösen, unterbricht man den magischen Energiefluss, was für den auszuführenden Zauber gar nicht gut ist.

Bedenke, wen Du rufst!
Der magische Kreis selbst ist nicht gefährlich. Du musst Dir im Klaren sein, wen Du in Deinen Kreis einlädst. Arbeitest Du mit guten Mächten, wirst Du keine Probleme haben. Elemenatre und Geister sind aber zu unterscheiden. Definierte klar, wer zu Dir darf (z.B. "ich rufe alle guten Geister der Erde, mögen die Bösen sich fernhalten").
Meinst Du, Du musst aus Neugierde die dunklen Mächte anrufen, bist Du für Dein Handeln allein verantwortlich und selbst Schuld wenn Dein dunkler Besucher Dir das Leben so richtig schwer macht. Hierbei zitiere ich immerwieder gerne meinen Lieblingsvers: "Die Geister die ich rief, werd´ ich nicht mehr los."

Respekt und Höflichkeit
Jede Macht hasst es befohlen zu werden. Hexen befehlen nicht! Sie bitten und laden ein! Wir sind höflich und respektvoll. Solltest Du dies nicht beachten, wirst Du schnell erfahren, das befohlende Mächte sich gegen Dein tun auflehnen und Dir überhaupt nicht helfen werden, Dein magisches Ziel zu erreichen.


alles aus: http://www.hexe-isabeau.de/magkreis.htm

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




Beiträge: 1.500

16.04.2010 17:59
#4 RE: Magischer Beginn /Kurze Einfühurung Antworten

Rituale



Warum Rituale?

In unserer heutigen Zeit, die von Eile und Hast gezeichnet ist, scheinen Rituale längst vergessen zu sein. Dennoch sind sie wichtig, z.B. das Ritual, vor dem Zubettgehen noch ein bißchen in einem Buch zu lesen, damit man zur Ruhe kommt.

Aber was hat das mit uns Hexen zu tun?
Wie unsere Vorfahren benutzen wir diverse Rituale für unsere magische Arbeit. Sie helfen uns Zauber, Anrufungen und Gebete dirket an Göttin und Gott weiterzugeben. So erhalten wir deren Aufmerksamkeit und können uns ganz unserer Bitte zuwenden. Hexen bitten grundsätzlich um die Aufmerksamkeit des Angerufenen, wir befehlen niemals einem Wesen unseren Kreis zu betreten.

Der persönliche Kontakt zwischen Hexe und Gottheit ist sehr wichtig. Schließlich ist sie immer um uns, doch im Ritual tritt sie in unseren Kreis, deswegen wird immer ein Ritualkreis gezogen. Durch die persöhnliche Anrufung (z.B:"Oh, Göttin Hekate erhöre mich! Ich bitte Dich in meinen Kreis.") wird das noch verstärkt. Wichtig sind ebenfalls die Gebrauchsgegenstände. Zu einigen Ritualen sind sie unabkömmlich.

Doch eines gilt immer:
Rituale sind der Schlüssel zum Geist, ebenso der Schlüssel zu Göttin und Gott.

Viele Rituale wurden von Alters her überliefert und von Generation zu Generation weitergegeben. In verschiedenen Büchern gibt es diverse Rituale nachzulesen, es ist aber auch eine spannende Sache seine Rituale irgendwann selbst zu schreiben und durchzuführen. Alles ist in dieser Hinsicht erlaubt. Für Geburt, Hochzeit und Beerdigungen gibt es Richtlinien, sonst ist alles frei zu gestalten.





Der Ritualaufbau

Selbstreinigung
... dadurch dass wir den ganzen Tag unterwegs sind und viel erleben, stehen wir immer unter Strom. Doch im Ritual können wir diese Unruhe nicht gebrauchen. Unser Geist muss frei von negativen Einflüssen und wirren Gedanken sein. Das Ritual benötigt unsere ganze Aufmerksamkeit. Die Reinigung selbst kann durch ein Bad erfolgen, aber auch durch ein paar Minuten Meditation. Manche greifen zu einem Instrument und lassen sich von den Tönen und Schwingungen tragen.



Reinigung des Raumes
... auch in unseren Räumen sammeln sich die negativen Einflüsse. Diese Einflüsse sind ebenfalls störend für das Ritual. Reinige den Boden mit einem Mop oder einem normalen Besen. Ist der Boden soweit sauber, kommt Dein Hexenbesen dran. Er muss den Boden nicht berühren, es ist nur wichtig, dass Du alle schlechten Einflüsse magisch mental "wegfegst".
- Eine andere Möglichkeit ist Salz, denn Salz reinigt, dies ist bekannt. Streu es auf den Boden in der Reihenfolge der 4 Himmelsrichtungen.
- Eine weitere Reinigung kann aber auch durch Weihrauch erfolgen. Eine bestimmte Räuchermischung zum jeweiligen Anlass wird entzündet und in der Reihenfolge der 4 Himmelsrichtungen geschwenkt.
- Befindet sich der Ritualplatz unter freiem Himmel, ist nur das Ausfegen mit dem Hexenbesen wichtig.
- Ein Spruch, wie: " Im Namen der Götter reinige ich mit diesem (Besen/Salz/Räucherung) diesen Raum von allen negativen Einflüssen." kann ebenfalls helfen.



Das Öffnen des Kreises
... wir Hexen stellen unseren Altar immer in die Mitte unseres Kreises. Falls der Altar zu gross ist, ist auch ein großer Stein in Ordnung. Der Kreis darf, wenn er einmal gezogen ist, nicht mehr verlassen werden. Erst wenn man ihn vollständig auflöst. Ein Verlassen des nicht aufgelösten Kreises bedeutet, dass die aufgebaute magische Energie gewaltsam unterbrochen wird. Deswegen ist es immer ratsam vorab zu kontrollieren, ob man alle Zutaten und Instrumente bei sich hat, bevor der Kreis gezogen wird.
Traditionell wird der magische Kreis mit dem Athame gezogen, dem Ritualdolch. Wenn man in der Natur sein Ritual durchführt, kann man einen richtigen Kreis in die Erde oder Sand malen. Manche nehmen für einen geschlossenen Raum auch ein Seidenband oder Teelichter zur Begrenzung. Symbolisch, wie beim Hexenbesen wird hier das Athame den Kreis begrenzen. Der Kreis wird nach der Reihenfolge der 4 Himmelsrichtungen bezogen. Jede Richtung erhält eine Begrenzung (z.b. ein Teelicht), dann werden die magischen Mächte angerufen.
Hier ein Beispiel:
" Ich rufe die Götter des Nordens, haltet meinen Kreis.
Ich rufe die Götter des Ostens, verbindet euch mit dem Norden und haltet meinen Kreis.
Ich rufe die Götter des Südens, verbindet euch mit dem Osten und haltet meinen Kreis.
Ich rufe die Götter des Westens, verbindet euch mit dem Süden und haltet meinen Kreis.
Ich rufe die Götter des Nordens, verbindet euch mit dem Westen und schliesst meinen Kreis."
Dabei wende Dich in die jeweilige Himmelsrichtung und ziehe Deine mentale Linie. Du musst Dir den Kreis wie eine pulsierende Kraft vorstellen, in der sich Deine magische Energie sammeln kann. Durch die Anrufung und den Beistand der Mächte kann Deine Bitte nun vorgetragen werden.



Die Anrufung
... nun erfolgt die Anrufung an die Götter. Du bittest Deine Gottheit in Deinen Kreis zu treten. Natürlich darfst Du jetzt nicht davon ausgehen, eine stoffliche Gestalt zu sehen. Aber Du wirst merken, wenn Du Deine Gottheit rufst, dass sie reagieren wird. Deswegen bitte immer um die Anwesenheit, z.B.:
" Große Göttin Morrigan, ich bitte Dich, tritt in meinen Kreis."

Die Bitte oder der Zauber weben
... die Bitte muss nun an die Gottheit vorgetragen werden. Soll ein Zauber ausgeführt werden erfolgt dies ebenfalls in dieser Phase. Der Zauber wird wie gelernt gewebt. Dabei ist die Visualisierung, also die mentale Kraftkonzentrierung sehr wichtig. Dein Wille kann den Zauber ausführen. Du setzt Deine magische Energie frei.


Erdung der restlichen Kraft
... nachdem Du einen Zauber gewebt hast, bleibt immernoch ein wenig Restenergie in Dir zurück. Nun ist es wichtig, Deinem Körper und Geist zu deuten, dass er nun diese Restenergie aus Deinem Körper leitet und wieder auf seinen Normalzustand umschaltet. Die Erdung kann daraus bestehen:
- mit dem Athame das Pentagramm zu ziehen und die Restenergie in dieses metale Zeichen visualisieren.
- ein einfaches Festmahl einzunehmen oder aus dem Kelch zu trinken und so seinen Körper von der Restenergie durch klares Wasser zu reinigen.



Dank an die Götter
... der Abschied naht und die Götter werden mit einem Dank entlassen, z.B.:
" Große Göttin Hekate, ich danke Dir für Deine Anwesenheit in meinem Kreis. Gehe nun mit all Deiner Macht."


Auflösung des Kreises
... dazu entlässt man die Mächte, die den Kreis halten und öffnet den Kreis symbolisch mit dem Athame, wobei die Reihenfolge nun andersherum verläuft, z.B.:
" Ihr Götter des Nordens, löst euch von den Mächten des Westens.
Ihr Götter des Westens, löst euch von den Mächten des Südens. Ich danke euch für eure Anwesenheit. Geht nun hin, in all euer Macht!
Ihr Götter des Südens, löst euch von den Mächten des Ostens. Ich danke euch für eure Anwesenheit. Geht nun hin, in all euer Macht!
Ihr Götter des Ostens, löst euch von den Mächten des Nordens. Ich danke euch für eure Anwesenheit. Geht nun hin, in all euer Macht!
Ihr Götter des Nordens, löst euch von diesem magischen Kreis. Ich danke euch für eure Anwesenheit. Geht nun hin, in all euer Macht!"

Nun kann der Kreis verlassen werden, das Ritual ist vorbei.
Natürlich ist dieser Ablauf nur eine Richtlinie und die Sprüche sind ebenfalls nicht bindend. Jede Hexe sollte ihre eigenen Sprüche für ein Ritual haben.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

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