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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 241 mal aufgerufen
 Seelenpflege / Lichtenergie / Bewußtseinserweiterung
Linoma Offline




Beiträge: 1.500

26.04.2010 16:53
RE: Liebeszauber Antworten

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




Beiträge: 1.500

05.07.2010 14:09
#2 RE: Liebeszauber Antworten

Liebe ist groß, Liebe ist unendlich


Wolf Schneider sprach mit Maitreyi Piontek über das Thema Nummer eins
Connection Tantra Special 24. 12. 09
Foto von Maitreyi
Es waren und sind immer bloß Minderheiten und Auserwählte, die die Geheimnisse der Sexualität wirklich kennen. Es sind Menschen, die auch in der Lage sind, mit diesen hochpotenten Kräften verantwortungsvoll umzugehen«, sagt die Sexologin, spirituelle Lehrerin und Leiterin einer weiblichen Mysterienschule Maitreyi Piontek. Und das gilt wohl auch für die Liebe, die so kleinlich oder so groß ist, wie wir sie machen

Es ist eher nicht die Liebe, die uns Menschen verrückt macht, sondern es ist unsere Unfähigkeit zu lieben

Frage: Macht uns Liebe verrückt? Oder stimmt eher das Gegenteil davon: Erst indem wir Liebende werden, werden wir normal?

Maitreyi: Ich würde sagen, es sind eher die Hormone die verrückt spielen, und die rufen auch gerne unberechenbare emotionale Zustände hervor. Zudem ist die Sexualenergie im Grunde das Tor zum menschlichen Unbewussten. Menschen die nicht gelernt haben, ihre Sexualität von Unterdrückungen zu befreien und bewusst zu leben, können von diesen unbewussten Inhalten und Verrücktheiten regelrecht überflutet werden. Wir sehen ja, was Menschen im Zusammenhang mit Sex für verrückte und nicht nachvollziehbare Dinge tun. Deshalb ist es ja für unsere Entwicklung so wichtig, dass wir lernen, Sex mit Liebe und Bewusstsein zu leben, um so die eigenen Unbewusstheiten zu heilen und zu integrieren. Ich weiß nicht, ob du weißt, dass ich zwanzig Jahre lang in der Notfallpsychiatrie gearbeitet habe. Wie ich das immer wieder erlebte, dort und anderswo: Es ist eher nicht die Liebe, die uns Menschen verrückt macht, sondern unsere Unfähigkeit zu lieben. Ohne Liebe leben Menschen sehr gefährlich, denn sie sind der Flut der kollektiven und persönlichen Unbewusstheiten in sehr starkem Maße ausgesetzt.

Frage: Liebe ist also gesund. Und es ist nur das Unbewusste, also das, was wir von uns selbst und vom anderen nicht wissen, was gefährlich ist und Verrücktheiten produziert? Und weil die Sehnsucht, das Glück und der Schmerz im Bereich der Liebe so groß sind, ist es in diesem Bereich noch viel gefährlicher als anderswo, sich Unbewusstheit zu erlauben?

Maitreyi:Erlauben ist gut gesagt – wenn es denn so einfach wäre, Sexualität und das höchste Bewusstsein miteinander zu vereinen, dann würde die Welt vermutlich etwas anders aussehen. Bewusst zu leben und zu lieben ist eine große Kunst, die von Grund auf gelernt sein will. Ohne eine fundierte spirituelle Schulung ist das kaum machbar. Das ist auch notwenig, denn für die spirituelle Entwicklung eines Menschen ist der Umgang mit der Sexualität der Knackpunkt. Da gibt es einiges, was schief laufen kann, wenn die sexuelle Entwicklung nicht von Grund auf im Einklang mit den universellen Gesetzen geschieht.

Frage: Der Umgang mit der Sexualität ist für die spirituelle Entwicklung des Menschen der Knackpunkt, sagst du. Die meisten spirituelle Wege übergehen diesen Knackpunkt allerdings, manche erwähnen ihn kaum, geschweige denn, dass sie ihn die Mitte rücken würden.

Maitreyi: Es waren und sind immer bloß Minderheiten und Auserwählte, die die Geheimnisse der Sexualität wirklich kennen. Es sind Menschen, die auch in der Lage sind, mit diesen hochpotenten Kräften verantwortungsvoll umzugehen. Wir sehen ja heute, wie im Namen der sexuellen Befreiung leichtfertig spirituelle und sexuelle Inhalte kommerziell ausgeschlachtet werden. Seit Jahrtausenden wurden Sexualität und Spiritualität von Religionsführern und Machtinhabern erfolgreich unterdrückt, und das wird vermutlich immer so bleiben. Heute hat dieser globale Kontrollmechanismus ein etwas anderes Gesicht. Aber die Menschen, die wirklich neue Wege geben wollen und bereit sind, sich für ihre spirituelle Entwicklung mit Haut und Haaren einzusetzen, die werden auch im Umgang mit ihrer Sexualität die benötigten Instruktionen und die Schulung erhalten, die sie brauchen, sobald sie wirklich bereit dazu sind.

Frage: Echte tantrisch-spirituelle Schulung nur für eine Minderheit von Auserwählten, eine Elite? Und den Traum der spirituellen, ebenso wie den der sexuellen Weltrevolution, den müssen wir begraben?

Maitreyi: Bevor wir an irgendwelche Weltrevolutionen denken können, müssen erst die Voraussetzungen geschaffen werden, die einen Neuanfang ermöglichen. Und das Dringendste im Moment ist sicherlich die weibliche Heilung. Für die Rehabilitation der Spiritualität und Sexualität braucht es dringend die befreiten, weiblichen Kräfte. Frauen wurden und werden noch heute wegen ihrer übersinnlichen Fähigkeiten und ihrer Spiritualität unterdrückt, ausgegrenzt, gefoltert und getötet. Frauen wurden und werden in ihrer Sexualität ausgebeutet und missbraucht. Das hat sehr tiefe Wunden in der weiblichen Seele hinterlassen, die so tief sind, dass Frauen aus Angst dazu getrieben wurden, mit den Unterdrückern zu kooperieren und so den Kontakt zu ihren weiblichen Wurzeln verloren haben. Bevor wir nun gemeinsam durch die Sexualität und Spiritualität einen Schritt weiterkommen können, ist es notwendig, dass Frauen ihre Weiblichkeit konsequent heilen und von alten Abhängigkeiten befreien. Und das ist keine Massenveranstaltung und keine Weltrevolution, das sind die authentischen Schritte einer jeden einzelnen Frau, die sie zurück in ihre mystische Heimat führen.

Frage: Noch eine letzte Frage: Wie hältst du"s mit der kleinen und der großen Liebe? Es wird ja gesagt, dass wir die große Liebe nie erreichen können, das sei nur eine romantische Vorstellung, die wir nicht verwirklichen könnten. Wir sollten uns mit der kleinen Liebe begnügen, mit dem, was bleibt, wenn der Lack ab ist und wir ernüchtert auf dem Boden der Tatsachen angekommen sind. Ist das wirklich so?

Maitreyi: Liebe ist groß, Liebe ist unendlich. Wir Menschen aber haben die besondere Gabe, sie zu verkleinern, indem wir die große Liebe in unsere kleine Welt und in unsere Verhaltens- und Beziehungsmuster hineinquetschen. Das bekommt der Liebe nicht. Aus Angst entscheiden sich viele Menschen für die kleine Liebe und hoffen, dass sie dann durch Kompromisse groß wird. Die Nahrung der großen Liebe aber ist weder Angst noch Hoffnung, und auch intellektuelle Halbherzigkeiten helfen ihr nicht. Die große Liebe benötigt Wahrhaftigkeit und innere Freiheit, um zu gedeihen. Nicht durch ein Therapieren kann man die große Liebe in Beziehungen einladen, sondern nur indem man regelmäßig meditiert und zelebriert. Die große Liebe ist etwas für Mutige und Verrückte, die bereit, sind sich ihr zu öffnen und sich ihr bedingungslos unterzuordnen im Alltag und anderswo!

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

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