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Dieses Thema hat 4 Antworten
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 Parallelen der Schöpfungsgeschichte
Linoma Offline




Beiträge: 1.500

01.05.2010 19:37
RE: Gemeinsamkeiten und Unterschiede Antworten

Im alten Ägypten wurden der Begriff des Gottes anderes verwendet als heute. Um die kosmischen Götter im alten Ägypten besser zu verstehen, sollten wir uns einige wichtige Unterschiede zu unserem meist christlichen Verständnis von Gott klar machen:

Im Unterschied zum alten Ägypten laufen die Vorstellungen des christlichen Gottes auf einen Monotheismus hinaus. Damit ist der Glaube an einen einzigen Gott gemeint.

Der christliche Gott steht außerhalb dieser Welt. Er wirkt auf diese Welt zwar ein (z.B. durch die Sintflut). Er ist für die Menschen aber nicht direkt erreichbar. Er hat diese Welt erschaffen. Er sieht von außen zu, was wir Menschen so treiben. Der Mensch ist von seinem Schalten und Walten abhängig, in Form von Gnade oder Schicksal. Anders im alten Ägypten.

Die Ägypter waren Kosmotheisten. Sie hatten eine Religion der "Weltbeheimatung und Weltinganghaltung", um mit Jan Assmann zu sprechen:

Der Unterschied zwischen Monotheismus und Kosmotheismus

In der christlichen Mythologie aßen die Menschen im Paradies vom Baum der Erkenntnis. Ein Biss in einen ganz besonderen Apfel mit weit reichenden Folgen. Da sie vom Baum der Erkenntnis gegessen hatten, warf Gott sie aus dem Paradies hinaus.



Sie wurden entlassen, ausgestattet mit der göttlichen Erkenntnisfähigkeit, aber sterblich. Erkenntnis meint hier im christlichen Sinn: das Wissen über Gut und Böse, also moralisches Wissen.

Im alten Ägypten wurde eine ähnliche Geschichte erzählt. Deren Folge war ebenfalls, dass die Menschen zwar die göttliche Fähigkeit der Erkenntnis besaßen, aber sterblich blieben. Die Form der Erkenntnis war aber eine ganz andere:

Sie wussten nicht nur Gut von Böse zu unterscheiden, sondern auch wie der Kosmos funktionierte, wie man die Welt erschuf und was sie am Leben hielt.

Im alten Ägypten waren die Menschen den Gottheiten, in diesem Wissen gleich und konnten ihnen somit auch gefährlich werden. Ein Gott unterschied sich vom Menschen dadurch, dass er mehr von derselben Fähigkeit besaß. So hatten z.B. die Gottheiten mehrere Ka's (Seelen) anstatt eines Ka's beim Menschen. Sie waren aber genauso wie sie, anfällig für Gewalt und Willkür.

Im alten Ägypten hatte das kosmotheistische Wissen vier Merkmale

Es ist erstens auf die Welt und den Kosmos bezogen. Dadurch ist die Erfahrbarkeit und Erforschbarkeit des Göttlichen gegeben. Das Göttliche wird nicht Gegenstand des Glaubens. Es wird zu Wissen. Andersherum ist damit auch die Göttlichkeit der Welt gegeben.

Zweitens versteht es den Sinn alles Irdischen.

Drittens ist es magisch. Es kennt die Rituale und Handlungen, die zur Weltinganghaltung notwendig sind.
Last but not least ist es hermetisch, geheim. Nur eine privilegierte Priesterschaft und der Pharao kennen die Gesetze des Kosmos.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




Beiträge: 1.500

12.05.2010 15:23
#2 RE: Gemeinsamkeiten und Unterschiede Antworten

Verwoben mit

topic.php?id=339

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




Beiträge: 1.500

14.05.2010 15:45
#3 RE: Gemeinsamkeiten und Unterschiede Antworten

Parallelen zwischen Jesus und
Horus, einem ägyptischen Gott
aus einem Aufsatz von B. A. Robinson

Zitate:
„Die christlichen Mythen bezogen sich zuerst auf Horus oder Osiris, der die Verkörperung der himmlischen Gottheit, Wahrheit, Weisheit und Reinheit war... Dieser war der größte Held, der je im Geist des Menschen lebte – nicht im Fleisch – der einzige Held, für den Wunder natürlich waren, weil er nicht menschlich war.“ („The Natural Genesis," von Gerald Massey, Neuauflage von 1998)
„Ich bin der HERR, dein Gott, aus dem Lande Ägypten und du sollst außer mir keinen Gott kennen, denn außer mir gibt es keinen Erlöser.“ (Hosea 13:4, King-James-Version) Diese Passage könnte eine zusätzliche und völlig andere Bedeutung haben als ihr gewöhnlich zugeschrieben wird.


Über Yeshua von Nazareth:
Er wird normaler Weise Jesus Christus genannt, obwohl Joshua eine korrektere Übersetzung seines ersten Namens wäre. „Christus“ ist nicht sein Nachname, sondern einfach das griechische Wort für „Messias“ oder „der Gesalbte“. Theologen haben ungefähr 50 Evangelien entdeckt, die weit verbreitet von jüdischen, paulinischen und gnostischen Gruppen innerhalb der frühen christlichen Bewegung benutzt wurden. Nur vier von ihnen wurden von der überlebenden Gruppe, dem paulinischen Christentum, benutzt und wurden in die Bibel übernommen. Diese vier Evangelien beschreiben Jesus als einen Juden, der in Palästina ca. 4 bis 7 vor Christus einer Jungfrau geboren wurde. Er wird als Rabbi, Lehrer, Heiler, Teufelsaustreiber, Zauberer, Prophet und religiöser Führer, der einen einjährigen (gemäß Markus) oder einen dreijährigen (gemäß Johannes) Dienst in Palästina ausübte und damit begann, als er ungefähr 30 Jahre alt war. Die meisten Christen glauben, dass er durch die römische Besatzungsarmee hingerichtet wurde, die Unterwelt besuchte, auferstand, 40 Tage bei seinen Jüngern verbrachte und dann zum Himmel auffuhr. Die meisten christlichen Glaubensrichtungen betrachten Jesus als Sohn Gottes, die zweite Person in der Dreieinigkeit.

Konservative Christen betrachten die Evangelien als unfehlbar, deren Autoren von Gott inspiriert wurden. Die Evangelien und andere Passagen in der Bibel werden meistens buchstäblich ausgelegt. Muslime betrachten Jesus als großen Propheten – an Bedeutung gleich nach Mohammed. Sie sehen die Behauptung, dass Jesus Gottes Sohn sei, als Gotteslästerung an.

Über Horus:
Verschiedene antike ägyptische Statuen und Schriften erzählen von Horus, auch Harseisis, Heru-sa-Aset (Horus, Sohn der Isis), Heru-ur (Horus der Ältere), Hr und Hrw (ein Schöpfergott des Himmels) genannt oder geschrieben. Er wurde Tausende von Jahren vor dem ersten Jahrhundert nach Christus – die Zeit, als Jesus in Palästina seinen Dienst verrichtete – angebetet (Tom Harpur, "The Pagan Christ; Recovering the Lost Light," Thomas Allen, (2004), Seite 5). Horus wurde oft als stilisiertes Augensymboldargestellt, das das Auge des Falken symbolisierte. Er wurde auch „in der Gestalt eines Sperbers oder als ein Mensch [oder Löwe] mit Habichtskopf dargestellt“. ("Egyptian god Horus, The Louvre, Paris," bei http://ancienthistory.about.com/)

Er wird oft als Kleinkind gezeigt, das von seiner Mutter Isis gewiegt wird. Er wurde als der Sohn der beiden ägyptischen Hauptgötter angesehen, des Gottes Osiris und der Göttin Isis. Als Erwachsener rächte er den Mord an seinem Vater und wurde als Gott der zivilen Ordnung und der Gerechtigkeit angesehen. Von jedem ägyptischen Pharao glaubte man, dass er die lebendige Verkörperung – eine Inkarnation – des Horus wäre. (Information aus Aufsätzen entnommen, die mit "Horus - Egyptian God," bei http://ancienthistory.about.com/ verlinkt sind.)

Lebensereignisse, die sich Horus und Jesus teilten

Geschichten aus dem Leben des Horus machten Jahrhunderte lang vor Jesu Geburt (ca. 4 bis 7 v. Chr.) die Runde. Wenn es jemals ein Kopieren durch Schreiber der ägyptischen oder christlichen Religionen gab, dann waren es Anhänger Jesu, die die Mythen und Legenden des Horus in seine Lebensgeschichte einbauten, und nicht umgekehrt.

Der Autor und Theologe Tom Harpur studierte die Werke dreier Autoren, die über antike ägyptische Religion geschrieben haben: Godfrey Higgins (1771-1834), Gerald Massey (1828-1907) und Alvin Boyd Kuhn (1880-1963). Harpur schloss einige ihrer Entdeckungen in sein Buch „Pagan Christ“ [„Heidnischer Christus“] in sein Buch mit ein. Er argumentierte, dass alle wesentlichen Ideen sowohl des Judentums als auch des Christentums in erster Linie aus der ägyptischen Religion stammten. „[Der Autor Gerald] Massey entdeckte fast zweihundert Beispiele direkter Beziehung zwischen dem mythischen ägyptischen Material und den angeblich historischen christlichen Schriften über Jesus. Horus war in der Tat die Urform des heidnischen Christus.“ (Tom Harpur, "The Pagan Christ; Recovering the Lost Light," Thomas Allen, (2004), Seite 85)


Wurde Horus von einer Jungfrau geboren?

Acharya S. zitiert den Priester und Autor Joseph McCabe:

Ganz gleich, was wir aus dem ursprünglichen Mythos machen... Isis scheint ursprünglich eine jungfräuliche (oder vielleicht geschlechtslose) Göttin gewesen zu sein, und in der späteren Periode der ägyptischen Religion wurde sie wieder als jungfräuliche Gottheit betrachtet, die von ihren Ergebenen sehr strenge Abstinenz abverlangte. Es ist offensichtlich die Periode, in der der Geburtstag des Horus jährlich um den 25. Dezember herum in den Tempeln gefeiert wurde. Wie sowohl Macrobius als auch der christliche Schreiber [der „Paschal-Chronik“] sagen, wurde eine Figur des Horus als Baby in eine Krippe in einer bühnenbildlichen Rekonstruktion eines Stalles gelegt und eine Statue von Isis daneben gestellt. Horus war in gewissem Sinne der Erlöser der Menschheit. Er war ihr Rächer der Mächte der Finsternis; er war das Licht der Welt. Sein Geburtsfestival war vor Christus eine echte Weihnachtsfeier. (Joseph McCabe, "The Story of Religious Controversy," Stratford Co, (1929) und Acharya S., "Born of a Virgin on December 25th: Horus, Sun God of Egypt," bei http://www.truthbeknown.com/)

Acharya S. erwähnt in seinem Aufsatz über Horus eine Reihe von anderen Hinweisen auf ägyptische Jungfrauengeburten. (Acharya S., "Born of a Virgin on December 25th: Horus, Sun God of Egypt," bei http://www.truthbeknown.com/)

James Frazer schreibt in The Golden Bough (James George Frazer, The Golden Bough: A Study in Magic and Religion." Oxford University Press, (1998)):

Das Ritual der Geburt, wie es offensichtlich in Syrien und Ägypten gefeiert wurde, war bemerkenswert. Die Feiernden zogen sich in bestimmte innere Schreine zurück, von wo aus sie um Mitternacht mit einem lauten Ruf hervorkamen: „Die Jungfrau hat hervorgebracht! Das Licht nimmt zu!“ Die Ägypter stellten die neugeborene Sonne sogar durch das Abbild eines Kleinkindes dar, dass sie an seinem Geburtstag, der Wintersonnenwende, hervorbrachten und seinen Anbetenden darbrachten. Ohne Zweifel war die Jungfrau, die auf diese Weise empfing und einen Sohn am 25. Dezember gebar, die große orientalische Göttin, die die Semiten die Himmlische Jungfrau oder einfach Himmlische Göttin nannten.“ (Les Carney, "Krishna born of a virgin?," bei http://www.lescarney.com/)

Andererseits befragte der christliche Theologe Ward Gasque zwanzig zeitgenössische Ägyptologen. Er befragte sie daüber, ob Horus eine Jungfrauengeburt erfuhr. Zehn antworteten und alle stimmten überein, dass es keinen Beweis gäbe, dass Horus von einer Jungfrau geboren wurde. (Tom Harpur, "The Pagan Christ; Recovering the Lost Light," Thomas Allen, (2004), Seite 5)


Hatte Horus 12 Jünger?

Glenn Miller schrieb:

...meine Nachforschung in der akademischen Literatur bringt diese Tatsache nicht hervor. Ich kann Hinweise auf vier „Jünger“ finden – die verschiedentlich die halb göttlichen HERU-SHEMSU ('Anhänger des Horus') genannt werden. Ich kann Hinweise auf sechzehn menschliche Jünger finden. Und ich kann Hinweise auf eine ungezählte Gruppe von Jüngern finden, die mesniu/mesnitu ('Schmiede') genannt werden, die Horus in einigen seiner Schlachten begleiteten. ...Aber ich kann nirgends zwölf finden.“ (James Patrick Holding, "Comparing Osiris, Horus and Jesus," bei http://tektonics.org/)

Natürlich könnte die frühe christliche Bewegung das Konzept der Jünger aus Ägypten importiert und die Zahl geändert haben, so dass die Zahl der Jünger Jesu mit der Anzahl der Stämme Israels zusammenpasste.

Wieder ging Gasques Umfrage in Bezug auf Horus' Jünger ebenfalls leer aus.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




Beiträge: 1.500

22.05.2010 23:37
#4 RE: Gemeinsamkeiten und Unterschiede Antworten

Vom Isiskult zur Marienverehrung

"Jesus verkündete das Reich Gottes... und? Gekommen ist (leider) die Kirche."
"Die Kirche ist exakt das, wogegen Jesus gepredigt hat."
Dieser Satz des katholischen Theologen Alfred Loisy zog sich wie eine Art roter Faden durch unsere bisherige Untersuchung kirchlicher Kulte.
Immer wieder stellten wir fest: An die Stelle der Botschaft vom Reiche Gottes traten in der Kirche Vorstellungen und Zeremonien aus vorchristlichen Kulten. Dabei geht es nicht darum, diese Mysterienreligionen abzuwerten. Wir haben lediglich aufgezeigt: Dies ist nicht christlich.
Marienverehrung hat heidnische Vorbilder
Auch die Marienverehrung geht auf heidnische Vorbilder zurück. Denn: Von einer "Verehrung" seiner Mutter findet sich bei Jesus nichts.

Als Seine Mutter und Seine Brüder zu Jesus wollten, während Er gerade zu einer Gruppe von Menschen sprach, sagte Er zu dem, der Ihm dies gemeldet hatte:
"Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?" (...)
Denn jeder, der den Willen meines Vaters im Himmel tut, ist mir Bruder, Schwester und Mutter (Mt. 12, 50).
Ein anderes Mal rühmt eine Frau aus der Menge die Mutter Jesu:
"Selig der Leib, der dich getragen hat."

Jesus entgegnete:
"Selig, die das Wort Gottes hören und es befolgen" (Lk. 11, 27-28).
Mutterkult und Marienkult können sich demnach auf Jesus von Nazareth nicht berufen.
Semiramis und Nimrod - Devaki und Krischna - Indrani mit Kind - Isis und Horus.
"Göttinnen treten regelmäßig mit einem Sohn auf, den sie dem Mythos nach "jungfräulich" geboren haben.
Auch im frühen Christentum ist eine Marienverehrung unbekannt. Vor dem dritten Jahrhundert kennt kein Kirchvater eine fortdauernde Jungfrauenschaft Marias. Bis zum sechsten Jahrhundert weiß niemand etwas von einer leiblichen Himmelfahrt.
Auf dem Konzil von Ephesus im Jahre 431 gab es jedoch ein entscheidendes Ereignis. Ephesus war ein bekanntes Heiligtum der heidnischen Muttergottheit Artemis bzw. Diana. Diana und Artemis sind Spielformen der antiken "Magna Mater", der Großen Mutter. In Ägypten ist es z. B. die Gestalt der Isis, die zur Zeit des Urchristentums auch im heidnischen Rom hoch im Kurs stand.
Diese Göttinnen treten regelmäßig mit einem Sohn auf, den sie dem Mythos nach "jungfräulich" geboren haben, und der häufig ihr Gatte wird: z. B. Semiramis und Nimrod, Astarte und Baal, Isis und Horus.
Auf dem Konzil von Ephesus wurde an die Stelle von Diana und Artemis Maria gesetzt. Viele Titel der alten Muttergottheiten gingen auf Maria, genauer auf die "Kultmana", über: "Himmelskönigin", "Gnadenspenderin", "Unbefleckte", "Gottesmutter" und "Gottesgebärerin". Das Dogma von Ephesus machte die leibliche Mutter Jesu zur "Gottesmutter". Mit diesem Begriff wird die Vorstellung erzeugt bzw. bewusst in Kauf genommen, dass Maria sozusagen über Gott steht.

Fischgott Dagon – die Hüte und Mützen in der Kirche


Die Kirche hat aus heidnischen Kulten das Tragen von bestimmten Hüten und Mützen übernommen. Z. B. gebraucht man die Tiara und Mitra des babylonischen Fischgottes Dagon für Papst, Kardinäle und Bischöfe.
Links die Tiara von Fischgott Dagon und Rechts Dagon mit seiner Mitra. Und daneben
Papst Innozenz III. mit der Tiara. Papst Paul VI. mit der alten Fischgott-Mitra.
Gebete plappern
Jesus lehrte: "Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft" (Matthäus 6, 7).
Die Kirche übernahm demgegenüber ihre Gebete und Litaneien aus entsprechenden heidnischen Religionen, z. B. den Rosenkranz und andere Wiederholungsgebete (ähnlich beim Dionysos-, Isis- und Attis-Kult). "In vielen früheren Religionen glaubte man, die häufige Wiederholung eines Gebets würde seine Wirksamkeit steigern. Die Kirche hat hier nahtlos angeknüpft.
Heilige Gegenstände
Ein Kruzifix war den ersten Christen unbekannt, wie der christliche Zeitzeuge Minucius Felix noch 150 n. Chr. bestätigt.
Die Kirche sieht Jesus nicht als Vorbild, sondern als Sühnopfer in einem Opferkult, das mit allerlei Rankenwerk geschmückt wird. So verehrt man v. a. das "Kindlein Jesus" in der Krippe. Dazu übernimmt man am 25.12. das Geburtsfest des Gottes Mithras für den katholischen Weihnachtskult. Weiterhin verehrt man das Kruzifix, vergleichbar dem Attiskult, wo der Gott ebenfalls an einen Pfahl geheftet und umher getragen wird.
Nach Ansicht von Religionssoziologen symbolisiert der Gekreuzigte (Foto: Eine Darstellung aus dem Vatikan) tiefenpsychologisch die Botschaft: "Wir haben diesen Mann besiegt" - ähnlich archaischen Kriegerstämmen, wo z. B. im Kult die getöteten Gegner aufgespießt wurden bzw. ihre Köpfe bei Prozessionen triumphierend herum getragen wurden.

Altar und Kanzel

Jesus stieg niemals auf eine Kanzel, um zu den Menschen zu sprechen.
Die Kirchen übernahm die Kanzeln aus dem Heidentum. Eine Kanzel war vor allem in der Isisreligion üblich. Die Isis-Priester predigten von dort zum Volk.
Jesus benötigte niemals einen Altar.
Die Altäre übernahm die Kirche aus dem Judentum und den antiken Heidenkulten. Dort wurden z. B. die Tiere bestialisch geschlachtet und dem jeweiligen Gott geweiht. In einem gültigen katholischen Altar muss z. B. eine Reliquie eingearbeitet sein, die den heidnischen Fetischen (Amulette, die mit der Gegenwart der Gottheit in Verbindung gebracht werden) gleicht. Die bis heute bedeutsame katholische Tradition der Altarbilder stammt aus dem Mithraskult.

Herrscher statt Diener

Jesus warnte vor den Herrschern:
"Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener" (Matthäus 20, 25-26).
Die Kirche hängt sich meist an die Herrscher. Es begann damit, dass der bis heute kirchlich verehrte Kaiser Konstantin (+ 337) der Kirche den Weg zur einzigen Staatsreligion ebnete (ab 380). Der bekannte Religionswissenschaftler Hubertus Mynarek erklärt dazu: "Auf der Synode von Nizäa im Jahre 325 erschien der Kaiser im Sonnenkleid der Mithras-Religion, frenetisch gefeiert von den Bischöfen . Konstantin war ein kriegerischer Gewaltherrscher und brachte auch Konkurrenten sowie seine Frau Fausta und seinen Sohn Crispus um.
Auch die Päpste selbst lassen sich z. B. - vergleichbar den ägyptischen Pharaonen - als "Stellvertreter Gottes" huldigen und wie diese auf Sänften umhertragen. Die Papst-Sänfte wurde seit Johannes Paul II. aus praktischen Gründen motorisiert. Seither werden die früheren Sänften und ihre Träger durch das "Papamobil" mit schusssicherem Panzerglas und mitlaufende Leibwächter ersetzt.
Pilgerrisen und Anbetung von Bildern
Jesus ist auferstanden. Es gibt kein Grab, zu dem man pilgern könnte und keine Reste seines Körpers mehr auf der Erde.
Die Kirche klammert sich - vergleichbar den heidnischen Kulten und ihren Göttern - an angebliche Reste der körperlichen Erscheinung von Jesus und damit in Zusammenhang stehende Kultgegenstände.
Im Urchristentum verehrte man bewusst keine Bilder, um sich vom Heidentum abzugrenzen.
Anders die Kirche: So soll auf dem Turiner Grabtuch, einer Fälschung aus dem Mittelalter, das Gesicht von Jesus abgebildet sein. Ebenfalls auf dem genauso gefälschten Schweißtuch der Veronika, mit dem der Schweiß des sterbenden Jesus abgewischt worden sein soll und das 400 Jahre später plötzlich "gefunden" wurde (von diesem Schweißtuch gibt es sehr viele: eines im Vatikan, eines im Dorf Manopello (es wurde von Benedikt XVI. am 31.8.2006 deshalb besucht) usw.; ein angeblicher Teil des Tuches gehört auch zum Aachener Domschatz usw. Und nachdem man im 4. Jahrhundert plötzlich auch das Kreuz "gefunden" hatte, an dem Jesus hingerichtet wurde und es in Splittern auf der ganzen Welt verteilte, könnte man heute durch die Zusammensetzung dieser Splitter "mindestens ein großes Schiff" bauen (Der Historiker Horst Herrmann in: Spiegel online, 1.9.2006).

Toten & Reliquienkult

Jesus lehrte, nicht auf das Verwesliche zu blicken, sondern auf das Unvergängliche, den Geist. Er lehrte einen lebendigen Gott und keine Verehrung von Leichenteilen.
Wie die antiken Götzenkulte entwickelte die Kirche einen aufwändigen und teuren Bestattungs-, Toten- und Reliquienkult, v. a. nach ägyptischem Vorbild. Dort gab es zahllose Grabstätten von getöteten Göttern mit einzelnen Gliedern wie Beinen, Armen oder auch dem Schädel der Verehrten. Für deren angebliche Echtheit wurde gebürgt, so dass die Gläubigen sie verehren konnten
Auch im Katholizismus werden an zahllosen Orten vermoderte Leichenteile bzw. blanke Knochen geschmückt, z. B. in Samt eingewickelt und als Reliquien verehrt. Die kirchliche Lehre ist wie die heidnischen Kulte sehr materiebezogen und man lehrt dort auch die Auferstehung des "Fleisches".

Heiliger Vater – ja, aber nicht der Papst ist gemeint

Jesus setzte keinen Heiligen Vater als seinen Stellvertreter ein.
Im Gegenteil: Er lehrte:
"Ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist" (Matthäus 23, 9).
Und er hielt es mit den Propheten (z. B. Jesaja 6, 3) und dem Seher Johannes (Offenbarung 15, 4), wonach Gott allein "heilig" ist und nicht ein Mensch.
Wenn Jesus vom "Heiligen Vater" sprach, dann meinte er seinen Vater im Himmel (Johannes 17, 11).
Auch setzte er keine Hierarchie der Amtsträger ein, sondern hob hervor:
"Ihr sollte euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder [und Schwestern]" (Matthäus 23, 8).
Eine Unterwerfung unter einen Menschen lehnt Jesus deshalb strikt ab.
Der Papst ist der angeblich "Heilige Vater" auf Erden. Er gilt als Stellvertreter Gottes - eine Übernahme aus dem totalitären antiken Heroen-, Herrscher- und Götterkult. An der Spitze der Hierarchie des Mithras-Kultes stand in damaliger Zeit der sanctus pater ("der heilige Vater"), der als Insignien seiner Macht einen bestimmten Ring und eine Stab trug wie später der katholische Papst.
Der Herrscher galt in vielen Systemen und Kulten als unmittelbarer Vertreter Gottes. Römische Kaiser wurden nach ihrem Tod zu "Göttern" erhoben und auch der vorletzte Papst soll so bald wie möglich "heilig gesprochen" werden.
Auch den Titel "Pontifex" hat der Kirchenführer nicht von Jesus, sondern von den römischen Kaisern übernommen.Und für den Pontifex der Kirche gilt der "unfehlbare" römisch-katholische Lehrsatz: "Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig" (Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, Lehrsatz Nr. 430). Auch das hat die Kirche von den Imperatoren des römischen Weltreichs übernommen, denen sich alle Untertanen unterwerfen mussten.
Während die Christen Gott schlicht als "lieber Vater" anrufen (Römer 8, 15; vgl. Markus 14, 36), wird der Papst als "Eure Heiligkeit" betitelt und der obere Klerus der Kirche als "Eminenzen" (die Kardinäle) und "Exzellenzen" (die Bischöfe).
Der Stellvertreter Jesus auf Erden ist der heilige Geist – (bitte überlege was das heisst) ER, der Stellvertreter, ist Gott der Geist und kein Mensch!
Kirchenstaat oder das Reich Gottes?

Jesus lehrte

"Mein Reich ist nicht von dieser Welt" (Johannes 18, 36) und:
"Das Reich Gottes ist in euch" (Lukas 17, 21).
Jesus widerstand der Versuchung, dass ihm alle Reiche dieser Welt hätten zu Füßen liegen können (Matthäus 4, 8-11).
Der Kirchenstaat ist von "dieser Welt", und seine Souveränität wird von den Armeen der Großmächte dieser Welt und von ihren Waffen garantiert. Der Papst ist einer der am intensivsten bewachten Staatsmänner der Welt (u. a. durch viele Scharfschützen) und er genießt es, dass sich alle anderen Mächtigen dieser Welt huldvoll vor ihm verbeugen. Damit hat die Kirche das Angebot angenommen, das Jesus zurückgewiesen hatte, dass nämlich "alle Reiche der Welt" ihr zu Füßen liegen.
Die äußere sichtbare Kirche gilt - ähnlich antiken Herrschaftssystemen - als Abbild bzw. Vertreterin der himmlischen unsichtbaren Herrschaft des jeweiligen Gottes.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Göttin Lilif Offline




Beiträge: 353

24.10.2012 17:03
#5 RE: Gemeinsamkeiten und Unterschiede Antworten

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