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 Zwischen den Welten / Pforten zu einer anderen Realität
Linoma Offline




Beiträge: 1.500

26.08.2010 09:38
RE: Mystische Orte Antworten

Mystische Stätten und Orte der Kraft im Bayerischen Wald.
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Seit undenklich langer Zeit ist das fruchtbare Gebiet entlang der Donau eine Siedlungsstätte unserer Vorfahren. Dem Flusslauf folgend weitete sich die Ackerbaukultur immer weiter Richtung Norden aus. So ist es nicht verwunderlich dass die in diesem Siedlungsraum gefundenen Kreisgrabenanlagen die bisher ältesten entdeckten Sonnentempel der Menschheit bilden. Auf 5000 Jahre vor Christus wurde zum Beispiel der Sonnentempel von Goseck datiert. Diese Anlagen sind damit um circa 2000 Jahre älter als der berühmte Steinkreis von Stonehenge. Allein im Gebiet zwischen Isar und Donau konnten die Spuren von über 8 solcher Anlagen geortet werden. Dies und auch die vielen Funde im Österreichischen Teil der Donau mit ihren Randgebieten weisen auf eine große Besiedelungsdichte in grauer Vorzeit hin.
So ist es kein Wunder dass sich auch bei vielen Orten im Bayerischen Wald dem geübten Auge die Spuren unserer Vorfahren erschließen
Die rauen Berge des Bayrischen Waldes, ihr unwirtliches Klima, die weite Einsamkeit und herbe strenge dieses Gebietes hat wohl unsere romantisch beseelten und das Göttliche in der Natur suchenden Vorfahren angezogen. Mythen, Namen, alte Wege und Stätten weisen darauf hin dass der Bayerische Wald einst eine heilige Kultlandschaft darstellte in der sich Schamanen und später die Priester der Kelten zurückzogen um zu meditieren. Gleichzeitig fungierten einige Plätze in diesem weitläufigen Gebiet wohl als Wallfahrtsstätten. Uralte Saumwege von Passau entlang der Ilz zu den Felsenstätten sprechen für diese These. Für jeden Sensiblen und auch nur etwas Hellfühligen stellen diese Orte ein unfassbares Faszinosum dar. Wer hier verweilt und sich ganz der Magie, dem einmaligen Gefühl, sich mit dem Kosmos zu vereinen, hingibt, kehrt spürbar mit Energie und Enthusiasmus geladen nach Hause zurück. Die beiliegenden Fotos stellen einen Ausschnitt meiner Erkundungen im Bayerischen Wald dar.

Die Saldenburg wurde an einem der prächtigsten und ältesten Kultpätze erbaut. Gleich im Wald hinter dem Parkplatz zur Burg befinden sich die Opferschalen. Der Stein ist ein besonders schönes Beispiel dieser Kategorie. Eindeutig ist zu sehen wie Abflussrinnen an den Opferschalen vor langer Zeit eingekerbt wurden. Ob die Schalen selbst ein Naturprodukt sind oder künstlich nachbearbeite oder gar geschaffen wurden läßt sich oftmals schwer entscheiden.
Die hier aber einwandfrei künstlich angelegten Rinnen belegen ihren kultischen Gebrauch.
Bis in die Gegenwart hinein hat sich im Bayrischen Wald der Glaube um die besondere Wirksamkeit des in Schalensteinen gesammelten Wassers bewahrt. Es gilt als heiliges Wasser. Wer sich damit benetzt und davon trinkt wird gesund. Es ist das Wasser des Lebens das in diesen Schalen erschaffen wird. Diese Granittröge sind Ur- und Vorbild des Späteren Kessels der Erneuerung bei den Kelten und des heiligen Grals. Und so ist es auch kein Wunder dass sich nicht weit von diesem Heiligtum im keltischen Preying eine Brigidenquelle und eine der Heiligen geweihte Kirche befinden.
Brigida ist eine alte keltische Gottheit in christlichem Gewand. Im Altarbild der Kirche ist sie mit einer Schale der Fülle dargestellt mit deren Hilfe sie Heiliges Brot an die Menschen verteilt. Ähnlich dem Füllhorn der Antike und dem Gral der Kelten, ist diese Schale eine unversiegbare Spenderin der Nahrung und damit des Lebens.
Die Quelle bei der Kirche diente lange Zeit zur Linderung von Krankheiten speziell von Augenleiden.
Warum Augenleiden? Brigida ist eine Trägerin des Lichts und der Erkenntnis. Ihr war ein ewig brennendes Feuer in Kildare geweiht. Die Augen stehen symbolisch auch für das Dritte Auge und damit vor allem für die geistige Erkenntnis. Seen sind die Augen der Göttin, die Pforte zur Anderswelt. Kein Wunder dass sich im Auggenthal (das Tal der Augen) bei der Saldenburg einst drei Seen befanden – zwei Seen symbolisieren die natürlichen Augen, ein weiterer das dritte geistige Auge. Nur einer der Seen blieb leider erhalten, von den anderen beiden finden sich nur noch Spuren.
Ein ähnliches Heiligtum mit drei Seen, trichterförmigem Tal, Burg und Kirche befindet sich übrigens in der Schweiz in Arlesheim. Dort ist die Kirche der Heiligen Odilie geweiht. Einer anderen Heiligen deren Kult eine in das Christliche transformierte Anschauung aus alter Zeit darstellt. Die Schale (der Gral) der Heiligen Odilie enthält Augen. Sie war blind und wurde sehend.
Das Auge der Erkenntnis hat sich ihr geöffnet. Die Gegend dort wird seit alter Zeit mit der Legende vom heiligen Gral in Verbindung gebracht.
Der Opferstein der Saldenburg steht genau im Westen. Der Richtung des Sonnenuntergangs, des Todes, der Erlösung aber auch der Erneuerung. Kein Wunder dass manche Liebhaber keltischer Tradition hier einen Geburtsplatz vermuten auf dem neues Leben zur Welt gebracht wurde. Eine Mulde wurde als besonders geeignet für Geburtsvorgänge interpretiert, eine andere für die Heilige Hochzeit, einem öffentlichen zur Schau stellen und aus irischen Quellen verbürgten alljährlichen Zeugungskultes zwischen König und Priesterin, zur Steigerung der Fruchtbarkeit des Landes.
Mir selber kamen dies Mulden recht ungemütlich vor. Die Mulde für die Geburtszeremonie liegt am westlichen Ende des Steines und ist nur mit Mühe zu erreichen. Eine Gratwanderung am Rand des Steines, glitschig, am Ende muss man sich ziemlich Beugen um in jene Mulde zu klettern – kurz gesagt für eine Hichschwangere nur schwer durchführbar. Der Stein im Osten dagegen schien mir sowohl von Beschaffenheit als auch Lage her eher geeignet für derlei alte Zeremonien.
Wie auch immer. Der Ort lädt zum Verweilen ein und um Kraft zu tanken. Granit hat eine starke wirkungsmächtige Ausstrahlung die durch das geistige Wirken unserer Vorfahren noch zusätzlich gestärkt wurde.
Der Name Saldenburg geht vermutlich auf das Mittelhochdeutsche Saelde – Glückseligkeit, Freude - zurück. Als Plätze des Glücks und der Seligkeit werden gerne alte Plätze des Ur-Kultes unserer Ahnen bezeichnet. Ein Steinkreis bei Ringelai zum Beispiel heißt heute noch Freudenhain. Es scheint dass die religiösen Zeremonien also viel Freude und Spaß bereitet haben. Die dabei ausgelösten Gefühle des Glücks und der Erhebung haben mit dazu beigetragen den Orten ihre positive Strahlung zu geben.
Zwischen Burg und Schalenstein steht auf einer Anhöhe ein Aussichtsturm. Wer genau hinsieht bemerkt die dreistufige Anordnung des Terrains unterhalb des Turmes. Vielleicht sind das die Überreste und Zeugnisse einer alten Stufenpyramide. Vor allem gerade nach Osten weiten sich die Stufen sichtbar künstlichen Ursprungs aus.

Nicht weit von der Saldenburg befinden sich Wackelstein und Steinernes Kirchlein zwei meiner energetischen Lieblingsplätze zu denen ich oft komme um aufzutanken. Dazu gelegentlich mehr.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

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