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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 179 mal aufgerufen
 personenspezifische Festtage/Gedenktage
Linoma Offline




Beiträge: 1.500

03.01.2011 15:06
RE: 3.Januar Inanna antworten

Die Himmelskönigin: Inanna




Eine nackte Göttin, die ihre Brüste hält, um Milch zu spenden, ist die älteste bildliche Darstellung der Göttin in Mesopotamien.

Sie symbolisierte das gebärende Element, war Ausdruck der Fruchtbarkeit von Mutter Natur und somit ein Sinnbild für den Ursprung des Lebens.
Die sumerische Inanna oder Innin, die große Himmelsherrin, wurde mit der Zeit als Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit, aber auch des Krieges, zur weiblichen Zentralfigur des sumerischen Pantheons. Als Verkörperung des Venussterns trug sie den Namen Ninsianna. Die zahlreichen Fruchtbarkeitsgöttinnen der Sumerer verschmolzen in dieser einen Gestalt.

Als Ishtar und Astarte (west-semitische Göttin) herrschte sie später in Babylon und Assyrien als oberste Göttin. Ihre Popularität war universell im gesamten antiken Orient.

Selbst König Salomo soll sie verehrt haben und ließ ihr im Osten Jerusalems eine Kultstätte bauen. Auch in den phönizischen Mythen kann man Inanna als Astart oder Anat wiederbegegnen und Züge ihres Wesens spiegeln sich schließlich auch in der griechischen Aphrodite, die ja nicht griechischen Ursprungs ist.

Inanna ist die machtvolle Liebesgöttin des Vorderen Orients. Im Vergleich zu anderen Gottheiten stand die Himmelsherrin, das große Licht, nicht nur im Zentrum vieler sumerischer Mythen, sondern war auch Mittelpunkt der religiösen Praxis in vielen Tempeln.

In ihren frühesten Manifestationen wurde sie mit den Speicher und Lagerhäusern assoziiert und galt als Göttin der Dattelpalme, sowei der Wolle, des Fleisches und des Getreides. .


Wie ihre Existenz, so ist auch ihre Herkunft mythenumwoben. In Uruk, ihrer heiligen Stadt, galt sie als die Tochter des höchsten Himmelsgottes An, worauf auch die Silbe AN in ihrem Namen verweißt. In dem Mythenzyklus um Inanna wurde sie aber als Tochter des Mondgottes Nanna und seiner Frau Ningal und damit Schwester des Sonnengottes Utu (babylonisch: Schamasch) bezeichnet. Strenggenommen wäre der Weisheits- und Wassergott Enki (akkad. EA) somit ihr Großvater. Ebenso wurde sie als Schwester der Unterweltsgöttin Ereschkigal (= Herrin des Großen Unten) angesehen, die sie in dem Mythos von Inannas Abstieg in die Unterwelt besuchte.
Andere Quellen bezeichnen sie eindeutig als Tochter des Windgottes Enlil (akkad. Ellil), dem sie als Kriegsgöttin in ihrer Wildheit und Härte in nichts nachsteht.

Dieses verwirrende, nicht ganz eindeutige Verwandtschaftsgeflecht deutet aus meiner Sicht an, daß Inanna im bildlichen Sinne viele Väter und Mütter hatte, ergo unterschiedliche Machtbereiche in sich vereinte.

In ihrer Omnipotenz - sie verbindet viele auf den ersten Blick gegensätzliche göttliche Kräfte in sich - sehe ich das Bild der Großen Urmutter verkörpert, die den Dualismus noch in sich vereint und nicht trennt.

Als Himmelsgöttin ist Inanna die Spenderin aller Fruchtbarkeit auf Erden. Damit ist sie für das Gedeihen der Vegetation ebenso verantwortlich, wie für den Ackerbau, die Viehzucht und nicht zuletzt die Fortpflanzung des Menschen. Sie läßt das Korn sprießen, die Herden gedeihen und das Kind im Mutterleib wachsen.

Zugleich ist sie aber quasi als Urbild der Mutter Erde auch die unersättliche, begehrenswerte, die in immer neuer Liebe erglühende, unabhängige und nicht zu bindende Liebhaberin. Als Göttin der Liebe steht sie auch für unbändige Begierde und Leidenschaft.

Diese Leidenschaftlichkeit bildet schließlich die Verbindung zu ihrer zweiten göttlichen Funktion, der der Kriegsgöttin.

Der Kampf um ihre Erscheinung spiegelt sich wider im Kampf der Götter, Städte und Dynastien, die sie besitzen wollen.
Deshalb ist sie im direkten Sinne dual, denn sie ist nicht nur die zärtliche Buhlerin, um immer neue Liebe, sondern auch die rasende Kriegsherrin, die Löwin der Schlachten.

Himmel und Erde, Sinnlichkeit und Mutterschaft, Empfängnis und Geburt, Kampf und Tod sind Pole, zwischen denen sich das Wirken Inannas vollzieht.

http://www.inanna.de/mythos.html



Inanna selbst bedeutet nichts anderes als Herrin des Himmels.
Die Silbe -an verweist auf ihre Verbundenheit mit dem Himmel (Himmelsgott An) . Andere Schreibweisen:
Innin
Innini
Inninna
Inana
Ninanna

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




Beiträge: 1.500

03.01.2011 15:11
#2 RE: 3.Januar Inanna antworten

Inanna - Tag (sumerisch)
Geburt der Herrin

Sie ist der Abendstern, und mit ihrer Geburt feiern wir die Geburt des Lichts. Den Sumerern zufolge >scheint unsere Herrin in den Armen der Mutter in der grauen Dämmerung<. Inanna ist eine Göttin mit grosser Macht über Liebende und Städte. Wenn man zu jenen gehört, die Angst vor Erfolg haben, betet man zu ihr. Sie hat mit der gleichen Angst gerungen und gesiegt.

Wer ist Inanna ? Im dritten Jahrtausend v. Chr. wurde bei den Sumerern, der Keimzelle der zivilisation, die komplexen Göttinen des Lebens, der Liebe und des Todes unter den Namen Inanna verehrt. Die Babylonier, die den Sumerern als Beherrscher des fruchtbaren Tals folgten, nannten sie Ishtar. Diese Göttin verkörpert die ganze Palette des Menschseins der Frauen, von der Jugendlichen, Geliebten und Mutter zur Zerstörerin und alten Frau. Sie versucht die schwierigste Umwandlung von allen, die der eigenen Seele, und steigt in die Unterwelt hinab, wo ihre Schwester und ihr alter ego Ereshkigal herrscht. Hier haben wir also eine Göttin von Himmel und Erde, die Herrin der Unterwelt werden will !

Es bedarf grosser Reife, freiwillig zu sterben, um die dunkle Seite des Lebens kennenzulernen. In der Unterwelt verliert Inanna alle Macht, ihren Schmuck, ihre Krone und ihre Zauberamulette. Sie ist nackt, machtlos, gedemütigt und ohne Stolz. Die fruchtbare Liebesgöttin wird in der Unterwelt von ihrer Schwester getötet. Indem sie den Tod erleidet, gewinnt sie Kontrolle über ihre Angst, ihren Hass und ihre Furcht. Inanna hat ein höheres Selbst, die Priester- Dienerin Ninsubar (die reine, sonnengleiche Energie), die sich für sie beim Gott der Weisheit einsetzt. Er schickt der einsamen Ereshkigal Geister als Gefährten, die in ihre Klagen einstimmen. Die unglückliche, einsame Königin der Unterwelt wird durch diese Geister von ihrem unendlichen Kummer befreit und bietet ihnen dafü Geschenke an, die sie jedoch ablehnen. Sie verlangen statt dessen den Leichnam Inannas, der sumerischen Königin. Ereshkigal, die durch ihre Gesellschaft sanfter geworden ist, gestattet die Wiedergeburt Inannas, öffnet die Tore des Todes für sie und lässt sie in ihr Reich zurückkehren.

Doch die Gesetzte des Todes gelten weiter, und Inanna muss für sich in der Unterwelt einen Ersatzt suchen. Die Anzahl der Toten muss gleichbleiben. Inanna besucht ihre Kinder, die um sie trauern, und ihre Oriesterin, die sie erwartet. Dann findet sie ihren Gatten, Dumunzi, der sich inzwischen des Throns bemächtigt und die Privilegien der Königin an sich gerissen hat. Sie bestimmt, dass er sie in der Unterwelt vertritt. Einmal im Jahr wird Dumunzi daher in die Dunkelheit verbannt, um seine eigene Verwandlung zu erleben. Wenn man eine Geschichte über Transzendenz sucht, sollte man sich stets an Königin Inanna erinnern, die klug und mutig war.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




Beiträge: 1.500

03.01.2011 15:13
#3 RE: 3.Januar Inanna antworten

Inanna ist die Urgöttin und wird auch als Ur-Liebesgöttin verehrt. Die fruchtbare Liebesgöttin Inanna hat grosse Macht über die Liebenden, zudem ist sie mutig und klug. Inanna ist der älteste bekannte Festtag für Liebespaare und ein Tag mit sehr starker Liebesmagie.
Die Liebesspiele beschränken sich nicht auf Ehepartner oder feste Partnerschaften, denn gerade zur Feier von Inanna vereinen sich die Menschen gerne wild und orgiastisch, ohne Rücksicht auf soziale Klassen oder Familienbanden.

Die Geschichte von Inanna, der Urgöttin der Liebe, ist noch in Fragmenten auf über 4000 Jahre alten Tontafeln nachzulesen. Dort steht:
Ihr Großvater Enki überreichte ihr während eines festlichen Gelages die „me-Kräfte“, die Merkmale der Zivilisation:
„Meiner Tochter Inanna werde ich geben Wahrheit, Abstieg in die Unterwelt, Auferstehung aus der Unterwelt, die Kunst des Liebens, das Küssen des Phallus“.
Neben der Liebeslust verfügte Inanna also auch über die Wahrheit, den Tod und die Wiedergeburt. Enki versuchte später, die „me-Kräfte“ zurück zu bekommen, aber Inanna nahm sie mit in ihren Himmel.
Inanna saß unter einem Apfelbaum. Die junge Frau jauchzte über ihre schön anzusehende Vulva und beglückwünschte sich selbst zu ihrer Schönheit. In ihr erwachte sexuelles Verlangen und sie sang ein Lied zu Ehren ihrer Vulva. In diesem Lied verglich sie diese mit dem jungen Mond. Sie sang:
„Was mich betrifft, Inanna, wer wird meine Vulva pflügen? Wer wird mein reifes Feld pflügen? Wer wird meinen feuchten Boden pflügen? Was mich betrifft, die junge Frau, wer wird seinen Stier daran anschirren?“

König Dumuzi antwortete, dass er ihre Vulva pflügen wolle. So befahl sie ihm: „Pflüge meine Vulva, Mann meines Herzens“. Das Liebesspiel war heilig, erhaben und für die Beiden lustvoll. Es war nicht nur auf die Fortpflanzung ausgerichtet. Die Zeilen über den süßen Geschmack der Vulva und ein Bild, auf dem Dumuzis Gesicht zwischen Inannas Schenkeln zu sehen ist, gelten als starke Zeichen eines lustvollen Liebesaktes.

Sexuelle Freude genoss ein hohes Ansehen, ähnlich der anderen Kulturgüter des Menschen. Das Liebesspiel wurde als höchster Ausdruck menschlicher Schöpferkraft betrachtet und als komplexe und lustvolle Aktivität gesehen. Das Liebesspiel ist also ein Akt, dessen Bedeutung über eine rein fleischliche Befriedigung oder das Bedürfnis nach Erhaltung der Art hinausgeht.

Keine Schöpfung ohne sexuelle Vereinigung. Daher haben Fruchtbarkeitsgötter ein reiches Sexualleben, denn sie erhalten damit die Fruchtbarkeit der gesamten Natur.

Legen Sie Ihrer Liebe heute morgen einen Zettel mit dem Hinweis auf Inanna in die Unterwäsche. Dazu ein kleine Aufmerksamkeit/Blume/Süßigkeit, als Vorgeschmack auf einen süßen Abend. Seien Sie früher als Ihre Liebe zu Hause und beginnen Sie in Ruhe mit den Vorbereitungen: Hängen Sie über Ihre Haustüre ein großes Blatt mit folgender Inschrift aus dem Tal der Königinnen auf:
„Werdet nicht müde des Essens, des Trinkens, des Rausches und der Wollust“.

Legen Sie eine Fährte von der Haustüre bis zum Ort für Ihr Liebesspiel. Diese Fährte besteht aus Rosenblättern, Schokolade, Herzen, Pralinen, Kerzen und Zetteln mit Liebesbotschaften. Am Ziel verstreuen Sie Rosenblätter und stellen Champagner bereit. Dann duschen Sie und cremen sich wohlriechend ein. Wählen Sie eine geeignete Hintergrundmusik und warten Sie auf Ihre Liebe.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




Beiträge: 1.500

03.01.2011 18:29
#4 RE: 3.Januar Inanna antworten

zu Inanna mehr unter:

topic.php?id=65

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

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