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Dieses Thema hat 6 Antworten
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 Göttinnen
Linoma Offline




Beiträge: 1.500

02.04.2010 22:00
RE: Isis antworten

Isis

(„die Alte”) Sie ist die Große Mutter der alten Ägypter. Schon in Inschriften alter Königsgräber aus der Zeit um 2300 vor ist sie als eine der bedeutendsten Gottheiten genannt.

Sie gilt als Tochter der Erde Geb und dem Himmel Nuth und Gattin des Osiris, doch war sie in älterer Zeit wohl deren aller Urmutter, die um 2850 vor in das ägyptische Pantheon eingegliedert wurden. Von ihrer ursprünglichen Bedeutung zeugen ihre unzähligen Titel und Selbstzeugnisse, z. B.


„Ich, Isis, zauberkräftiger und ehrwürdiger als die übrigen Götter”

oder

„Ich bin das All, das gewesen ist, das noch ist, und das sein wird
und meinen Mantel hat noch kein Sterblicher aufgedeckt”

Sie ist die Jungfrau, die alles aus sich selbst heraus hervorbringt.

Ihr Gatte und Bruder Osiris regierte als göttlicher Pharao, der als Kulturbringer und Lehrer durch Ägypten zog. Derweil der unterwegs war, führte Isis als weise Herrscherin die Regierung, so daß ihnen beiden die frühen Ägypter Kultur und Sitte brachten. Isis brachte den Menschen die Kunst des Getreidebaus, des Webens, sie war Heilerin und Zauberin und begründete die Ehe.

Eines Tages lud ihr gemeinsamer Bruder Seth zu einem Fest. Zu diesem Anlaß führte er den Gästen eine kostbare Lade vor. Wer darin vollkommen Platz fände, verkündete Seth, dem solle der kostbare Schrein gehören. Als Osiris sich hineinlegt, schlägt Seth den Deckel zu und seine Komplizen nageln die Lade wie einen Sarg zu.

Samt seinem lebenden Inhalt werfen sie die Lade in den Nil, wo sie ins Mittelmeer hinaustreibt und endlich bei Byblos an der Küste Phöniziens strandet. Unterdessen hatte sich Isis auf die Suche nach ihrem geliebten Gatten gemacht. Mit Anubis wandelt sie trauernd umher, ihre Tränen lassen den Nil zur ersten Nilschwemme anschwellen. Doch als sie endlich die Lade mit dem mittlerweile gestorbenen Osiris finden und nach Ägypten zurücktragen.

Als Seth davon erfährt, zerstückelt er den Leichnam des Osiris und zerstreut seine Teile in der ganzen Welt. Die treue Isis sammelt die Einzelteile wieder ein und mit Hilfe des der Mumifizierung kundigen Anubis gelingt es, den Zerhackten wieder zusammenzusetzen, der Gott Thot leitet die ordnungsgemäße Bestattung. Isis kann so noch schwanger von Osiris werden, indem sie sich auf seinen Sarkophag setzt und ihm durch schlagen mit ihren Falkenflügeln neues Leben einhaucht.

Osiris wird daraufhin König der Unterwelt, als Kind gebiert die Isis den Horus. Ihn vor Seth zu beschützen wird nun das Hauptaugenmerk der Göttin. Als er herangewachsen ist, tötet er den Vatermörder und herrscht fortan über Ägypten (oder Isis duldet derlei Bluttaten nicht und sorgt nur für eine Verurteilung des Seth durch ein göttliches Gericht).


Das Zeichen der Isis

Die „heilige Familie” aus Isis, Osiris und Horus entsprach menschlichen Erfahrungen so sehr, daß nicht verwunderlich ist, daß Isis eine der meistverehrtesten Göttinnen überhaupt wurde. Im Neuen Reich (1550 bis 1080) gingen in ihr als Universalgöttin mehr und mehr andere Göttinnen auf. Dargestellt wurde sie nun auch mit Sonnenscheibe und mit den Kuhhörnern (Füllhorn) der Hathor, als Gestirnsgöttin Isis Sothis war ihr die Nilflut zu verdanken (vgl. Sothis).

Einige ihrer vielen Beinamen sind Ägyptiaca, Athyri, Augusta, Bubasis, Campensis, Cornufera, Domina, Fructifera, Frugifera, Inachis, Linigera, Methyer, Muth, Myrionyma, Nilotis, Pelagia, Pharia, Regina, Salutaris, Triumphalis oder Victrix. Die in Saïs verehrte Neith wurde mit ihr gleichgesetzt.

Unter griechischem Einfluß, nach der Eroberung Ägyptens durch Alexander, wurde die „heilige Familie” hellenisiert. Horus wurde zu Har-pi-chrod, griechisch Harpokrates, Isis als seine ihn stillende Mutter zur Isis lactans, die sehr der Demeter ähnelte. Unverkennbar ist dieses Vorbild für spätere Darstellungen der christlichen Maria mit dem Jesuskinde. Osiris, der schon im selbständigen Ägypten in Sakkara bei Memphis mit dem heiligen Stier Apis als Osiris-Apis oder Osarapis verehrt wurde, wird nun der Sarapis, Gatte der Isis und wie sie Universalgottheit.

Als später die Römer Ägypten unter ihre Herrschaft brachten, verbreitete sich der Isis-Kult über die gesamte ihnen bekannte Welt und drang im Norden bis ins keltische Britannien und nach Germanien vor.

Der Isis wird eine besondere Liebe zu Musik und Tanz nachgesagt. Es heißt, auf der Isis Schiff erschalle nächtlicher Freudengesang. (GRIMM, 389

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Linoma Offline




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05.04.2010 21:19
#2 RE: Isis antworten

Isis Die ägyptische Göttin mit den geflügelten Armen, die erstgeborene Tochter von –> Nut, dem sich über alles wölbenden Himmel, und dem kleinen Erdgott Geb, wurde in den Sümpfen des Nils geboren, und zwar am Tag zwischen dem ersten und dem zweiten Jahr der Schöpfung. Von Anfang an blickte Isis mit freundlichen Augen auf die Menschen, lehrte die Frauen, das Korn zu mahlen, Flachs zu spinnen, Kleider zu weben und die Männer so zu zähmen, daß man mit ihnen leben konnte. Die Göttin selbst lebte mit ihrem Bruder Osiris zusammen, dem Gott der Wasser des Nils und der Vegetation, die hervorbricht, sooft der Fluß über seine Ufer tritt. Nachdem der geliebte Bruder von ihrem bösen Bruder Seth (–> Nephthys) getötet worden war, schnitt sich Isis vor Kummer das Haar ab und riß ihre Kleider in Fetzen. Dann machte sie sich auf, um die Leiche ihres Bruders zu suchen.

Schließlich erreichte Isis Phönizien, wo die Königin Astarte die jammervolle Göttin bemitleidete, aber nicht erkannte, und sie als Kindermädchen für den kleinen Prinzen anstellte. Isis wollte für den Knaben besonders gut sorgen und legte ihn deshalb wie ein Holzscheit ins Herdfeuer, wo die entsetzte Mutter ihn glühend fand. Sie holte das Kind aus dem Feuer - und machte so den Zauber der Unsterblichkeit unwirksam, den Isis dem Kind gerade verleihen wollte. (Eine ähnliche Geschichte wird von der trauernden –> Demeter erzählt.)

Isis wurde gerufen, um ihre Handlungsweise zu erklären. Sie gab sich als Göttin zu erkennen, und die überraschte Königin verriet ihr, daß Osiris unter der duftenden Tamariske im Garten des Palastes begraben sei. Isis brachte den durch die Wunderkraft des Baumes nicht verwesten Leichnam nach Ägypten zurück, um ihn dort zu begraben. Doch der böse Seth fand den Körper, stahl ihn und zerstückelte ihn.
So begann Isis' Suche von neuem, dieses mal nach einem Dutzend Leichenteilen, die gefunden und wieder zusammengesetzt werden mußten. Die Göttin entdeckte die Arme und Beine, den Kopf und den Rumpf ihres Geliebten, aber sie konnte seinen Penis nicht finden und ersetzte ihn durch ein Stück geformtes Gold. Dann ersann Isis die Kunst des Mumifizierens, die für die Ägypter von nun an eine außerordentlich wichtige Rolle spielen sollte, und vollzog am Körper des Osiris zum ersten Mal das später berühmte Balsamierungsritual. Der Gott erhob sich danach «so lebendig wie das Korn nach der Frühjahrsflut». Durch den goldenen Phallus des wiederbelebten Osiris empfing Isis auf wundersame Weise ein Kind und gebar den Sonnengott Horus.

Von der Zauberin Isis wird noch eine andere Geschichte erzählt: Entschlossen, Macht über alle Götter zu gewinnen, formte sie eine Schlange und schickte sie aus, um Re, den höchsten aller Götter, zu beißen. Krank und immer schwächer werdend, rief er nach Isis, damit diese ihre berühmten Heilkräfte auf diese Wunde anwende. Doch die Göttin behauptete, sie habe nicht die Macht, ihn vom Gift zu reinigen, solange sie nicht den geheimen Namen des Gottes, den Inbegriff seiner Macht, kenne. Re zögerte eine Weile, wobei ihm die letzten Kräfte zu schwinden schienen. Schließlich war er in seiner Verzweiflung bereit, ihr das gewünschte Wort zuzuflüstern. Isis heilte ihn, aber Re hatte ihr dafür bis in alle Ewigkeit seine Macht übergeben. (Ähnliches wird von –> Lilith und Jahwe erzählt.)

Als Isis geboren wurde, war der Name der Göttin Au-Set, was «Mehr als Königin» bedeutet oder auch «Geist». Die Griechen veränderten die Aussprache jedoch so, daß das Wort «Isis» herauskam. Unter diesem Namen wurde die Göttin vom Nildelta bis an die Ufer des Rheins bekannt - und verehrt. Wie –> Ishtar (von der eine ähnliche Geschichte vom Verlust und der Wiederherstellung des Geliebten überliefert ist) nahm Isis die Persönlichkeiten unbedeutenderer Göttinnen in sich auf, bis sie als die universale Göttin der Ägypter und auch anderer Völker galt, als die personifizierte vollkommene Weiblichkeit, von der andere Göttinnen nur einzelne Aspekte repräsentierten:
Sie wurde die «Herrin der zehntausend Namen», deren wahrer Name Isis war; und sie wurde zu Isis Panthea («Isis die All-Göttin»). Sie war der Mond und die Mutter der Sonne; sie war die trauernde Frau und die liebende Schwester, die Kulturbringerin und Spenderin der Gesundheit. Sie war der «Thron» und die «Göttin Fünfzehn». Sie ersetzte –> Hathor, die Himmels- und Unterweltsgöttin, Meri, die Göttin des Meeres, Sochit, die für das Korn Sorgende, und verschmolz mit –> Sothis zu Isisothis.

Für Millionen Anhänger des Isis-Kults war sie die Göttin, die «Alle Dinge in einem» ist und die versprach: «Ihr sollt meiner Gnade teilhaftig werden und unter meinem Schutz in Herrlichkeit leben. Und wenn ihr die euch zugewiesene Lebensspanne vollendet habt und zur Unterwelt hinabsteigt, werdet ihr mich auch dort leuchten sehen, wie ihr mich jetzt seht ... Und wenn ihr euch meiner Göttlichkeit gehorsam erweist, werde ich - als Einzige, die dies vermag - euch erlauben, euer Leben über die euch vom Schicksal zugewiesene Spanne auszudehnen.»

Die Göttin, die den Tod überwand, um ihren Geliebten wieder ins Leben zurückzurufen, vermochte ebenso leicht den Tod von ihren aufrichtigen Gefolgsleuten fernzuhalten. Nur eine unter den ägyptischen Gottheiten, die allmächtige Isis, konnte sich rühmen: «Ich werde das Schicksal überwinden.»

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Linoma Offline




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11.04.2010 14:59
#3 RE: Isis antworten

Die Herrin der Unterwelt
Schwarz gilt -als Farbe des dunklen Mutterleibes, aber auch der (schwarzen) Erde - als die Farbe von Fruchtbarkeits- und Muttergöttinnen. In Ägypten sind es vor allem die schwarze Isis und Anubis, der schakalköpfige Wächter am Tor der Gräber. Auch in der christlichen Lehre verehrt man schwarze Madonnen. Schwarz sind weiters die griechischen Unterweltgötter wie Charon, der Fährmann in die Unterwelt sowie Hekate, die Greisengöttin. Die Farbe verkörpert natürlich auch die Herren des Totenreiches selbst, Hades, Pluto und Cerberus.

Aus indischen Religionen ist uns ein besonderer Kult der Sonnenfinsternis, der schwarzen Sonne, bekannt. Dort bedeutet dieses Phänomen Unglück, da die Sonne als Lebensspender gilt, der durch die Finsternis verschlungen wird. Das kann man weiters im Islam und im Buddhismus beobachten. Auch hier wird das Verschlingen der Sonne als Unheil angesehen. In China erwartet man sich nach einer Sonnenfinsternis den Beginn eines neuen Zyklus, also den Beginn einer neuen Ära. Die schwarze Sonne ist somit eng verbunden mit der Symbolik der Zeit, die auch sonst im Archetyp des Schwarzen erscheint.

In der modernen esoterischen Literatur herrscht die verbreitete Annahme, dass die Göttin der Erde und des Mondes, als Isis verkörpert, aber auch unter zahllosen anderen Namen bekannt, eine geringere Macht sei als etwa der Sonnengott. Diese Vorstellung entspricht aber eher den Vorstellungen des Patriarchats. Abgesehen von den Anderswelt-Traditionen, die solche Hierarchien ablehnen, brauchen wir uns nur ein wenig umzusehen, um zu entdecken, dass Erde, Mond, Sonne und Sterne Gottheiten beiderlei Geschlechts manifestieren. Unter psychischen und spirituellen Aspekten macht die Art, wie wir uns diese Gottheiten vorstellen, ob als männlich, weiblich oder androgyn betrachtet, einen deutlichen Unterschied für uns selbst aus.
Merkwürdigerweise waren es patriarchalische und stark Vorurteilsbeladene, viktorianische Gelehrte, die vor über einem Jahrhundert entdeckten, dass es in den alten Religionen viele Beispiele für Sonnengöttinnen und Mondgötter gab, ein gut belegter Fundus, der von den modernen Bewegungen des Heidentums und des New Age praktisch ignoriert wird.

Die Anderswelt-Tradition, die weltweit in allen Kulturen existiert, bestätigt, dass man auf Licht stößt, wenn man nach unten geht, und dass dieses Licht transformiert und regeneriert. Die Wissenschaft sagt zwar, dass der materielle Kern des Planeten geschmolzene Masse sei, aber diese physikalische Tatsache betrifft nur einen möglichen Zustand oder Ausdruck des Körpers unserer Welt. Unser eigener Körper besteht zu einem großen Teil aus Wasser, doch wenn wir uns in der Vorstellung oder der Meditation nach innen wenden, löst sich unser Bewusstsein nicht in eine schleimige Zellflüssigkeit auf. Der Körper des Planeten und auch der des Bodens, auf dem wir leben, hat eine innere Dimension von Energie und Bewusstsein, genau wie der Menschliche Körper. Wir sind, egal ob Mensch oder Planet, nicht nur als körperliche Ausdrucksform vorhanden.

Es gibt in der Andersweit-Tradition Aspekte der Göttin, die besonders wichtig und stark sind. Wir können sie "die Schwarze Isis", „die Unten Weilende", die „Göttin der Unterwelt", die „Dunkle Mutter" und "die Weiße Isis", „die Oben Weilende", die universelle „Göttin der Sterne" oder "die Himmelsgöttin" nennen.
Doch egal, wie wir sie auch immer nennen, wir sprechen letztlich immer von der selben. Diese Gestalten bilden die beiden Polaritäten einer gänzlichen Einheit und sind einander in praktischer Hinsicht sehr nahe - wenn wir über sie meditieren oder sie visualisieren - aber sie sind nicht vom Menschen willkürlich austauschbar. Unsere Hexische Tradition kennt eine Abkürzung zur Erleuchtung, die vieles mit den Methoden gemeinsam hat, wie sie sich im tibetischen Buddhismus oder im Zen finden, auch wenn das nicht bedeutet, dass sie identisch seien. So brauchen uns prinzipiell gar keiner östlichen Variante zuwenden, weil wir in unserer Hexen Tradition bereits deutlich definierte und starke initiatorische Techniken finden können.

Die Ähnlichkeiten beruhen auf den Gemeinsamkeiten im menschlichen Bewusstsein, die Unterschiede beruhen auf kulturell-historischen und umweltbedingten Einflüssen sowie verschiedenen, psychischen Mustern, die nur durch die Arbeit mit der eigenen Tradition bis zu ihrem Ende transzendiert werden können.
Der „verkürzte Weg “ besteht unter anderem darin, sich einfach in die Unterwelt zu begeben und der Göttin zu begegnen. Für viele Menschen stellt das eine nicht angenehme Erfahrung dar, da diese Göttin im Laufe der letzten 1000 Jahre relativ negativ beladen wurde. Ein Beispiel ist die Frau Percht, welche ja nichts anderes als die „Schwarze Göttin“ symbolisiert. Percht bedeutet übersetzt „die strahlend schöne, die strahlend Helle".

Indem wir in die Unterwelt hinabsteigen, erreichen wir paradoxerweise nicht nur ein Verständnis und eine Erfahrung der Dunklen Göttin, der Macht des Gebens und Nehmens, sondern auch ihres universellen stellaren Aspekts. Zuerst taucht die zerstörerische, vernichtende Kraft auf, die wir fürchten, die dunkle Göttin, dann ihr universeller Aspekt- jenseits aller Vorstellungen vom Selbst oder von falschen Begrenzungen. In dieser Phase verstehen wir die Göttin als eine bewusste Kraft, die Zeit., Raum und Energie durchdringt.

Wir finden die bildlichen Vorstellungen dieser Göttin in verschiedenen Formen, in Mythen und Legenden, gerade solche Bilder sind besonders wirkungsvoll auf der inneren Ebene von Visualisierung und Kontakt. Im gegenwärtigen Kontext können wir Zwischenformen wie Kulturgöttinnen, Liebesgöttinnen, Kriegsgöttinnen und lokale weibliche Gottheiten ausschließen: Sie sind wie Perlen auf einer Schnur, die von der Unterwelt bis zu den Sternen reicht. Bei der Unterwelt-Initiation erkennen wir, dass das lineare Konzept dieser Schnur eine Illusion ist, dass die beiden Enden eins sind und das Bild eines Kreises oder einer Kugel ergeben. Dieser Kreis enthält das Universum in einer Dimension und den Planeten oder die Unterwelt in einer anderen: Die Göttin verwebt alle Dimensionen und Energien miteinander.

http://www.trudimonia-shop.de/Die%20Ande...der%20Hexen.php

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Linoma Offline




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28.08.2010 17:40
#4 RE: Isis antworten

7. Die Urkraft



In der Hermetik wird die Göttin Isis symbolisch mit einem schwarzen Schleier um hüllt. Dabei steht das Entfernen des Schleiers symbolisch für die Offenbarung des Lichts (vgl. Schlüssel des Lichts bzw. der Schlüssel Solomons).[1] Wem es gelingt, den Schleier der Isis zu lüften, der wird unsterblich.[2] Aus diesen Lehren entwickelte sich der Tanz der sieben Schleier, der auch als Tanz der Salomé bekannt ist. Ent gegen der allgemeinen Auffassung ist er kein Fantasietanz, da er durch die hermeti sche Lehre einen philosophischen Hintergrund erhält. Der Tanz wurde zu Ehren der Göttin Isis aufgeführt. Dabei legte eine Tänzerin nach und nach ihre sieben Schleier ab, um auf tänzerische Art und Weise (symbolisch) die sieben Geheimnisse des Universums zu enthüllen und die Theorie von Allem zu offenbaren. Für diesen Weltenplan bauten sie die Pyramiden.


Über den Sinn und Zweck der Pyramiden gibt der hermetische Grundsatz Auskunft: „Wie oben, so unten, wie unten, so oben“. Das Prinzip der Entsprechung spricht von der Stufenleiter des Lebens. Dabei ist Leben ohne die Kraft des Geistes unmög lich! Bereits der griechische Philosoph Platon führte im Zusammenhang mit dem Geist den Begriff thymos (altgriechisch θυμός, thymos, Lebenskraft) ein.


Die hermetische Philosophie des alten Ägyptens und Griechenlands erklärt im Prin zip der Geistigkeit, dass „das All – das die substantielle Realität ist, allen äußerlichen Manifestationen und Erscheinungen zugrunde liegt, […] Geist ist, der selbst unerkennbar und unerklärbar ist, der aber als universaler, schöpferischer Geist angesehen und gedacht werden kann“.[3]


Die Physik geht davon aus, dass das Universum im Urknall aus einem allumfassen den Zentrum entstanden ist, und dass alle bekannten Kräfte einer gemeinsamen Urkraft entstammen. Nach dieser Definition sind sie nichts anderes als verschie dene Erscheinungsformen dieser einen Kraft (der Kraft des Geistes! Anm. d. Verf.).[4]



Quod erat demonstrandum






Copyright © Lucifer



Quellen:


[1] An.: Den Schleier der Isis. Unter der Rubrik Symbole in Hermeticum.info. Online unter:
http://www.hermeticum.info/ge/home.html [Stand: 03.06.2010].

[2] Dem heiligen Gral zufolge ist der Tod nicht wirklich, weil das geistige All unendlich, absolut, ewig und unveränderlich ist
und der menschliche Geist Teil des unendlich lebenden Geistes ist. Vgl. Lucifer: Die Bundeslade,
Kapitel 6. Der heilige Gral, S. 66 Online unter:
http://www.ky-ba-lion.de/portal/index.ph...d=72:bundeslade
sowie Kapitel 7. Das verloren gegangene Wort für Gott, S. 75. Online unter:
http://www.ky-ba-lion.de/portal/index.ph...gene-wort-fuer-
gott&catid=72:bundeslade
[Stand: 25.06.2010]

[3] Kybalion, S. 26.

[4] Flegel, Ilka: Die Suche nach den Extra-Dimensionen. In: Die Welt der Physik, hrsg. vom Bundes-ministerium für
Bildung und Forschung und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. Online unter:
http://www.weltderphysik.de/de/940.php [Stand: 09.08.2009].

[5] Abb.: Tänzerin mit Schleier, Terracotta Figurine aus Myrina, ca. 150 – 100 v. Chr. (Foto: Jastrow, 2006).
In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie zum Begriff „Schleiertanz“. Online unter:
http://de.wikipedia.org /w/index.php?title=Datei:Veiled_dancer_Louvre_Myr660.jpg&filetimestamp=20060131090515 [Stand: 11.05.2010].

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Linoma Offline




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28.08.2010 17:42
#5 RE: Isis antworten

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[ Editiert von Administrator Linoma am 28.08.10 17:42 ]

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Linoma Offline




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12.01.2011 20:56
#6 RE: Isis antworten

Isis, die ägyptische Göttin der Wiedergeburt, spiegelt die wohl bekannteste mächtigste weibliche Persönlichkeit wieder. Die Göttin Isis war die erste Tochter von Geb, Gott der Erde, und Nut, Göttin des Himmels. Isis wurde am ersten Tag während der ersten Jahre der Schöpfung geboren und wurde von ihren menschlichen Nachfolgern angebetet.

Anders als die anderen ägyptischen Göttinnen, verbrachte Isis viel Zeit mit ihren Menschen, lehrte Frauen wie man Korn mahl und Brot backte, Flachs webte und Kleidung herstellte und wie man Männer genug zähmte um mit ihnen leben zu können. Isis lehrte ihren Menschen die Kunst des Lesens und Zeichnens und wurde als die Göttin der Medizin und Weisheit dargestellt.

Isis verkörperte die Eigenschaften aller Göttinnen unter ihr und führte sie. Sie wurde ein Vorbild für die zukünftige Generation von Frauen. Als Personifikation „vollständiger Weiblichkeit“ wurde Isis „Die Eine, die Alles ist“ genannt, Isis Panthea („Isis die All-Göttin“) und die „Lady der zehntausend Namen“.

Die Göttin Isis, eine Mondgöttin, schenkte Horus, dem Sonnengott, das Leben. Zusammen schufen und erhielten Horus und Isis alles Leben.

Isis wurde die mächtigste aller Götter der antiken Welt. Ra, der Sonnengott, hatte ursprünglich die größte Macht. Aber Ra war nachlässig und die Menschen litten sehr während seiner Herrschaft. Isis trickste ihn aus, indem sie seinen Speichel mit Dreck mischte, um eine giftige Schlange zu erschaffen, die ihn beißt. Er musste leiden und Isis bot ihm daraufhin an, ihn zu heilen. Er sagte zu.

Isis verriet Ra, dass sie, um sein Leiden zu beenden, seinen geheimen Namen aussprechen musste (welcher die Quelle der Macht über Leben und Tod war). Widerstrebend flüsterte er ihr den Namen zu. Als Isis den Namen aussprach während sie ihre Magie einsetzte, wurde Ra geheilt. Aber Isis eignete sich dann seine Macht über Leben und Tod an und wurde plötzlich die mächtigste der ägyptischen Götter, sie benutzte die Macht, um den Menschen Gutes zu Tun.

Isis wurde die Mutter des Lebens genannt, aber sie war auch als Bekannte des Todes bekannt. Ihre riesigen Mächte brachten ihr die Titel „Lebensschenkende“ und „Göttin der Magie“. Ihre bekannteste Geschichte besagt, sie ist gleichzeitig eine erschaffende Göttin und eine Göttin der Zerstörung.

Isis spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung der modernen Religionen, trotzdem wurde ihr Einfluss darauf fast vollständig vergessen. Sie wurde von der griechisch-römischen Welt verehrt. Während des vierten Jahrhunderts, als das Christentum im römischen Reich Fuß fasste, gründeten ihre Anhänger den ersten Madonna-Kult, um Isis` Seele am Leben zu erhalten. Manche Christen nannten sich selbst Pastophori, das bedeutet, die Hüter der Diener von Isis.... welches das Wort „Pastoren“ zum Urspung haben könnte. Der Einfluss von Isis wird im Christentum als glaubensvolle Ehefrau und liebende Mutter. In der Tat orientierten sich viele Mütter an der Art, wie liebend Isis mit ihrem Sohn Horus umging, so wurde sie auch als „Madonna mit Kind“ in der religiösen Kunst wiedergespiegelt.


Die Macht der Göttin Isis war auch in der Öffentlichkeit sehr tiefgründig. Ihre Rolle als Führerin in die Unterwelt wurde oft mit flügelartigen Amen in verteidigender Haltung dargestellt. Das Bild der Flügel von Isis wurde jedem Thron hinzugefügt, auf dem je ein ägyptischer Führer saß, damit Isis ihn beschützen konnte.


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Linoma Offline




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12.01.2011 21:09
#7 RE: Isis antworten

Göttin Isis ist eine altägyptische Göttin und die mächtigste Göttin aller Zeiten, denn sie ist DIE Muttergöttin, somit auch eine Fruchtbarkeitsgöttin, Erdengöttin und Vergetationsgöttin, eine Mondgöttin und eine Himmelsgöttin. Sie regelt in ihren Funktionen den gesamten Lebenskreislauf und ist außerdem die Gebieterin über die Elemente und die Beherrscherin des Wassers. Sie ist die erstgeborene Tochter der Göttin Nut (Göttin des Nachthimmels) und dem kleinen Erdgott Geb. Ihr ursprünglicher Name war Au-Set, was übersetzt "mehr als Königin" oder auch "Geist" heißt und möglicherweise von ashed abstammt, was "ausgießen" oder "ernähren" bedeutet und auf eine göttliche Essenz schließen lässt (Milch oder Blut), mit der sie andere Geschöpfe (Menschen oder Götter) ernährt. (Das Trinken von Milch war ein immens wichtiger Bestandteil der Inaugurationszeremonie im gesamten Pharaonenreich). Die Pharaonen saßen auch immer auf einen Thron (königlicher Thron), der als Isis Schoß angesehen wurde, denn die Schriftzeichen ihres Namens bedeuten auch das Wort "Thronsitz" (Die Pharaonen waren somit durch die Arme und die Flügel der Göttin Isis beschützt, die auch als deren symbolische Mutter angesehen wurde).

Jedoch veränderten die Griechen später die richtige (ägyptische) Aussprache dieser Göttin (Au-Set) so dermaßen, sodass am Ende der noch heute übliche Name Isis herauskam. Aber als eine der wichtigsten (verehrten) Gottheiten, hat man sie sowieso mit unzählbar vielen Namen angerufen. Einer ihrer heiligsten Namen war vermutlich Iusaaet, was "die Worte Wählende" oder auch "die Worte empfangende Göttin" heißen soll und darauf hindeutet, dass sie ihrem Volk u. a. die Sprache schenkte. Auf alten Darstellungen sieht man Göttin Isis oft, wie sie mit ihren ausgebreiteten Schwingen ihre Menschen(kinder) beschützt oder sie wird mit einem Mondschiff dargestellt. Häufig hält sie auch eine Mondsichel in Händen bzw. trägt eine am Kopf aber diese Mondsichel wird auch in Form von Kuhhörnern dargestellt, in denen die Sonnenscheibe bzw. die Vollmondscheibe ruht. Manchmal ist Isis auch mit einem Kuhkopf auf Abbildungen zu sehen und die Kuh als einer ihrer Erscheinungsformen, führte später oft zu Verwechslungen mit Göttin Hathor (eine Göttin der Liebe bzw. der Sinnesfreuden). Wegen ihrer mütterlichen Eigenschaften wurde sie jedoch auch ab und zu als Sau dargestellt, aber ihre Tiere sind vor allem die Hunde, welche ihr immer zur Seite stehen.

Als eine Schöpfungsgöttin (Muttergöttin) ist die Gottheit Isis dafür verantwortlich, dass alles Leben wächst und gedeiht, denn sie gebar einen Sonnenstern, der zum ersten Mal über der Erde aufging und sie in Licht und Wärme tauchte. Ihr Symbol ist daher auch ein bekannter Stern Namens Sirius. Als Fruchtbarkeitsgöttin ist sie deshalb für die jährlichen Nilüberschwemmungen verantwortlich, die mit der ersten morgendlichen Sichtbarkeit des Sterns Sirus beginnt. Als mächtige Göttin der Magie und Heilkunst, vermag sie es, die Toten zum Leben zu erwecken. Sie kann aber auch als Vogelgöttin in beliebige Welten fliegen und ist somit die Hüterin der Weisheit des gesamten Universums, die darum selbst das vollkommene Wissen hat. Außerdem steht sie auch für die Transformation und die zweifache Geburt (Wiedergeburt), denn Vögel werden (laut altägyptischen Glauben) immer zweimal geboren (einmal als Ei und noch einmal als Kücken). Göttin Isis ist aber ebenso eine listige Göttin, denn sie erfand die Kobra und nützte ihren giftigen Biss um den (bis dato) höchsten Gott Re (Sonnengott) seinen geheimen Namen und damit den Schlüssel zu seiner Macht und zu seinen Mysterien zu entlocken, die dann auf sie übergingen. Sie und ihre Zwillingsschwester Nephtys (Göttin der Toten und der Geburt) sind auch noch die Gebieterinnen der Ober,- und Unterwelt, also der bekannte Aspekt von Schöpfung und Zerstörung, der Mutter des Lebens und der Greisin des Todes, die immer untrennbar miteinander verbunden sind.

Ausgehend vom alten Ägypten wurde Göttin Isis später überall in der griechisch-römischen Welt und auch sogar bis hin zum Rhein-Gebiet (Gallien) verehrt. Um ca. 80 v. Chr. gelangte der Isis-Kult dann auch noch nach Rom und blühte dort im gesamten römischen Reich, bis er jedoch (ca. vier Jahrhunderte später) vom Christentum verdrängt wurde. Die Göttin Isis selbst wurde allerdings weniger verdrängt, als vielmehr absorbiert und mit der Jungfrau Maria gleichgesetzt. Die Entwicklung des Madonnenkults stützte sich in weiten Teilen nämlich auf die Form dieser Isis-Verehrung, denn Isis mit dem Horusknaben am Schoß sitzend, wurde zu Maria mit dem Jesuskind. Göttin Isis ist aber eine allumfassendere Göttin und sie kann auch praktisch in allen Belangen um Unterstützung gebeten werden, speziell jedoch für jede Art der Heilung (auch jene mit unkonventiellen Mitteln). Außerdem segnet sie alle Vorhaben der Frauen, sowie ihren Lebensweg und bietet den besonders Hilfsbedürftigen unter ihnen, ihren Schutz an, indem sie diese mit ihren weiten Schwingen umschließt. Isis ist das "war", das "ist" und das "was sein wird", also der Inbegriff des Seins. Dieses Selbstverständnis überträgt sie gerne auf die Frauen, indem sie diese lehrt, sich selbst zu "nähren" und aus sich selbst heraus zu gedeihen. Natürlich sorgt sie aber auch für den Schutz der Kinder und für eine wirkungsvolle Magie.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

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