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Dieses Thema hat 32 Antworten
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 Franz Bardon
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Linoma Offline




Beiträge: 1.500

20.10.2010 19:26
#16 RE: Magsiche Schulung antworten

Magische Körper-Schulung - Stufe 8
- Magische Beeinflussung durch die Elemente
- Fluid-Kondensatoren:
a) einfache Kondensatoren
b) zusammengesetzte Kondensatoren
c) Fluid-Kondensatoren für magische Spiegel
d) die Zubereitung eines magischen Spiegels mit Hilfe von Fluid-Kondensatoren

Beherrscht der Magier alle bisherigen Praktiken der magischen Körperschulung, bedarf er hierin keines Spezialunterrichtes mehr. Deshalb gebe ich in den weiteren Kapiteln der magischen Körperschulung einige Belehrungen und Anregungen für einen eventuellen Gebrauch. Nachstehend folgt eine Beeinflussungsmethode durch die Elemente, die der Magier zu seiner eigenen wie zur Beeinflussung anderer Menschen verwenden kann.


Magische Beeinflussung durch die Elemente

Bei dieser kommen ohne Rücksicht darauf, ob es sich um eine Selbstbeeinflussung oder um Beeinflussungen anderer Personen handelt, den Elementen entsprechend vier Methoden in Frage. Diese sind:

1. Feuer - durch Verbrennung,
2. Luft - durch Verdampfung,
3. Wasser - durch Vermischung und
4. Erde - durch Verwesung.

Es ließen sich hunderterlei Variationen und Beeinflussungsmöglichkeiten durch die Elemente anführen, worüber ein Buch geschrieben werden könnte. Ich will mich auf ein Beispiel von jedem Element beschränken. An Hand dieses Beispieles kann der Magier selbst seine praktische Seite bereichern und sich solche Praktiken allein zusammenstellen.

Diese vier Methoden wirken auf die subtilste Astralmatrize der grobstofflichen Welt und veranlassen die Elemente dieser Ebene dazu, ihren Einfluß überall dort auszuüben, wo der Magier sie indirekt wirken läßt. Handelt es sich um die Beeinflussung eines Menschen, so wirken die grobstofflichen Elemente mit ihren Analogien auf den Verbindungsstoff zwischen dem Astral- und dem grobmateriellen Körper.

Ein Magier, der die Elemente in jeder Ebene vollkommen beherrscht, benötigt keine von diesen Methoden, er erreicht sein Ziel durch direkte Einwirkung gerade so schnell und sicher. Aber hin und wieder bedient sich auch der höchste Magier der niedrigeren Kräfte, weil ihm sowohl die höchsten wie die niedrigsten Kräfte dienen und gehorchen. Weniger reife Magier dagegen gebrauchen gerne diese niedrigen Praktiken, um ihre Wünsche verwirklichen zu können, denn diese Kräfte gehorchen blindlings dem Willen des Magiers, der sie zu beherrschen weiß.

Nun wird man vielleicht die Frage stellen, wozu diese niedrigeren Kräfte und somit Methoden verwendbar sind? Diese Frage beantworte ich mit zwei Beispielen:
Nehmen wir an, daß ein in der Magie noch wenig bewanderter Schüler einen höheren Bruder um Hilfe angeht, weil er beim besten Willen nicht imstande ist, eine Leidenschaft, Vererbung oder dergleichen allein zu bekämpfen oder zum mindesten viel Zeit damit verlieren würde, bevor er dieser Leidenschaft Herr geworden ist und sie ausgeglichen hat.

Der höhere Bruder hat die Möglichkeit, auf das der Leidenschaft entsprechende Element laut der entsprechenden Methode einzuwirken und bei dem Schüler die negative Form des ihn beeinflussenden Elements entweder abzuschwächen, damit der Schüler seine Leidenschaft leichter bekämpft, oder er kann den Einfluß des Elements sogar ganz aufheben.

Das zweite Beispiel: Angenommen, ein Magier hätte eine sehr langwierige chronische Erkrankung durch die Elemente zu behandeln. Ein paar direkte Behandlungen würden nicht ausreichen, um die Krankheit zu bekämpfen, und ein oftmaliges Wiederholen wäre zu zeitraubend. In solchen Fällen kann sich der Magier dieser Kräfte als mithelfender Faktoren bedienen.

Solche und ähnliche Fälle gibt es viele, wo dem Magier die Elemente dieser Kategorie behilflich sein können. Ein Magier kann sich aller Kräfte, die er kennt, bedienen. Hauptsache ist, daß seine Gesinnung und die Motive edel sind, denn er vertritt den Standpunkt, daß dem Reinen alles rein bleibt. Bei den Arbeiten mit allen vier Methoden hat der Magier drei Wirkungsbereiche:
1. Die sofortige Wirkung;
2. Die terminierte Wirkung, die zeitlich begrenzt ist;
3. Die Dauerwirkung, die mit der Zeit abflaut und ganz erlischt, wenn die Operation nicht erneuert wird.

Anschließend die Beschreibung der praktischen Arbeit.

Die Beeinflussung durch das Feuerelement

Verbrennung
Leg dir ein Stück Flanell oder Fließpapier - im Notfall kann es auch gewöhnliches Papier sein - in der Größe von ca. 10 x 10 cm zurecht. Tränke es mit einem beliebigen fluidischen Kondensator und lasse es allmählich trocknen. Dann legst du das vorbereitete Papier vor dich hin und konzentrierst mittels Imagination durch die groben Elemente deinen Wunsch, den du erfüllt haben möchtest, hinein.

Vergiß dabei nicht, die Wirkung zu terminieren, d. h. ob eine sofortige, eine zeitbegrenzte oder eine Dauerwirkung eintreten soll. Ist das Papier mit deinem Wunsch vollgeladen, verbrennst du es in einer Feuersglut oder über einer brennenden Kerze. Beim Verbrennen konzentrierst du nochmals, daß sich durch das Verbrennen des Papiers oder Flanells die Kraft auslöst und die groben Elemente dazu bewegt, die gewünschte Wirkung auszulösen.

Die übriggebliebene Asche ist magisch wertlos und wie jede andere Asche zu behandeln. Bei diesem Experiment kannst du die Wirkung auch so formulieren, daß sich bei der betreffenden Person, für welche die Operation gemacht wird, die Wirkung sofort einstellt, sobald sie etwas Warmes ißt, trinkt, in eine warme Stube tritt oder sonstwie mit einem Wärmefaktor in Berührung kommt.

Durch die Operation besteht die Möglichkeit, das Feuerelement in das Papier hineinzuprojizieren, mit einem Wunsch zu laden und dem universalen Feuerelement oder dem Akashaprinzip zwecks Auslösung der Wirkung zu übergeben. Es läßt sich noch verschiedentlich vorgehen, aber dieses Beispiel dürfte genügen, um dem Magier einen Hinweis in dieser Richtung zu geben.

Die Beeinflussung durch das Luftelement

Verdampfung
In eine kleine Schüssel oder Schale aus beliebigem Metall gieße man nur soviel gewöhnliches Wasser, daß es einige Millimeter den Boden bedeckt. In das Wasser kommen einige Tropfen eines für das Wasser in Betracht kommenden fluidischen Kondensators.

Ist ein solcher nicht bei der Hand, kann auch der universale fluidische Kondensator genommen werden. Nun verfährst du dabei genauso, wie bei dem vorigen Element gesagt, indem du deinen Wunsch in die Flüssigkeit hineinkonzentrierst. Hierauf stellst du das Tellerchen auf die heiße Ofenplatte, Gas- oder Spiritusflamme - ein elektrischer Kocher ist nicht zu benützen - und läßt die mit dem Wunsch geladene Flüssigkeit verdampfen.

Dabei konzentriere man in den Dampf, daß der Wunsch vom Luftelement aufgesogen und das subtilste Luftprinzip veranlaßt wird, den Wunsch zu realisieren. Du konzentrierst dabei solange, bis der letzte Tropfen der Flüssigkeit verdampft ist, womit du das Experiment beendest. Bei der Wunschimprägnierung kannst du den Befehl hineinlegen, daß die zu beeinflussende Person bei jedem Atemzug das Luftprinzip in sich aufnimmt, wodurch sich der Wunsch zu realisieren beginnt. Dies ist nur ein Beispiel, und ähnliche Varianten der Beeinflussung durch das Luftelement kann sich jeder Magier selbst zusammenstellen.

Die Beeinflussung durch das Wasserelement

Vermischung
Nimm einen neuen Becher, Glasteller oder eine kleine Vase und begib dich zu einem fließenden Wasser - an eine Quelle, einen Bach oder Fluß. Trachte bei dem Experiment unbeobachtet zu sein. Das Gefäß füllst du mit Wasser und schüttest einige Tropfen jenes fluidischen Kondensators hinein, der sich für das Wasserelement eignet.

Im Notfall nimmst du einen universalen fluidischen Kondensator. Sodann verfährst du wie beim vorigen Element, indem du die Wunschimprägnierung vornimmst. Ist das zubereitete Wasser mit deinem Wunsch gehörig geladen, schüttest du das imprägnierte Wasser fast ekstatisch flußabwärts und erteilst den Befehl, den die subtilsten Teile des Wasserelementes prompt ausführen.

Kommt die zu beeinflussende Person mit dem Wasserelement irgendwie in Berührung, z. B. beim Waschen, Trinken, durch den Regen usw., wird das Wasserelement sofort tätig und löst die gewünschte Wirkung aus. Dieses Beispiel dürfte genügen, und der Magier stelle sich an Hand dessen verschiedene individuelle Methoden, die genauso wirksam sein werden, selbst zusammen.

Die Beeinflussung durch das Erdelement

Verwesung
Beim Arbeiten mit diesem Element kann man auf zweierlei Art vorgehen.
1. Genauso wie im vorigen Experiment angegeben, indem man Fluß- oder Regenwasser benützt - Wasser aus der Leitung ist nicht zu nehmen -, in das man etwas fluidischen Kondensator schüttet, der dem Erdelement entspricht.

Man kann auch einen universalen fluidischen Kondensator verwenden. Mit dem fluidischen Kondensator läßt sich auch direkt arbeiten, ohne ihn erst mit Wasser zu verdünnen, indem man die imprägnierte Flüssigkeit nicht ins Wasser, sondern mit der festen Konzentration in die Erde schüttet, damit diese die Flüssigkeit aufsaugt und das Erdelement die gewünschte Wirkung auslöst.

Für dieses Experiment wählt man nicht die Straße, wo Menschen verkehren, sondern einen kleinen Platz im Garten, auf der Wiese oder im Feld. Hat man in der Großstadt keine Möglichkeit dazu, genügt auch ein Blumentopf mit etwas Erde.

2. Man nehme einen Apfel, eine Birne oder noch besser eine Kartoffel und bohre mit einem Kartoffelschäler oder Messer ein Loch hinein, in das man einen, am besten der Erde zusagenden fluidischen Kondensator schüttet.

Im Notfall ist auch der universale Kondensator zu verwenden. Nun verfahre man ebenso wie vordem, indem man die Kartoffel mit der Wunschimprägnierung ladet. Sodann vergräbt man die Kartoffel in der Erde. Bei jeder Manipulation konzentriert man, daß das Erdelement die gewünschte Wirkung auslöse.

In diesen Abschnitt gehört auch die Sympathie- und Mumialmagie, die sogenannte Transplantation, bei der man aber nicht mit fluidischen Kondensatoren arbeitet, sondern mit Mumien; das sind Bestandteile des Körpers, wie Haare, Nägel, Blut, Schweiß, Harn u. dgl. Diese niedrige magische Art wollen wir hier nicht näher beschreiben, da sich diese Praktiken jeder Magier, wenn er sie verfolgen will, selbst zusammenstellt.

Diese zwei Beispiele genügen, um die Beeinflussung mit dem Erdelement erklärlich zu machen. Der Magier kann sich nach diesen Angaben weitere Methoden selbst ersinnen, wobei ihm seine Intuition immer das Richtige eingeben wird. Wie aus den Beispielen hervorgeht, ist der Magier respektive sein geschulter Wille der maßgebende Faktor, der mittels Imagination die Universalelemente dazu bewegt, die gewünschte Wirkung zu vollbringen.

Er kann die Operation beliebig wiederholen, bis der gewünschte Erfolg erreicht ist. Auch für sich selbst, also fiir die Selbstbeeinflussung, kann der Magier diese Experimente unternehmen. Es gibt noch eine andere Art der Selbstbeeinflussung, wo die Wesen der Elemente, die sogenannten Salamander, Feen, Nixen und Gnomen, mit Hilfe der Elemente die angestrebte Wirkung ausführen. Wie solche Wesen gerufen werden, um sich sichtbar zu machen und dem Magier dienlich zu sein, veröffentliche ich in meinem zweiten Werk, betitelt: »Die Praxis der magischen Evokation«.

Die fluidischen Kondensatoren

Jeder Gegenstand läßt sich mit jedem Fluid, ob elektrisch oder magnetisch, ob mit den Elementen oder mit Akasha geladen, mit Hilfe der Imagination und des Willens beeinflussen. Laut den Analogiegesetzen und laut Erfahrungen hat sich aber gezeigt, daß nicht jeder Gegenstand und nicht jede Flüssigkeit geeignet sind, eine gestaute Kraft lange festzuhalten oder zu akkumulieren.

Ähnlich wie die Elektrizität, der Magnetismus und die Wärme gute und schlechte Leiter haben, verhält es sich mit den höheren Kräften. Die guten Leiter haben eine enorme Akkumulationsfähigkeit, da sie die hineinkonzentrierten Kräfte aufspeichern und beliebig in sich behalten können. Solche Akkumulatoren werden in der hermetischen Wissenschaft »Fluidische Kondensatoren« genannt. Es gibt drei Hauptgruppen von fluidischen Kondensatoren: 1. feste, 2. flüssige und 3. luftförmige.

In die Hauptgruppe der festen fluidischen Kondensatoren gehören vor allem Harze und Metalle, wobei von den Metallen das Gold den höchsten Rang einnimmt. Winzige Spuren, ja sogar nur Atomteilchen des Goldes verleihen einer jeden Flüssigkeit eine fabelhafte Kondensationsfähigkeit. Deshalb wird Gold in geringen Mengen einem jeden fluidischen Kondensator beigefügt. Darüber jedoch später.

In die zweite Gruppe gehören aus Harzen zusammengestellte Lacke, Öle, Tinkturen und Extrakte, die aus bestimmten Pflanzen zusammengesetzt und hergestellt sind. Wie von den festen Körpern Gold den höchsten Rang einnimmt, da es analog der Sonne ist, also der Sonnen- und Lichtkraft entspricht, sind von den flüssigen Körpern das menschliche Blut und der Samen - Sperma - das Gold. Mitunter kann damit Gold vollkommen ersetzt werden, denn winzige Spuren von Blut oder Sperma in eine Flüssigkeit gegeben, verleihen dieser eine ausgezeichnete Akkumulationsfähigkeit.

In die dritte Gruppe gehören Räucherungen, Düfte Riechwasser -, Verdunstungen, über die ich aber nicht näher sprechen werde, da sie für die magische Praxis weniger in Frage kommen. Im übrigen kann ich sowieso nur die wichtigsten fluidischen Kondensatoren beschreiben, die für die Praxis benötigt werden, denn wollte ich alle Arten hier anführen, ferner ihre Herstellungsweise, Anwendungsmöglichkeit, außerdem noch die Edel- und Halbedelsteine berücksichtigen; die vorzügliche Kondensatoren sind, würde diese Abhandlung allein zu einem umfangreichen Band heranwachsen.

Es gibt zwei Arten der Zubereitung von fluidischen Kondensatoren, und zwar die einfachen oder universalen, die aus einem Stoff oder einer Pflanze zubereitet und fast für jeden Zweck zu gebrauchen sind. Die zweite Art sind zusammengesetzte fluidische Kondensatoren, die aus mehreren Stoffen oder Pflanzen zubereitet werden und besonders starke akkumulatorische Fähigkeiten besitzen.

Da jedem flüssigen fluidischen Kondensator als Zusatz ein ganz kleines Quantum Gold beigefügt wird, muß der Magier sich dasselbe zuerst besorgen. In Spezial-Photogeschäften erhält man wasserlösliches Goldchlorid, das sogenannte Aurum chloratum, welches zum Tönen von photographischen Papieren verwendet wird. Ein Gramm dieses Goldchlorids in 20 g destilliertem Wasser aufgelöst, gibt eine wunderbare Goldtinktur.

Von dieser Goldtinktur genügen 5-10 Tropfen für ca. 100 Gramm fluidische Kondensatoren-Flüssigkeit. Diejenigen, die in Laboratoriumsarbeiten bewandert sind, können sich durch die Elektrolyse selbst eine Goldtinktur herstellen. In homöopathischen Apotheken oder dort, wo homöopathische oder elektrohomöopathische Heilmittel geführt werden, dürfte sich leicht ein Goldpräparat erwerben lassen.

Die homöopathischen Goldmittel sind meist Verdünnungen von Goldchlorid oder durch elektrolytischen Vorgang hergestellte Tinkturen, wie z. B. Aurum chloratum D1-D3, Aurum muriatieum D1-D3 oder Aurum metallicum D1-D3. Der homöopathische Arzneimittelkenner weiß, daß das große D = Dezimalpotenz ist.

Hast du weder die eine noch die andere Möglichkeit, dir so eine Goldtinktur zu verschaffen, so bleibt dir nichts anderes übrig, als dir dieselbe nach dem Rezept der alten Alchimisten selbst herzustellen, was sehr einfach ist: du nimmst ein Stück Gold bester Qualität - kein Neugold -, je mehr Karate, um so besser. Das übliche 14karätige Gold erfüllt auch seinen Zweck.

Die Form des Goldstückes spielt keine Rolle, und es kann ebensogut ein Ring, eine Brosche, Kette oder der Deckel einer Uhr sein. Weiter verschaffst du dir etwas destilliertes Wasser, im Notfall kann es auch Regenwasser sein. In ein kleines Gefäß schüttest du soviel Wasser an Gewicht, daß es zehnmal dem Gewicht des Goldes entspricht.

Steht dir z. B. zehn Gramm Gold zur Verfügung, so gibst du dazu 100 Gramm destilliertes Wasser. Das Goldstück erhitzt du an einer offenen Flamme bis zur Rotglut und wirfst es nachher in das destillierte Wasser. Dabei ist darauf zu achten, daß der Draht, an dem das Goldstück befestigt ist, oder die Zange, mit der man das Goldstück hält, nicht ins Wasser mit eingetaucht wird.

Am besten eignet sich ein Haken aus Draht, von dem man das rotglühende Goldstück abwirft. Durch das rasche Abkühlen zischt und spritzt gewöhnlich das Wasser, und man muß vorsichtig sein, um vom spritzenden heißen Wasser nicht verbrannt zu werden. Namentlich Achtung auf die Augen! In das destillierte Wasser darf lediglich nur das reine Gold fallen. Beides - Wasser wie Gold - läßt man abkühlen und wiederholt diese Prozedur sieben- bis zehnmal.

Eine 7-10malige Abkühlung des Goldes genügt vollkommen, denn durch die jeweilige Abkühlung verdampft auch viel Wasser, insbesondere, wenn man mit einer kleinen Dosis Wasser arbeitet. Durch das rasche Abkühlen des Goldes - Oxydierung - lösen sich winzige Atomteilchen von demselben, und das Wasser wird so mit Gold gesättigt.

Die alten Alchimisten haben dieses gesättigte Wasser oder eine andere pflanzliche Essenz, die mit glühendem Gold abgeschreckt wurde, die »Quintessenz des Goldes auf heißem Wege« genannt und sie als Zusatz für andere alchimistische Heilmittel verwendet. Wir wollen es jedoch für unsere fluidischen Kondensatoren gebrauchen.

Die mit Gold gesättigte Flüssigkeit wird durch ein Stück feines Linnen, Filtrierpapier oder Watte im Trichter filtriert und für unsere Zwecke aufbewahrt. Auch von dieser Goldtinktur gibt man meistens nur 5-10 Tropfen in ungefähr 100 Gramm fluidische Kondensatorflüssigkeit. Das für diese Goldtinktur angewendete Goldstück wird mit einem Putzmittel gereinigt und weiterverwendet.

Die Herstellung des EINFACHEN fluidischen Kondensators

Nimm eine Handvoll frischer oder getrockneter Kamillenblüten, gib dieselben in einen Topf und begieße sie mit soviel kaltem Wasser, bis sie ganz zugedeckt sind. Die Kamillen läßt du ungefähr 20 Minuten zugedeckt kochen. Zugedeckt läßt du abkühlen und seihst nachher den Absud ab. Diesen stellst du abermals ans Feuer und läßt ihn zugedeckt langsam bis auf ca. 50 Gramm auskochen.

Einige Tropfen mehr oder weniger spielen hierbei keine Rolle. Den Kamillenextrakt läßt du auskühlen und vermengst ihn zwecks Konservierung mit demselben Quantum - in unserem Falle also mit 50 g - Spiritus oder Alkohol. Nötigenfalls nimmt man auch denaturierten, den sogenannten Brennspiritus. In diese Mischung gibst du ca. 10 Tropfen deiner Goldtinktur.

Beabsichtigst du den Kondensator für eigene Zwecke zu gebrauchen, kannst du ihn noch speziell verstärken, indem du auf ein Stückchen Watte eigenes Blut oder Sperma auffängst, wenn es geht, dann beides zusammen, worauf du den Wattebausch ruhig in den Kondensator hineingibst und das Ganze gut durchschüttelst. Dann filtrierst du alles durch einen Wattebausch, Leinwand oder Filtrierpapier im Trichter in ein Fläschchen und hebst es gut verkorkt an einem kühlen und dunklen Ort fertig zum Gebrauch auf.

Ein auf diese Weise erzeugter fluidischer Kondensator verliert selbst nach vielen Jahren seine Wirkung nicht. Vor jedem Gebrauch ist der Kondensator gut zu schütteln und die Flasche nach Entnahme wieder zu verkorken, dunkel und kühl aufzubewahren. Auf dieselbe Art kannst du dir mehrere universale fluidische Kondensatoren aus russischem oder echtem chinesischen Tee, aus Lilienblüte - am besten weißer -, Pappelblättern, aus der Alraune- oder Mandragorawurzel, Arnikablüte, Akazienblüten herstellen. Bei normalem Gebrauch, wie bei Beeinflussungen durch die Elemente oder für die Entwicklung der astralen Sinne durch fluidische Kondensatoren, genügt nur ein einfacher aus einer Pflanze hergestellter fluidischer Kondensator.

Der ZUSAMMENGESETZTE universale fluidische Kondensator

Um besonders starke Kraftstauungen zu erzielen oder bei Arbeiten, die nicht nur einen mentalen oder astralen, sondern einen grobstofflichen Einfluß ausüben sollen, wie z. B. Schaffung von Elementaren (Wachs-Lehm-Figur), Bilderbelebung und bei anderen Materialisationsphänomenen, bedient man sich des zusammengesetzten fluidischen Kondensators, der aus folgenden pflanzlichen Extrakten besteht:

Angelikawurzel, Salbeiblätter, Lindenblüten, Gurkenschalen oder Kürbiskerne, Akazienblüten oder -blätter, Kamillenblüten, Lilienblüten, -blätter oder -wurzel, Zimtblüten oder Zimtrinde, Brennesselblätter, Pfefferminzblätter, Pappelblätter,
Veilchenblüten oder -blätter - evtl. Stiefmütterchen -, Weidenblätter oder Weidenrinde,
Tabak - grün oder getrocknet -.

Die Herstellungsweise ist eine dreifache. Die erste und einfachste ist die, daß du in einen größeren Topf gleiche Teile von den hier angeführten Pflanzen gibst, diese mit Wasser übergießt und eine halbe Stunde lang kochen läßt. Nachher abkühlen, durchseihen und den Absud langsam auskochen lassen, bis er so dick als nur möglich wird. Wieviel du Extrakt erhälst, soviel Alkohol oder Spiritus schüttest du dazu, tropfst dem Maße entsprechend - 10 Tropfen auf 100 Gramm - Goldtinktur hinein, eventuell Blut, Sperma oder beides, schüttelst alles gut durch, und seihst die ganze Flüssigkeit durch ein feines Sieb in eine dunkle Flasche - grün oder braun -, verkorkst diese und stellst sie an einen dunklen Ort bis zum Gebrauch.

Die zweite Herstellungsweise besteht darin, daß man die angeführten Pflanzen zu gleichen Teilen in eine Glasflasche, in ein Gurken- oder Einsudglas gibt, mit reinem Spiritus oder Alkohol übergießt, daß das Ganze unter Alkohol ist, und gut verschlossen an einem warmen Orte 28 Tage ziehen läßt.

Alsdann preßt man es durch Leinwand oder eine andere Presse, filtriert es und tropft dem Maße entsprechend die Goldtinktur dazu, evtl. auch seine eigenen Mumias - Blut und Sperma. Danach gießt man es in Flaschen und verwahrt es für den eigenen Gebrauch. In diesen Spiritusauszug kommt zwecks Konservierung kein weiterer Spiritus hinein.

Eine der besten Herstellungsarten ist allerdings die, wenn man jede Pflanze separat behandelt; entweder so, wie es bei dem einfachen fluidischen Kondensator - Kamille - beschrieben ist, oder man verfertigt sich Pflanzenextrakte durch spiritushaltige Auszüge. Hat man diese, so schüttet man alle separaten Auszüge zusammen, tropft die beschriebene Goldtinktur hinein und verwahrt es gut.

Ebenso verfährt man mit den vier weiteren speziellen fluidischen Kondensatoren zum Zweck der Elementebeeinflussungen. Die dazugehörigen Pflanzen sind folgende:

Für das Feuerelement:
Zwiebel, Knoblauch, Pfeffer, Senfkörner respektive Samen.
Anmerkung: Dieser fluidische Kondensator darf infolge seiner Reizbarkeit nicht auf den Körper, namentlich nicht auf die Augen kommen.

Für das Luftelement:
Haselnüsse, können auch Blätter oder Rinde sein, Wacholderbeeren,
Rosenblüten oder -blätter, Koriandersamen.

Für das Wasserelement:
Hafer, kann auch feingeschnittenes Haferstroh genommen werden,
Rübensamen verschiedener Art, evtl. Futterrübe, Zuckerrübe u. dgl.
Pfingstrose, Blüten oder Blätter, Kirschbaumblätter, evtl. auch Rinde.

Für das Erdelement:
Petersilie, Wurzel, Blätter oder Samen, Kümmelsamen,
Spitzwegerich, breitblätterig oder langblätterig, Kraut, Nelkenblüte oder Melissenkraut.

In den Augen eines Uneingeweihten werden die hier angegebenen Rezepte wie Kraut und Rüben durcheinandergeworfen gelten und vom pharmakologischen Standpunkt aus müßte man sie als Unsinn bezeichnen. Hier geht es aber nicht um die pharmakologische, sondern um die magische Wirkung. Das Auge des Eingeweihten, das die geheime Signatur der Pflanzen kennt, wird den richtigen Zusammenhang schon herausfinden.

Man könnte noch Hunderte von solchen Rezepten auf Grund der Analogiegesetze zusammenstellen; diese Richtschnur muß dem Magier jedoch genügen, und er wird mit ihr sicherlich auskommen. Alle hier angegebenen Rezepte stammen aus der Praxis und haben sich sehr gut bewährt. Ehe ich das Problem der flüssigen fluidischen Kondensatoren abschließe, will ich im Zusammenhang mit diesem ein alchimistisches Problem ein wenig beleuchten, und zwar das der Lebenselixiere.

Lebenselixiere

Die echten alchimistischen Lebenselixiere sind nichts anderes als fabelhaft zusammengestellte fluidische Kondensatoren, die analog den Elementen und den drei Ebenen des menschlichen Daseins hergestellt und dementsprechend magisch geladen werden. Für die Mentalsphäre werden Essenzen, für die Astralsphäre Tinkturen und für die grobmaterielle Sphäre Salze, eventuell Extrakte, entsprechend geladen, verwendet.

Die so erzeugten Elixiere beeinflussen natürlich nicht nur den grobstofflichen Körper des Menschen, sondern auch seinen Astral- und Mentalkörper. So ein Elixier ist demnach nicht nur ein sehr gutes Heil-, sondern auch ein dynamisches Regenerationsmittel.
In einem weiteren, die Alchimie betreffenden Werk, das ich herauszugeben beabsichtige, werde ich eine Reihe von Anleitungen bringen. In diesem Lehrbuch weise ich nur darauf hin, daß die Elixiere der echten Alchimisten nichts anderes sind als vorzügliche fluidische Kondensatoren.

Die Zubereitung eines FESTEN fluidischen Kondensators

Da ich in der nächsten Stufe die echte Spiegelmagie, also die Praxis mit dem magischen Spiegel, beschreibe, muß der Magier es verstehen, sich einen magischen Spiegel selbst herzustellen. Dazu benötigt er einen festen fluidischen Kondensator, der aus sieben Metallen besteht. Diese sind:

Blei -------------------------------------ein Teil
Zinn ------------------------------------ein Teil
Eisen -----------------------------------ein Teil
Gold ------------------------------------ein Teil
Kupfer ----------------------------------ein Teil
Messing --------------------------------ein Teil
Silber ----------------------------------ein Teil
Aloeharz (Gummiresina Aloe)--------ein Teil
Tierkohle (Carbo animalia) ----------drei Teile
Steinkohle------------------------------sieben Teile.

Die Teile sind hier nicht nach dem Gewicht, sondern nach dem Maß zu verstehen. Nimmt man z. B. einen Kubikzentimeter Blei, so muß auch von allen anderen Metallen ein Kubikzentimeter genommen werden. Dasselbe gilt von Aloe und den beiden Kohlearten. Alle Bestandteile werden pulverisiert. Weichere Metalle wie Blei und Zinn werden mit einer gröberen Feile zu Pulver (sogenannten Feilspänen) gemacht und für die härteren Metalle nimmt man eine feinere Feile.

Das Aloeharz zerstampft man in einem Mörser zu feinem Pulver, falls es nicht schon pulverisiert erhältlich ist. Ebenso verfährt man bei den Kohlearten. Sind alle Ingredienzen beisammen, mischt man sie gut durch, und die gewonnene Mischung ist schon der eigentliche feste fluidische Kondensator.

Das Elektro-Magicum der alten Magier und Alchimisten ist auch nichts anderes als ein fabelhafter fluidischer Kondensator, der aus 30 g Gold, 30 g Silber, 15 g Kupfer, 6 g Zinn, 5 g Blei, 3 g Eisen und 15 g Quecksilber zusammengesetzt ist. Wie man sieht, sind alle planetarischen Metalle darin vertreten, aus welcher Metall-Legierung magische Spiegel, Glocken und dgl. m. hergestellt wurden. Die von mir empfohlenen festen fluidischen Kondensatoren sind gleichfalls gut und verläßlich und vielfach erprobt worden.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




Beiträge: 1.500

20.10.2010 19:29
#17 RE: Magsiche Schulung antworten

Die Zubereitung von magischen Spiegeln

Es gibt zwei Arten von magischen Spiegeln, und zwar Flach- und Hohlspiegel. Für beide Arten eignen sich normale Spiegel, die mit Silberamalgam oder schwarzem Lack bestrichen oder mit einem flüssigen oder festen fluidischen Kondensator belegt werden. Gerade die Letztgenannten haben für unsere magische Praxis besonderen Wert, und an Hand einiger Beispiele beschreibe ich ihre Herstellungsweise.

1. Für den einfachsten mit einem Kondensator verfertigten magischen Spiegel eignet sich die Oberfläche eines Spiegels oder einer Glasschüssel, die mit einem flüssigen oder festen fluidischen Kondensator bestrichen wird.

2. Aus Pappe schneidest du dir eine kreisrunde Scheibe im Durchmesser von
20 bis 50 cm, je nachdem wie groß du den magischen Spiegel haben willst. Aus Lösch- oder Filtrierpapier schneidest du eine gleichgroße Scheibe, tränkst oder bestreichst diese einige Male gleichmäßig mit einem Pinsel oder Wattebausch, bis sie vom fluidischen Kondensator ganz durchdrungen ist und läßt sie trocknen.

Das Fließ- oder Filtrierpapier klebst du auf die zugeschnittene Pappe, läßt trocknen, und der Spiegel ist gebrauchsfertig. Einen so einfachen Spiegel wird sich sicherlich jedermann anfertigen können. Wem die runde Form nicht zusagt, kann eine ovale oder kantige wählen. Auch kannst du dir, wenn du willst, den Spiegel einrahmen. Der hierzu erforderliche fluidische Kondensator kann der einfache sein, aber mehr zu empfehlen ist, den zusammengesetzten fluidischen Kondensator zu nehmen.

3. Bei der dritten Methode verfährst du genauso, nur bestreichst du die Oberfläche des imprägnierten Fließ- oder Filtrierpapieres ganz dünn mit einem farblosen Lack und bestreust die ganze Oberfläche durch ein feines Sieb mit dem pulverisierten festen fluidischen Kondensator. Der nach dem Trocknen schon gebrauchsfertige Spiegel ist der beste magische Flachspiegel, den man sich überhaupt vorstellen kann, da er beide fluidischen Kondensatoren enthält, somit für die Praxis speziell geeignet ist.

4. Die Zubereitung eines parabolischen oder Hohlspiegels ist auch nicht kompliziert. Du verschaffst dir aus einer Glasfabrik oder aus einem Uhren-Spezialgeschäft ein gewölbtes Glas, wie es für größere Wanduhren verwendet wird. Auch eine Verdampfschale erweist denselben Dienst.

Die nach außen gewölbte Seite bestreichst du einige Male gleichmäßig mit schwarzem Spiritus oder mit Nitrolack - acetonhaltigem Autolack -, der sehr rasch trocknet. Willst du den Spiegel für optisches Hellsehen benützen, genügt es, ihn in einen schwarzen Holzrahmen einzulassen, und der Spiegel ist gebrauchsfertig. Falls du ihn aber noch mit einem fluidischen Kondensator belegt haben willst, so streichst du die nach innen gekehrte Seite noch mit gutem farblosem Lacke dünn an, streust durch ein feines Sieb den festen fluidischen Kondensator darauf und läßt ihn eintrocknen.

5. Wer sich einen magischen Hohlglasspiegel anfertigen möchte und kein Hohlglas auftreiben kann, nimmt statt des Glases ausgehöhltes Holz oder ein Stück Pappe, die sich im befeuchteten Zustande leicht bearbeiten läßt. Einen einfachen, billigen und leicht erreichbaren Hohlspiegel kann man sich aus Lehm, Gips und dgl. herstellen. Gelben Lehm oder Gips rührt man mit einem flüssigen fluidischen Kondensator so an, daß sich die Masse kneten läßt.

Mit den Händen formt man aus ihr den gewünschten Spiegel, läßt ihn langsam trocknen, damit keine Risse entstehen. Kommen sie dennoch vor, verschmiert man sie mit flüssig gemachtem Lehm und läßt die Form wieder gut austrocknen. Die fertige Spiegelform poliert man mit Glas oder Schmirgelpapier, damit keine Schlieren bleiben, und die hohle Spiegelfläche bestreicht man mit farblosem Lack, streut durch ein Sieb den Kondensator auf die lackierte Fläche und läßt abermals trocknen.

Nachher kann man noch mit schwarzem Spiritus- oder Nitrolack die Umrandung, falls man welche gemacht hat, nebst dem rückwärtigen Teil der Form anlackieren. Der Spiegel ist gebrauchsfertig.

Solch ein aus Lehm oder Gips selbstverfertigter Spiegel ist sogar magisch wirkungsvoller als ein aus Glas zubereiteter, da er zwei wirksame fluidische Kondensatoren hat, und zwar den festen und den flüssigen. Der flüssige Kondensator befindet sich im Lehm und der feste auf der Spiegeloberfläche. Es ist nur von Nachteil, daß so ein Spiegel im vergleich mit den anderen schwer ist und leicht bricht.

Bleibt dir nach der Zubereitung des Spiegels etwas von dem festen fluidischen Kondensator übrig, hebst du den Rest auf, da er noch für andere Zwecke verwendet werden kann, wie z. B. für einen magischen Stab, der aus einem 30-50 cm langen Holunderzweig hergestellt wird, in dessen ganze Länge man ein dünnes Loch bohrt und mit dem festen Kondensator ausfüllt. Der Stab wird hierauf verkorkt, versiegelt und für magische Operationen, wie Willensübertragungen auf Lebende oder andere Wesen, Bannungen und dgl. magisch geladen. Darüber jedoch mehr in meinem zweiten Werk »Die Praxis der magischen Evokation«.

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Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




Beiträge: 1.500

20.10.2010 19:30
#18 RE: Magsiche Schulung antworten

Magische Geistes-Schulung Stufe 9
- Die Praxis des Hellsehens durch magische Spiegel:
a) Schauen durch Zeit und Raum
b) Fernwirkung durch den magischen Spiegel
c) Verschiedene Projektionsarbeiten durch den magischen Spiegel

In Stufe 7 habe ich im Kapitel Magische Seelen-Schulung das Problem des Hellsehens behandelt. In dieser Stufe will ich es noch einmal gehörig unter die Lupe nehmen. Die verschiedensten Anleitungen, die zur Erreichung dieser Fähigkeit bisher veröffentlicht wurden, brachten niemand den gewünschten Erfolg. Selbst besonders begabte medial veranlagte Personen haben im Hellsehen nur Teilerfolge aufzuweisen, die sich gewöhnlich früher oder später verlieren.

Zumeist werden aber solche Personen von verschiedenen Krankheiten heimgesucht, wie Augenschwäche, Nervenleiden usw. Der Hauptgrund einer Erkrankung ist darin zu suchen, daß das erzielte Hellsehen keine Folgeerscheinung der mentalen und astralen Entwicklung ist, sondern gewaltsam heraufbeschworen wurde, daher einseitig und infolgedessen krankhaft ist. Eine praktische Befolgung jeder dieser unvollkommenen Anleitungen führt ausnahmslos zu einer unnatürlichen krankhaften Lahmlegung eines Elementes, wodurch eine Überempfindlichkeit eines Sinnesorganes auftritt.

Daß durch diese Überempfindlichkeit dann Sinneseindrücke aus der astralen oder mentalen Welt erreicht werden können, ist nicht ausgeschlossen, aber alle diese Wahrnehmungen hängen von der geistigen Veranlagung des Übenden, von seiner Reife und letzten Endes auch vom Karma ab. Die Lähmung eines Elementes läßt sich in vier Hauptgruppen einteilen, und zwar

Gruppe 1. Lahmlegung des Feuerprinzipes
In diese Gruppe gehören alle Hellsehexperimente, die durch Fixierung unternommen werden, wie Kristallsehen, Fixieren eines Punktes, einer glänzenden Fläche, schwarzer Tinte, schwarzen Kaffees, Spiegels usw.

Gruppe 2. Lahmlegung des Luftprinzipes:
In diese werden alle Hellsehexperimente eingereiht, die mittels Räucherungen, Einatmen von narkotischen Dämpfen, Gasen usw. unternommen werden.

Gruppe 3. Lahmlegung des Wasserprinzipes:
Diese wird durch Experimente heraufbeschworen, die mittels Einnehmen von narkotischen und alkalischen Mitteln, wie Opium, Haschisch, Soma, Peyotl, Meskalin, im Verdauungsprozeß der Blutbahn zugeführt werden.

Gruppe 4. Lahmlegung des Erdprinzipes
Zu dieser führen alle Praktiken, die eine Bewußtseinsspaltung oder Bewußtseinsverschiebung verursachen, wie z. B. Tänze, Wiegen des Oberkörpers, Kopfkreisen, Buchstabieren in den Füßen u. dgl. mehr. Auch alle ungewollten und krankhaften Visionen Geisteskranker, ferner alle pathologischen Fälle, die sich durch Schreck, Zorn, Erschöpfung einstellen, gehören in diese Gruppe.

Über die Mannigfaltigkeit solcher Übungen, über deren Gefahren und Nachteile ließe sich sehr viel sagen. Dem wahren Magier dürfte jedoch diese kurze Beschreibung genügen. Daß die Lahmlegung eines Elementeprinzips nicht nur gesundheitlichen Schaden bringt, namentlich wenn solche und ähnliche Experimente lange Zeit praktiziert werden und zur Gewohnheit geworden sind, sondern auch die geistige Entwicklung hemmt, ist selbstverständlich.

Der Zweifler hat an Hand dieser vier Hauptgruppen die Möglichkeit, sich von der Existenz höherer Kräfte zu überzeugen; wenn er aber weder sich selbst noch die Elemente beherrscht, unterliegt er leicht den Lockungen niederer Kräfte. Und wenn man diesen einmal nachgegeben hat, ist es sehr schwer, wieder hochzukommen.

Nur ein geschulter Magier, der einen festen Willen hat, die Elemente beherrscht und die astralen Sinne durch Übungen der einzelnen Stufen entwickelte, kann sich ungestraft eine zeitweise Lahmlegung oder Ausschaltung eines Elementeprinzips erlauben, ohne Gefahr zu laufen, irgendwelchen Schaden an Körper, Seele und Geist zu erleiden. Der echte Magier bringt durch seine Übungen Körper, Seele und Geist wieder ins elementische Gleichgewicht. Auch seine Erfolge in der Praxis des Hellsehens sind zufriedenstellend, denn er experimentiert nicht, sondern arbeitet bewußt mit den erworbenen Fähigkeiten, die Begleiterscheinungen seiner geistigen und seelischen Entwicklung sind.

Die Praxis des Hellsehens mit magischen Spiegeln

Es gibt zwei Arten von magischen Spiegeln, und zwar 1. die optischen, die entweder aus flachem Glas oder aus Hohlglas verfertigt werden und auf der einen Seite mit Silberamalgam oder schwarzem Lack versehen sind. Bei dem Hohlspiegel ist die nach außen gewölbte Seite lackiert und die innere, also hohle Seite, rein und glänzend. Zu den optischen Spiegeln werden auch Kristallkugeln gezählt, ferner flache oder hohle Metallspiegel, deren Oberfläche mit einer farbigen oder schwarzen Flüssigkeit versehen wurde. Auch die Oberfläche eines stehenden Wassers kann als optischer Spiegel dienen.

Zu der zweiten Art von magischen Spiegeln gehören solche, die mit fluidischen Kondensatoren ausgestattet werden, worüber ich bereits geschrieben habe.
Vor allem muß der Magier wissen, daß nicht der Spiegel allein den Erfolg der Spiegelmagie sichert, sondern die durch vorhergehende Übungen entwickelten astralen und mentalen Fähigkeiten. Der Magier wird also einen magischen Spiegel jeglicher Art nur als Hilfsmittel, sozusagen als Werkzeug betrachten. Damit ist nicht gesagt, daß ein Magier nicht auch ohne Spiegel arbeiten könnte, aber da sich so viele Anwendungsmöglichkeiten mit einem magischen Spiegel bieten, wird der Magier von diesem Hilfsmittel immer gern Gebrauch machen.

Ein Magier, der diesen stufenweisen Lehrgang praktisch durchgearbeitet hat, wird davon absehen, sich vor einem magischen Spiegel bloß hinzusetzen und durch Fixieren die Sehnerven zu ermüden. Er arbeitet richtig magisch. Bevor ich einzelne Praktiken näher beschreibe, führe ich Beispiele an, wo ein magischer Spiegel gute Dienste leistet.

l. Bei allen Imaginationsarbeiten, die optische Übungen erfordern.
2. Bei allen Ladungen von Kräften, Fluiden usw.
3. Als Durchgangspforte zu allen gewünschten Ebenen.
4. Als Verbindungsmittel mit lebenden und verstorbenen Personen.
5. Als Hilfsmittel zur Kontaktherstellung mit Kräften, Wesenheiten usw.
6. Als Strahlgerät bei Raumimprägnierungen, Krankenbehandlungen usw.
7. Als Beeinflussungsmittel für sich selbst oder für andere Personen.
8. Als magischer Sender und Empfänger.
9. Als Abwehrgerät schädlicher und unerwünschter Einflüsse.
10. Als Projektionswerkzeug aller gewünschten Kräfte und Bilder.
11. Als Fernsehgerät.
12. Als Hilfsmittel zur Erforschung von Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft.

Da der magische Spiegel ein Universalmittel ist, lassen sich alle Möglichkeiten nicht anführen. Der intuitive Magier wird sich an Hand dieser zwölf Beispiele weitere Praktiken selbst zusammenstellen.

Du sitzt im Asana vor deinem magischen Spiegel in einem Abstand von ein bis zwei Metern. Die Beleuchtung spielt bei dieser Übung keine Rolle. Nun trainierst du Imaginationsübungen, indem du dich anfangs an der Spiegeloberfläche Gegenstände der Reihe nach vorstellst, die du mit offenen Augen so klar und deutlich sehen mußt, wie wenn sie tatsächlich vorhanden wären.

Da du inzwischen Meister der Imagination geworden bist, wird dir diese Vorübung keinerlei Schwierigkeiten bereiten. Die Vorstellung des Gegenstandes hälst du einige Minuten fest und löst sie dann durch Imagination wieder auf. Sollte dir die Imagination mit Gegenständen dennoch schwerfallen, kannst du vorher Imaginationsübungen mit Farben vornehmen, ehe du zu Gegenständen übergehst.

Da, wie bereits bemerkt, die optische Imaginationsfähigkeit dem Feuerprinzip analog ist, werden diejenigen Magier, die das Feuerelement gut beherrschen, auch in der Spiegelmagie die besten Erfolge haben. Nach der Vorstellung von Gegenständen nimmst du Imaginationsübungen mit verschiedenen Tieren vor, nachher mit Menschen, wobei du dir anfangs Gesichtszüge von Bekannten, Freunden, später von unbekannten Personen und Rassen vorstellst. Sodann dehnst du deine Imaginationsarbeit auf den ganzen Körper aus.

Kannst du dir einen Menschen, ob bekannt oder fremd, männlich oder weiblich, auf der Spiegeloberfläche vorstellen, greifst du zu Vorstellungen von Häusern, Gegenden, Ortschaften u. dgl., bis du auch darin eine fabelhafte Fertigkeit erreicht hast. Dann erst bist du magisch vorbereitet, richtige Spiegelmagie zu betreiben.

Diese vorbereitende Übung ist sehr wichtig, denn das mentale, astrale und grobmaterielle Auge muß sich durch die Imaginationsübungen erst daran gewöhnen, die Größe der Bilder und deren Klarheit zu erfassen. Andernfalls würde man nur verzerrte Bilder sehen. Bei dieser Vorübung lasse man es aber auf keinen Fall zu, daß im Spiegel von selbst verschiedene Bilder auftauchen, was bei medial veranlagten Personen leicht vorkommen könnte.

Man weise deshalb alle Bilder, die von selbst an der Spiegeloberfläche erscheinen, energisch zurück, mögen sie noch so schön und phantastisch sein, denn alles, was man ungewollt sehen würde, sind Halluzinationen, Gedankenreflexe aus dem Unterbewußtsein, die gerne auftreten, um den Magier zu täuschen und ihn in seiner Arbeit zu hindern. Bei dieser Vorübung wird man bemerken, daß es sich um so leichter imaginativ arbeitet je größer der Spiegel ist.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




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20.10.2010 19:35
#19 RE: Magsiche Schulung antworten

Die Ladung des magischen Spiegels

Die nächste Aufgabe des Magiers ist, mit der Ladung von Spiegeln vertraut zu werden. Er muß es fertigbringen, auf jede Spiegeloberfläche mittels Imagination aus sich selbst oder direkt aus dem Universum die gewünschte Kraft zu bannen, zu stauen und diese wiederum durch Imagination in die Urquelle aufzulösen. Es sind folgende Ladungen vorzunehmen:

1. der Reihe nach mit allen vier Elementen,
2. mit Akasha,
3. mit Licht,
4. mit dem elektrischen Fluid,
5. mit dem magnetischen Fluid.

Hat der Magier durch diese Übungen eine gewisse Fertigkeit im Laden des Spiegels gewonnen, ist er für weitere Spiegelexperimente reif geworden, für die ich einige Beispiele nebst Methoden anführe.

Der magische Spiegel als Durchgangspforte zu allen gewünschten Ebenen

Bei diesem Experiment sorgst du dafür, daß du von der Umgebung nicht gestört wirst. Setz dich bequem vor deinen Spiegel und lade dessen Oberfläche mit dem Akashaelement, das du in deinem Körper aus dem Universum durch die Lungen- und Porenatmung einsaugst. Die Ladung des Spiegels mit dem persönlichen Akasha kann entweder durch die Hände oder direkt durch den Solar-Plexus erfolgen.

Sodann vergißt du deinen Körper und denkst dich nur als Geist, der jedwede Form und Größe annehmen kann. Nun denkst du, daß sich dein Geist so verkleinert, daß er durch den Spiegel hindurchzugehen vermag. Wenn du mit Hilfe der Imagination durch den Spiegel hindurchgehst, wirst du dich auf der Astralebene befinden. Halte dich dort mit vollem Bewußtsein auf, schaue einige Male umher, ohne das Bewußtsein zu verlieren oder gar einzuschlafen. Dann kehre durch den Spiegel wieder zurück und verbinde dich mit dem Körper.

Anfangs wird dich auf der Astralebene nur Dunkelheit umgeben. Bei öfterem Wiederholen wirst du Licht wahrnehmen. Das Gefühl der Freiheit, Ungebundenheit, Zeit- und Raumlosigkeit wird dich überkommen. Du befindest dich auf der Astralebene, die üblich mit Jenseits bezeichnet wird. Bei öfteren Übungen wirst du mit Verstorbenen und anderen Wesen der Astralebene zusammenkommen, und wenn du den Wunsch hast, irgendeinen Verstorbenen zu sehen, so wirst du im gleichen Augenblick mit ihm in Beziehung sein.

Durch wiederholte Besuche dieser Astralsphäre wirst du alle dort geltenden Gesetze kennenlernen sowie den Platz, den du dort einstmals nach dem Ablegen deines physischen Körpers einnehmen sollst. Die Furcht vor dem Tode wird dadurch ein für alle Mal aufgehoben sein. Wenn du dich von der Astralebene aus auf eine höhere Ebene konzentrierst, so wirst du bald feinere Schwingungen empfinden; ein Gefühl besonderer Leichtigkeit - Ätherisiertheit wird dich umgeben, und du wirst mit Wesenheiten höherer Sphären in Verbindung treten können.

Erkenntnisse und Erfahrungen werden dir zuteil, die dir kein Sterblicher geben kann. In deinen Körper kehrst du stets rnit geistigen Schwingungen höherer Art zurück, die sich nicht beschreiben lassen. Welche von den geistigen Sphären du besuchen kannst, hängt von der Beherrschung der Elemente und von deiner geistigen und astralen Reinheit - Veredelung des Charakters - ab. In der Aneignung höherer Kenntnisse sind dir keine Schranken gesetzt.

Hast du daselbst deine Erfahrungen gesammelt, kannst du auf dieselbe Art auch mit hohen Lichtwesen in Verbindung treten, nur ist dann der Spiegel nicht mit Akasha, sondern mit konzentriertem Licht, einer Sonne gleich, zu laden. Daß du nach dieser Methode durch den Spiegel auch niedrigere Sphären, z. B. die der Elemente und ihre Wesen, besuchen kannst, ist außer Zweifel. Nur mußt du dann den Spiegel mit dem betreffenden Element, dessen Ebene du besuchen willst, laden. Auch ist beim Hindurchgehen des Spiegels die Form dieser oder jener Ebene anzunehmen.

Willst du das Gnomenreich besuchen, so ist nicht nur der Spiegel mit dem Erdelement zu laden, sondern dein eigener Geist muß sich imaginativ in die Gestalt eines Gnomen versetzen und sich ganz mit dem Erdelement füllen. Dasselbe gilt von den Luftgeistern, den sogenannten Feen, den Wassergeistern oder Nixen und den Feuergeistern, den Salamandern. Auch hier sind die gewonnenen Erfahrungen so reichhaltig und wunderbar, daß man darüber ganze Bücher verfassen könnte.

Wie die Geister der einzelnen Elemente auf unsere Erde herabgezogen werden und für verschiedene Dienste zu verwenden sind, beschreibe ich ausführlich in einem zweiten Werk, betitelt »Die Praxis der magischen Evokation«.


Der magische Spiegel als Verbindungsmittel zwischen lebenden und verstorbenen Personen

Willst du mit Hilfe des Spiegels einen Freund, Bekannten oder irgendeine andere Person beeinflussen, z. B. den Befehl erteilen, dir zu schreiben oder dich zu besuchen, verfährst du wie folgt:

Du ladest die Spiegeloberfläche mit Akasha und meditierst, daß überall: zwischen dir, dem Spiegel und dem Freunde Akasha ist, daß es also weder Zeit noch Raum gibt. Dieses Gefühl hälst du meditativ fest und wünschst im Spiegel sogleich deinen Freund zu sehen. Gleich darauf wirst du wie in einem Panorama die gewünschte Person erblicken, sehen, womit sich diese beschäftigt und deren unmittelbare Umgebung wahrnehmen.

Gleichzeitig wirst du das Gefühl haben, als ob du persönlich neben der gewünschten Person stehst. Ist dir die Umgebung bekannt, kannst du dich gleich darauf durch das mentale Wandern von der Wahrhaftigkeit des im Spiegel Gesehenen überzeugen. Hat der Magier richtig geübt, seine astralen Sinne geschult, so werden seine Erfahrungen, wie im Arbeiten mit dem magischen Spiegel, so durch das Wandern übereinstimmen und den Tatsachen entsprechen. Ist dem nicht so, muß das Experiment so oft wiederholt werden, bis die innere Gewißheit besteht, daß das Gesehene mit der Wirklichkeit übereinstimmt, was durch andere persönliche Kontrollen ohne weiteres eruiert werden kann.

Siehst du z. B., daß die gewünschte Person schläft, so ziehst du mittels Imagination den Geist, d. h. den Mentalkörper, in deinen Spiegel und verdichtest denselben mit deinem Willen so stark, wie wenn die Person leiblich vor dir stehen würde. Ist dir das gelungen, erteilst du ihr den gewünschten Befehl. Es ist hierbei wie bei der Autosuggestion die Gegenwarts- und Befehlsform einzuhalten, da sich das Unterbewußtsein der betreffenden Person möglicherweise widersetzen könnte.

Kein wahrer Magier wird sich aber dazu herablassen, schlechte Befehle zu erteilen; das Akashaprinzip würde sich schwer rächen. Ferner ist es durch die Spiegelmagie möglich, mit einem anderen Magier gleicher Entwicklung den astralen Kontakt herbeizuführen, und was dann der Magier in den Spiegel hineinspricht, wird von dem anderen Magier, mag er noch so weit entfernt sein, vernommen, manchmal sogar so laut, daß eine gerade anwesende, sensitiv veranlagte Person die auf Entfernung gesprochenen Worte deutlich hören könnte.

Verstorbene Personen werden auf dieselbe Art gerufen, im Spiegel zu erscheinen, nur konzentriert man sich ins Akasha und stellt sich die Person vor oder denkt intensiv, daß sie erscheinen solle. Ruft man einen Verstorbenen, den rnan nicht gekannt hat, konzentriert man sich auf irgendeinen Anhaltspunkt in der Zeit, in der die Person lebte und ruft nachher den Namen ins Akasha und wartet, meditativ verharrend, auf das Erscheinen des verstorbenen Wesens. In ganz kurzer Zeit wird dasselbe im Spiegel erscheinen, worauf der Magier seine Wünsche äußern kann.

Anfangs wird er ähnlich einem lauten Denken, später - wörtlich falls er es wünscht - mit der verstorbenen Person verkehren können. Der Magier hat ferner auch die Möglichkeit, die Erscheinung der verstorbenen Personen aus dem Spiegel heraustreten zu lassen und durch das Erdelement so stark zu verdichten, daß sie sogar dem Auge eines ungeschulten Menschen sichtbar gemacht werden kann. Wie tief und eingehend man sich auf solche Arbeiten spezialisiert, bleibt jedem anheimgestellt. Es können auch noch andere Wesen herbeigerufen und verdichtet werden, jedoch darüber Näheres in meinem weiteren Werk »Die Praxis der magischen Evokation«, da noch bestimmte Verhaltungsmaßregeln beachtet werden müssen.

Der magische Spiegel als Hilfsmittel zur Kontaktherstellung mit Kräften, Wesenheiten usw.

Ausführlich beschreibe ich diese Methode in meinem Werk »Die Praxis der magischen Evokation«. Hier bemerke ich interessehalber nur folgendes: Wenn der Magier seinen Spiegel mit Akasha lädt und auf der Oberfläche mittels Imagination mit dem entsprechenden Element des Wesens sein Zeichen, seinen Charakter oder sein Sigill imaginativ zieht und den Namen des Wesens analog den Universalgesetzen ausspricht, kann er mit dem gewünschten Wesen in nähere Beziehung kommen. Der Kontakt ermöglicht es dem Magier, von dem Wesen alles zu erhalten, was dessen Eigenart entspricht. Dasselbe gilt natürlich auch für alle anderen Wesen und Kräfte.

Der magische Spiegel als Beeinflussungsmittel für sich selbst oder für andere Personen

Als ein ausgezeichnetes Selbstbeeinflussungsmittel kann jeder magische Spiegel, aber namentlich ein mit fluidischem Kondensator versehener magischer Spiegel dienen. In dieser Hinsicht gibt es so viele Anwendungsmöglichkeiten, daß es unmöglich ist, sie hier alle aufzuzählen. Ich kann hier nur einige praktische Beispiele angeben.

Du ziehst aus dem universalen Lichtmeer mittels Imagination oder Lungen- und Porenatmung so viel Licht in deinen Körper, bis du dich wie eine Sonne weißglühend empfindest. Imprägniere das Licht mit einer Wunschkonzentration, z. B., daß dir das Licht respektive dessen Strahlung Intuition, Inspiration oder eine andere wünschenswerte Fähigkeit verleiht oder eine Wahrheit erkennen läßt. Laß nun das Licht mittels Imagination durch die Hände auf die Oberfläche des Spiegels strömen und stauen, bis das letzte Lichtfünkchen aus deinem Körper auf den Spiegel übergegangen ist.

Das zusammengestaute Licht machst du zu einer gleißenden weißen Kugel oder Sonne, die enorme intensive Strahlen aussendet. Wiederhole diese Ladung einige Male unmittelbar nacheinander, bis du die Gewißheit hast, daß der Spiegel so stark geladen ist, daß seine Strahlen deinen Körper, Seele und Geist stark durchdringen und bei dir den gewünschten Einfluß auslösen. Dann bannst du durch deine Willenskraft und Imagination nebst fester Überzeugung dieses Licht solange auf die Spiegeloberfläche, wie du es brauchst und löst es sodann wieder auf.

Von der Wirkung und dem Einfluß des Lichtes mußt du so fest überzeugt sein, daß kein einziger Zweifelsgedanke in dir aufkommt. Gerade die feste Überzeugung ist es, die den Lichtstrahlen eine enorme Dynamik verleiht, die beinahe physikalische Wirkungen hervorruft. Ich selbst habe vor Jahren auf diese Art einen magischen Hohlglasspiegel so stark geladen, daß er in Hunderte von Splittern ging und ich für diesen Zweck einen Eichenholzspiegel herstellen rnußte.

Du setzt dich vor den Spiegel und meditierst in der von dir gewünschten Richtung über die Wahrheit, die du erfahren willst, oder über das Problem, das du zu lösen wünschst. Wenn du nach deiner Meditation das Akashaprinzip in dir einschaltest oder dich in den Trancezustand versetzt, erreichst du sehr bald deinen Zweck. Jedenfalls wird dich diese Arbeit angenehm überraschen, und später wirst du diese Praktik bei deinen Meditationen kaum noch entbehren können.

Läßt man den magischen Spiegel geladen, so ist er vor den Blicken anderer Personen zu schützen. Am besten, man hüllt ihn in Seide, da Seide bekanntlich ein gutes Isoliermittel ist. Du kannst auch die Strahlen des Spiegels auf dein Ruhebett richten und die ganze Nacht wirken lassen, um auch während des Schlafes das Unterbewußtsein für den angestrebten Zweck zu beeinflussen. Deine Autosuggestionen verstärken nur noch die Wirkung und führen zu rascherem Erfolg.

Es ist selbstverständlich, daß du auf diese Art nicht nur Erkenntnisse und Fähigkeiten weckst und zu größerer Entfaltung bringst, sondern auch deine Seele und deinen Geist in der gewünschten Richtung beeinflussen tust. Benötigst du den Einfluß des Spiegels nicht mehr oder erfordert eine andere Arbeit andere Ladung, z. B. Akasha- oder Elementestrahlungen, magnetische oder elektrische Fluide, ist durch Imagination die erste Ladung auf umgekehrte Weise aufzuheben respektive das Licht wieder ins Universum aufzulösen.

Man kann auch andere Personen bestrahlen und beeinflussen, nur ist dabei die gewünschte Ladung nicht durch den eigenen Körper, sondern direkt aus dem Universum auf die Spiegeloberfläche mittels Imagination zu lenken. Alle möglichen Experimente, wie Hypnose, mediale Zustände, magnetischer Schlaf, lassen sich damit vollbringen, was der intuitive Magier begreiflich finden und sich die Praxis dementsprechend einrichten wird.

Der magische Spiegel als Strahlgerät bei Raumimprägnierungen und Krankenbehandlungen

Eine ähnliche Praktik ist die Raumimprägnierung mit Hilfe des magischen Spiegels. Du ladest deinen Spiegel mit dem deinem Wunsch entsprechenden Fluidum, wie Licht, Biomagnetismus, Akasha, und staust es direkt aus dem Universum mittels Imagination so stark, daß sich die Strahlung im ganzen Raum, den du zu imprägnieren wünschst, verbreitet. Schon beim Stauen terminierst du die Wirkung. So kannst du, wenn es notwendig ist, den ganzen Raum, in dem du dich aufhälst, auch tage-, ja sogar monatelang für deine Zwecke, wie z. B. Erfolg, Gesundheit, Inspiration, Frieden, bestrahlen.

Du kannst im Notfall auch die Ladung verstärken, indem du die Dynamide durch öfteres Wiederholen verdichtest. Logischerweise können auf dieselbe Art auch Krankheiten beseitigt werden, wenn der Spiegel entsprechend geladen ist. Man kann auch kranke Personen vor den Spiegel setzen, die sich schon nach wenigen Minuten je nach der Spannkraft der geladenen Kraft im Spiegel wohler fühlen werden

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




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20.10.2010 19:36
#20 RE: Magsiche Schulung antworten

Der magische Spiegel als Sender und Empfänger

Auch für diese Zwecke findet der Spiegel fabelhafte Verwendung, und zwar können Experimente der Bilderbelebung oder Schallübertragungen vorgenommen werden. Ähnlich wie es im Radio einen Sender und einen Empfänger gibt, so kann auch unser Spiegel in diesem Sinne ausgenützt werden. Ich gebe hier kurz zwei Praktiken bekannt, die derjenige Magier mühelos vollbringt, der rnir bis hierher Schritt um Schritt folgte.

Die erste Praktik beschreibt die gegenseitige Bilder- oder Gedankenbelebung zwischen zwei gleich geschulten Magiern. Die Entfernung kann eine beliebige sein. Ob es sich um 10 oder 1000 km handelt, spielt bei unseren Experimenten keine Rolle. Die Verständigungsmöglichkeit ist eine mehrfache, und zwar durch Gedanken, Bilder, Briefe, Worte und Gefühle. Die Praxis ist immer dieselbe, und es wird mit ein und demselben Prinzip, dem Akashaprinzip, gearbeitet. Anschließend folgt die Beschreibung des Spiegels als Sender, ohne daß der Beeinflußte weiß, daß gefunkt wurde.

Anfangs wird es gut sein, wenn sich der Magier eine gewisse Praxis mit einem Partner aneignet, der auf der gleichen Entwicklungsstufe steht oder wenigstens das Akashaprinzip gut beherrscht. Verabrede mit deinem Partner die genaue Zeit der Sendung und des Empfanges. Beides kann gleichzeitig geschehen. Zuerst die Praxis des Senders:

Dieser lädt vor allem den Spiegel mit Akasha und versetzt sich durch das Akashaprinzip in Trance. Den Raum- und Zeitbegriff schaltet er zwischen sich und dem Empfänger mittels Imagination aus, so daß er das Gefühl hat, selbst bei seinem Freund zu stehen. Dieses Gefühl tritt später ganz automatisch auf, wie wir schon aus Erfahrung und durch vorherige Experimente wissen. Zunächst versucht man, ganz einfache Figuren zu übertragen, z. B. ein Dreieck oder einen Kreis mit dem Wunsch, daß der zu empfangende Partner diese in seinem Spiegel sehen möge.

Der Empfänger hat nichts anderes zu tun, als ebenfalls vor der Sendung seinen Spiegel mit Akasha zu laden, sich durch das Akashaprinzip in Trance zu versetzen und darauf einzustellen, daß er das, was der aussendende Partner schickt, im Spiegel deutlich sichtbar erkennt. Sind beide Magier gleichmäßig geschult, wird das Bild, das der aussendende Partner in den Spiegel hineinprojiziert, vom empfangenden Partner sichtbar wahrgenommen.

Ist die Zeit des Aussendens und Empfanges verstrichen, tauscht man die Rollen, indem man selbst Empfänger wird und das telepathische Experiment in umgekehrter Reihenfolge wiederholt. Es ist immer gut, wenn der Magier sich sowohl im Aussenden als auch im Empfangen gleichmäßig schult. Durch anfängliche Mißerfolge lasse sich niemand entmutigen und übe fleißig weiter; nach einigen Versuchen wird sich der Erfolg ganz bestimmt einstellen.

Kann man einfache Bilder empfangen, verstärkt man die Übung dadurch, daß man kompliziertere Bilder wählt, später Bilder von lebenden Personen, von Ortschaften und Landschaften, ähnlich wie es in den ersten vorbereitenden Übungen betreffend die Imagination im Spiegel gehandhabt wurde. Ist man darin bewandert, gehe man dazu über, nur Gedanken ohne Imagination, also nur mit dem Intellekt erfaßte Gedanken zu übertragen.

Hat man als Sender und Empfänger Erfahrungen gesammelt, versucht man, mittels Imagination kurze Worte in den Spiegel zu schreiben, die der Empfänger in seinem Spiegel lesen kann. Auf Worte folgen Sätze, und schließlich bringt man es fertig, ganze Botschaften von einem Spiegel auf den anderen schriftlich zu übertragen.

Ist die optische Fähigkeit der Übertragung erreicht, kommt die akustische an die Reihe, indem man als Sender anfangs ein oder zwei Worte in den Spiegel mit dem Wunsch hineinspricht, der Empfänger rnöge sie hören. Der Empfänger bleibt wieder in der verabredeten Zeit in Trance und wartet auf die Gehörbotschaft. Anfangs wird ihm diese wie ein lautes Denken vorkommen, aber von einer Übung zur anderen wird er immer deutlicher hören, so deutlich wie bei einem Telefongespräch.

Später nach vielen Übungen wird es so deutlich sein, wie wenn das ausgesandte Wort direkt ins Ohr gesprochen wird. Ist man darin bewandert, kurze Worte zu senden und zu empfangen, können kurze Sätze übertragen und empfangen werden, bis rnan es durch andauerndes Üben soweit gebracht hat, daß man ganze Botschaften und Nachrichten auszusenden und zu empfangen vermag.

Viele Eingeweihte im Orient bedienen sich dieser Art, um sich gegenseitig Botschaften zukommen zu lassen. Diese Fähigkeit wird im Orient als »Botschaften durch die Luft« bezeichnet. Das ist symbolisch zu verstehen, denn in Wirklichkeit wird es durch das Akashaprinzip bewerkstelligt. Daß dann auch Gefühle der verschiedensten Art zwischen Sender und Empfänger vermittelt werden können, ist logisch und bedarf keiner näheren Beschreibung.

Beherrscht der Magier die Fähigkeit, an gleichgeschulte Partner auszusenden und von ihnen zu empfangen, ist er auch in der Lage, Gespräche oder Bildübertragungen, die sich zwischen anderen Magiern abwickeln, aufzufangen, ähnlich wie es beim Radio der Fall ist und auch in der magischen Terminologie als Schwarzhörerei bezeichnet wird.

Im weiteren beschreibe ich den magischen Spiegel als Sender, der dazu dient, Gedanken, Worte und Bilder auf nicht magisch geschulte Personen zu übertragen, die nicht die geringste Ahnung haben, daß auf diese Art etwas gesendet wird und sie eventuell beeinflußt werden könnten.

In diesem Falle braucht der Magier nur in den mit Akasha geladenen Spiegel sein Vorhaben mit dem Befehl zu bannen, daß auf diese oder jene Person dies oder jenes übertragen werden solle. Schaltet er das Akashaprinzip zwischen die unvorbereitete Person, nimmt diese je nach Veranlagung die Botschaft auf. Solange man noch keine ausreichende Praxis darin besitzt, wird sich anfangs die Botschaft so auswirken, daß zur gegebenen Minute die beeinflußte Person unruhig wird und an den Sender - in unserem Falle den Magier stark denken muß.

Später wird die empfangende Person die Botschaft als eigenen Gedanken empfinden, da sie nicht unterscheiden kann, ob sie ausgesandt worden ist oder dem eigenen Innern entspringt. Hat der Magier aber Interesse und spezialisiert er sich besonders auf diese Art der Übertragung, kann er der betreffenden Person das Empfinden eingeben, daß die Gedanken oder Nachrichten direkt von ihm kommen. Diese Praktik wirkt sich auf die empfangende Person entweder gleich oder im Lauf der Übertragung aus.

Der Magier kann durch den Spiegel auch eine Übertragung bewerkstelligen, die sich sukzessive auswirken soll oder vom Empfänger erst dann aufgenommen wird, wenn er dafür empfänglich ist. Gewöhnlich tritt dieser Zeitpunkt ein, wenn die betreffende Person nicht durch äußere Einflüsse gestört, gehemmt oder abgelenkt wird und das Ausgesendete etwa vor dem Schlafengehen oder am Morgen beim Erwachen aufnimmt.

In solchen Fällen konzentriert der Magier den Gedanken, den Wunsch, die Nachricht in den Spiegel mit dem Befehl, daß das, was er der Person zu übertragen beabsichtigt, erst dann von ihr aufgenommen wird, wenn sich die gehörige Empfänglichkeit einstellt. Solange die Nachricht nicht aufgenommen wurde, wirkt sie dauernd und bleibt an
der Spiegeloberfläche haften.

Ist die Nachricht abgesandt worden, so daß der Spiegel seine Aufgabe erfüllt hat und der Gedanke oder die Nachricht von der zu beeinflussenden Person aufgenommen wrurde, wird die Spiegeloberfläche wieder vollkommen rein. Der Magier kann seinen weiteren Verpflichtungen nachgehen, ohne daß er sich um seine Funkarbeit mehr zu kümmern braucht, und der Spiegel wirkt so lange automatisch, bis der Gedanke oder die Nachricht tatsächlich aufgenommen wurden.

Der magische Spiegel als Strahlgerät bei Raumimprägnierungen, Krankenbehandlungen usw.

Auch für diese Zwecke ist der magische Spiegel verwendbar und kann in der Hand eines geschickten Magiers ein ausgezeichnetes Mittel zu seiner Entwicklung sein. Die Praxis der Raumimprägnierung ist folgende:

Arbeitest du in einem Raum, den du durch den magischen Spiegel nur für eigene Zwecke beeinflußt haben willst, nimmst du die Ladung durch deinen Körper vor. Bei Ladungen des Spiegels für andere Personen ziehst du die Kräfte direkt aus dem Universum, ohne dieselben durch deinen Körper durchgehen zu lassen.

Du ziehst also aus dem Universum entweder direkt oder durch dich ein enormes Quantum Licht und bannst es mittels Imagination in gestauter Form auf die Oberfläche des magischen Spiegels. Die Lichtstauung muß so oft wiederholt werden, bis das gestaute Licht eine Kugel- oder Scheibenform annimmt, die ein gleißendes weißes Licht ähnlich einer starken Lampe im ganzen Zimmer verbreitet. Durch intensives Wiederholen der Übung mußt du das ausstrahlende Licht nicht nur imaginativ sehen, sondern direkt fühlen, wie es deinen Körper Röntgenstrahlen gleich durchströmt.

Durch deine Überzeugung und deinen Glauben versetzt du die Wunschimagination in das Licht und denkst dabei, daß sich das Licht von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag automatisch verstärkt und die Strahlkraft immer durchdringender und dynamischer wirkt. Terminiere die Wirkung, wie beim Biomagnetismus gesagt, indem du die Fähigkeit der Strahlkraft entweder zeitlich begrenzt oder als Dauerwirkung bestimmst. In das gebannte Licht, also in deine imaginative Sonne, versetzt du die Aufgabe, den Wunsch, den die Strahlkraft zu erfüllen hat, z. B. Erfolg, Inspiration, Hebung der Intuition, Frieden, Gesundheit, je nachdem, was du am meisten benötigst.

Ist dies geschehen, stellst du den Spiegel gleich einem Scheinwerfer in deinem Zimmer so auf, daß du ständig dieser Strahlung ausgesetzt bist. Du brauchst dich dann nicht mehr um den Spiegel zu kümmern, denn er arbeitet als Strahlgerät automatisch weiter und beeinflußt dich oder andere Personen in der gewünschten Richtung, so daß du dich dauernd unter dem Einfluß der Strahlung befindest. Diese Methode wirst du bei deinem Arbeiten, Übungen, Forschungen und Meditationen kaum noch entbehren können.

Ist der Spiegel nicht nur für dich selbst, sondern auch für andere Personen magisch geladen, z. B. zum Zweck der Krankenbehandlung, also zur vollkommenen Genesung, so wirst du wahrnehmen, daß du unter der Strahlkraft des Spiegels bei weitem mehr schaffen kannst, nicht ermüdest, und eine kranke Person, die dein Zimmer betritt oder direkt unter die Strahlung des Spiegels kommt, wird eine sofortige Erleichterung ihres Leidens empfinden.

Die Wirkungsstärke hängt von der Ladung des Spiegels ab. Nicht nur eine einzige Person kann günstig bestrahlt werden, sondern, wenn es darauf ankommt, so viele Personen als das Zimmer aufnimmt. Berufsmagnetiseure oder diejenigen, die sich mit Krankenbehandlung oder Personenbeeinflussungen befassen, finden in dieser Methode einen fabelhaften Behelf.

Es kann nicht nur ein Raum imprägniert oder bestrahlt werden, sondern die Strahlkraft läßt sich mittels Imagination auch auf die größte Entfernung auf eine oder mehrere Personen übertragen. Nur ist die Imagination dann dementsprechend abzuändern. Wie wertvoll der magische Spiegel als Strahlgerät in der Hand eines Magiers ist und wie viele Möglichkeiten er bietet, braucht nicht erst hervorgehoben zu werden. Der Magier wird seinen magischen Spiegel sicherlich niemals mißbrauchen und dadurch verunehren, daß er schlechte Einflüsse durch ihn zu verbreiten sucht.

Der magische Spiegel als Abwehrgerät schädlicher und unerwünschter Einflüsse

Ein magischer Spiegel läßt sich auch als Abwehrgerät benützen. Nur ist dann die Imprägnierung der Spiegelstrahlkraft entsprechend abzuändern und die Raumimprägnierung oder der zu beschützende Ort, Platz, ein Haus oder Zimmer mit der Strahlkraft des Lichtes so zu laden, daß die Lichtstrahlen unerwünschte und ungünstige Einflüsse aufhalten oder sie zur Ausgangsstelle zurückschleudern.

Handelt es sich um schlechte Einflüsse, arbeitet man mit der Lichtimprägnierung, liegt der Wunsch zu einer Isolierung des Raumes sowohl vor guten als auch vor schlechten Einflüssen vor, dann wird die Imprägnierung des Spiegels respektive des Raumes mit Akasha geladen und die Eigenschaft der Unantastbarkeit und Undurchdringlichkeit imaginativ hineinversetzt. Bei Arbeiten mit dem Akashaprinzip ist eine Stauung desselben, wie schon wiederholt bemerkt, nicht möglich, da sich das Akashaprinzip nicht stauen läßt, aber die Wunschimprägnierung zwecks dynamischer Wirkung kann mittels Imagination öfters wiederholt werden.

Dem Magier steht es frei, sich für verschiedene Zwecke mehrere Spiegel herzustellen. Arbeitet er aber mit Fernübertragung oder Fernempfang, darf er natürlich nicht eine Isolierung seines Arbeitszimmers mit Akasha vornehmen, da sie ihm sowohl Fernwirken wie Fernempfang verwehren würde. Einzelheiten über die Abwehr von feindlichen Einflüssen, Isolierung eines bestimmten Platzes mit Hilfe des magischen Spiegels zum Zwecke verschiedener magischer Arbeiten u. dgl. m. bringe ich in meinem weiteren Werk: »Die Praxis der magischen Evokation«.

Außer dieser Möglichkeit, den magischen Spiegel als Abwehrgerät zu verwenden, bieten sich dem Magier noch weitere Vorteile, und zwar kann er alle bekannten Fluide - magnetische, elektrische oder elektromagnetische - mit Spiegelmagie in Anwendung bringen und praktisch damit arbeiten. Welche Kräfte dafür in Frage kommen, hängt von der Arbeit und dem Wirken seines Wunsches ab.

Der magische Spiegel als Projektionswerk aller Kräfte, Wesen, Bilder u. dgl.

Der magische Spiegel kann dazu benützt werden, alle Kräfte der Mental- und Astralebene so zu verdichten, daß dieselben sogar von ungeschulten Personen wahrgenommen werden können. Dabei geht es aber nicht nur um bloße Einbildungen oder Suggestionen, denn die an Hand der hier angeführten Praktiken verdichteten Gedanken, Elementare, Elementale, Wesen aller Ebenen, Wesen der Elemente usw. lassen sich im Spiegel derart verdichten, daß sie sogar fotografisch aufgenommen werden können.

Anschließend die praktische Anleitung: Die Ladung der Spiegeloberfläche geschieht durch das verdichtete Erdelement. Dieses wird nicht erst durch den Körper und dann in den Spiegel projiziert - was Lähmungen hervorrufen würde -, sondern direkt aus dem Universum mittels Imagination gestaut. Je stärker die Stauung des Erdelementes ist, um so verdichteter und sichtbarer wird das, was wir zu projizieren wünschen, erscheinen. Es ist also angebracht, die Stauung des Erdelementes einige Male zu wiederholen.

Hast du nun den Wunsch, eine Vorstellung, ein Bild oder ein Elemental einer anderen, vielleicht ungeschulten Person so sichtbar zu machen, daß diese es deutlich wahrnimmt, dann verfährst du folgendermaßen:

Führe das Akashaprinzip entweder nur in den Kopf der Person oder, wenn du willst, in den ganzen Körper mit Hilfe der Imagination ein und terminiere dabei, daß das Akashaprinzip in ihr für die Dauer des Experimentes wirksam bleibe. Handelt es sich um die Sichtbarmachung einer Vorstellung, verlegst du mit deiner Imagination das Bild oder die Vorstellung in einer solchen Klarheit und Deutlichkeit auf die Spiegeloberfläche, wie wenn es Wirklichkeit wäre.

Diese Vorstellung hälst du fest. Beobachtet nun die mit dem Akashaprinzip influenzierte Person den Spiegel, wird sie deine Vorstellung wie in einem Film wiedergegeben sehen. Auf ähnliche Weise kannst du dies mit einem selbstgeschaffenen Elemental, Elementar oder Schemen vollbringen. Rufst du aber ein Wesen etwa aus der Astral- oder einer anderen Ebene, dann mußt du vordem wenigstens den Raum um deinen Spiegel herum, in dem das Wesen erscheinen soll, mit dem Akashaprinzip füllen.

Vorteilhafter ist es, den ganzen Raum mit Akasha zu füllen. Diese Vorbereitung wäre nicht nötig, wenn du einen zweiten Spiegel besäßest, der mit der Imprägnierung des Akashaprinzipes des betreffenden Raumes betraut wäre. Sind alle Vorbereitungen getroffen, versetzt du dich in Trance, indem du in dich das Akashaprinzip einleitest, und aus diesem Trancezustand heraus rufst du das gewünschte Wesen, das die Astral- oder eine andere Ebene bewohnt.

Bevor man noch nicht die Praktiken der Beschwörungsmagie, die ich im praktischen Teil des nächstfolgenden Werkes: »Die Praxis der magischen Evokation« beschreibe, beherrscht, begnüge man sich mit dem Rufen von Verstorbenen aus der Astralebene, was mittels Imagination geschieht.

Durch das auf dem Spiegel befindliche gestaute Erdelement werden die Bilder oder Wesen derart materialisiert, daß sie dann auch von einer ungeschulten Person nicht nur mit den physischen Augen wahrgenommen, sondern auch gehört werden können. Das Gesehene ist dann keine Halluzination, und der Magier hat, wie bereits bemerkt, die Möglichkeit, das durch das Erdelement verdichtete Bild photographisch aufzunehmen.

Nur ist dabei zu beachten, daß die so verdichteten Bilder eine bei weitem höhere Schwingung besitzen als das uns bekannte normale Licht. Diese höheren Schwingungen können photographisch natürlich nicht aufgenommen werden, da sie unseren Lichtschwingungen nicht entsprechen. Bei solchen photographischen Aufnahmen muß die Aufnahmezeit die denkbar kürzeste sein. Bei Aufnahmen auf die hier beschriebene Art bleibt es sich ganz gleich, ob es Nacht oder Tag, ob der Spiegel beleuchtet oder dunkel ist.

Will man bei der Aufnahme auch den Spiegel und dessen Hintergrund aufnehmen, dann ist allerdings eine Beleuchtung notwendig. Ansonsten wird nur das materialisierte Bild im Spiegel sichtbar. Erfahrungen haben gezeigt, daß bei solchen Aufnahmen Platten dem Film vorzuziehen sind. Da die Schwingungszahl des betreffenden Bildes eine bei weitem größere ist als die des Lichtes der physischen Welt, sind bei solchen Aufnahmen spezielle farbige Filter zu verwenden.

Für photographische Aufnahmen der Mentalebene, wie Vorstellungsbilder, Elementare, Elementale, Schemen und alle Gebilde dieser Sphäre, sind stets blaue Filter zu nehmen. Für alle Wesen, Verstorbene usw. werden violette Filter genommen. Und für andere Wesen, die nur aus einem Element bestehen - Wesen der Elemente -, kommen rubinrote Filter in Betracht. Photographische Aufnahmen von Naturphänomenen mit anderen Kräften in der Natur, besonders in der Naturmagie, werden nur mit gelben Filtern gemacht.

Die Filter sind also, was die Farbe anbetrifft, den betreffenden Ebenen analog.
Auf gleiche Art hat der Magier außerdem noch die Möglichkeit, einem Ungeschulten nicht nur Bilder und Wesen zu zeigen, sondern er kann ihn durch den Spiegel auch seine oder jemandes anderen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erschauen lassen.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




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20.10.2010 19:37
#21 RE: Magsiche Schulung antworten

Der magische Spiegel als Fernsehgerät

Begebenheiten, die sich selbst auf die größte Entfernung bei bekannten oder unbekannten Personen zutragen, können wir in unserem magischen Spiegel beobachten. Der Spiegel wird, wie üblich, mit dem Akashaprinzip geladen. Nachher verharre man ruhig und bequem in seiner Stellung, leite den Trancezustand durch das Akasha ein, konzentriere sich aus dem Akashazustand auf die betreffende Person, deren Tun und Handeln man beobachten will.

Dabei denke man, daß der magische Spiegel ein großes Fernrohr ist, durch das man auf die größte Entfernung alles sehen kann. Sofort wird der Magier wie in einem Film die Person und deren Umgebung erblicken. Anfangs werden die Bilder vielleicht etwas unklar sein, aber durch oftmaliges Wiederholen werden sie so deutlich und das Gefühl der unmittelbaren Nähe der gewünschten Person so überzeugend auftreten, daß man annimmt, direkt neben der Person, die man im Bild zu sehen wünschte, zu stehen. Wenn die Entfernung auch Tausende von Kilometern zählen sollte, so spielt dies hierbei keine Rolle.

Zwecks Kontrolle und Sicherheit, daß das, was man zu sehen wünscht, auch der Tatsache entspricht, kann man sich mittels Imagination eine andere Handlung der betreffenden Person vorstellen. Gelingt dies mit unseren astralen Sinnen gerade so in vollster Klarheit wie das Erschaute, dann ist das Gesehene eine Täuschung, und die Übung ist oftmals zu wiederholen, bis man sich die Fähigkeit angeeignet hat, Tatsachen von Einbildungen oder Täuschungen zu unterscheiden.

Der Magier kann, wenn er will, auf dieselbe Art unter seiner geschickten Führung auch eine ungeschulte Person fernsehen lassen. Auf diesem Gebiet bringen es besonders geschulte und geübte Magier sogar fertig, photographische Aufnahmen der gesehenen Bilder und Begebenheiten auch auf die größte Entfernung mittels eines roten Filters und unter Berücksichtigung der beschriebenen Praktiken zu machen.

Geht es dir nicht um die materiellen Begebenheiten, die du auf Entfernung in der Gegenwart erforschen willst, sondern interessierst du dich lediglich für das Seelenleben, den Charakter und die Gefühle eines Menschen, dann denke dir den Körper der zu sehen gewünschten Person weg und stell dir nur deren Astralkörper vor. Bald darauf wirst du die Aura und die Charaktereigenschaften dieser Person in den verschiedenen Farbschattierungen erblicken, woraus du dann laut Analogiegesetz logische Schlußfolgerungen auf Charakter und Fähigkeit ziehen kannst.

Interessiert dich weder das materielle Tun einer Person noch deren seelische Eigenschaften und Charakterzüge und willst du im Spiegel lediglich den Geist erblicken, dann denkst du dir den materiellen Körper und gleichzeitig den Astralkörper der Person weg. Auch hier werden dir die Bilder, die dem Geist entsprechen, erscheinen, und du kannst auf diese Art den Gedanken- oder Ideengang einer Person selbst auf die weiteste Entfernung verfolgen.

Wie man aus dem angeführten Beispiel ersieht, ist die Fähigkeit eines Gedankenlesens bei einer beliebigen Person auch auf die größte Entfernung ohne weiteres möglich, und es liegt an deinem Willen, wie weit du in dieser Richtung die Meisterschaft erlangen willst.

Der magische Spiegel als Hilfsmittel zur Erforschung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Eine der schwierigsten Aufgaben im Arbeiten mit dem Spiegel ist die exakte Erforschung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bei anderen Personen. Daß der Magier seine eigene Vergangenheit und Gegenwart im Spiegel wie am Film aufgedreht erschauen kann, ist begreiflich, aber er wird sicherlich davon Abstand nehmen, dies zu tun. Wollte ein Magier seine Neugierde befriedigen, um seine Zukunft zu erfahren, wäre es für ihn mit Hilfe des magischen Spiegels nicht schwer, sich darauf einzustellen und jede Einzelheit zu erforschen.

Es hätte aber den Nachteil, daß in dem Augenblick, wo der Magier seine Zukunft im Spiegel erblickt, er sich seines freien Willens beraubt. Er wäre dann mit einer Schablone zu vergleichen, die auszufüllen ist, ohne daß etwas dafür oder dagegen getan werden könnte. Anders ist es allerdings, wenn das Akashaprinzip in der höchsten Form, wollen wir es Göttliche Vorsehung nennen, ihm auf diese oder jene Weise eine Warnung, etwa vor Gefahren, gibt, ohne daß der Magier die Absicht hätte, etwas zu sehen und zu erfahren.

Einer solchen Warnung ist dann ausnahmslos Folge zu leisten, da eine Nichtbeachtung zum Schaden des Magiers ginge. Der Magier wird, auf dieser Stufe angelangt, selbst unterscheiden können, ob die Warnung von einem Wesen, ganz gleich aus welcher Ebene, stammt oder direkt aus dem Akashaprinzip kommt.

Bei ungeschulten Menschen und bei denjenigen, an denen der Magier ein besonderes Interesse hat, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu erforschen, ist der magische Spiegel natürlich ein guter Behelf. Alle Gedanken, Empfindungen, Gefühle und physischen Handlungen hinterlassen im Akasha- oder Ursachenprinzip genaue Aufzeichnungen, so daß der Magier jederzeit in der Lage ist, durch seinen magischen Spiegel oder direkt im Trancezustand im Akasha wie in einem offenen Buch zu lesen.

Er braucht sich nur mittels Imagination darauf einzustellen. Zum Beginn, solange der Magier noch nicht ganz Meister darin ist, werden die Bilder unzusammenhängend oder nur vereinzelt auftreten. Durch öfteres Wiederholen dieser Übung wird ein Bild nach dem anderen im richtigen Zusammenhang mit der Vergangenheit vor den Blicken des Magiers wie in einem Panorama auf der Spiegeloberfläche erscheinen, so deutlich und klar, wie wenn der Magier die erschauten Begebenheiten selbst durchleben würde.

Der Magier kann, von der Gegenwart angefangen, bis in die Kindheit und zurück bis zur Geburt eine Begebenheit nach der anderen aufrollen lassen. Es ist ratsam, die Vergangenheit nur bis zur Geburt zu verfolgen, obwohl es ohne weiteres möglich ist, das Leben des Geistes der betreffenden Person auch in den früheren Verkörperungen zu erforschen. Davor sei aber der Magier gewarnt, da er durch ein Ermitteln sowohl der Zukunft als auch des ehemaligen Vorlebens bei sich und bei anderen Personen in die Gesetze der Göttlichen Vorsehung eingreifen würde und seine Neugier schwere Folgen hätte.

Erstens wäre er im gleichen Augenblick so alt, wie viele Vorleben er bei sich erschaute, was ein sehr unangenehmes Gefühl im Innern des Magiers hervorrufen und sich in vieler Hinsicht unliebsam bemerkbar machen würde, vor allem in der Interesselosigkeit am weiteren Leben. Zweitens ist der Magier für seine in den ermittelten Vorleben begangenen Fehler verantwortlich. Es hätte nur den einen Vorteil, daß er sich der Erfahrungen im vorigen Leben bewußt werden würde, was ihn aber keinesfalls die Nachteile ausgleichen ließe.

Will der Magier aus irgendeinem triftigen Grund die Zukunft eines anderen Menschen erfahren, braucht er sich nur in den Trancezustand versetzen. Ist der Magier in dieser Praxis gut bewandert, gibt es für ihn nichts, was ihm verborgen bliebe. Diese Art von Hellsehen, wo der Magier die Mental-, Astral- und die grobmaterielle Ebene von sich und von anderen genau zusammenhängend zu erblicken vermag, ist schon das Höchstmaß des Arbeitens mit dem magischen Spiegel.

Ist der Magier soweit gekommen, dann habe ich ihm in bezug auf den magischen Spiegel nichts Neues mehr zu sagen, und er wird an Hand der hier angeführten Beispiele auf eigene Praktiken selbst kommen.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




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20.10.2010 19:38
#22 RE: Magsiche Schulung antworten

Magische Seelen-Schulung Stufe 9
- Exteriorisation oder die bewußte Trennung des Astralkörpers vom grobmateriellen Körper
- Die Imprägnierung des Astralkörpers mit den vier göttlichen Grundeigenschaften

Die bewußte Trennung des Astralkörpers vom grobstofflichen Körper

In dieser Stufe lernt der Magier, durch bewußte Übung seinen Astralkörper vom physischen Körper zu trennen und sich nicht nur geistig, sondern auch seelisch überall dorthin zu versetzen, wo er mit seinem Astralkörper sein will und zu sein braucht. Die Trennung des Astralkörpers ist, wie wir gleich praktisch sehen werden, eine andere als das mentale Wandern oder der durch das Akashaprinzip hervorgerufene Trancezustand.

Der Zustand, in dem der Astral- und Mentalkörper vom grobstofflichen Körper getrennt wird, heißt in der okkulten Redeweise Ekstase. Der wahre Magier beherrscht die Fähigkeit, mit seinem Astralkörper überallhin zu gehen, in den meisten Fällen wird er aber mit dem mentalen Wandern oder mit dem Trancezustand auskommen. Der Astralkörper wird, wenn er vom physischen Körper getrennt und mit dem Mentalkörper verbunden bleibt, meist nur für diejenigen Arbeiten in Anspruch genommen, die eine materielle magische Handlung erfordern.

Bei den Arbeiten des Astralleib-Aussendens ist gewisse Vorsicht vonnöten, da im
Gegensatz zum mentalen Wandern beide Verbindungsglieder zwischen Mental-, Astral- und grobstofflichem Körper, also die sogenannte Mental- und Astralmatrize, vom Körper freigelegt sind und nur ein feines elastisches silberglänzendes Lebensband den Astral- und Mentalkörper mit dem grobstofflichen Körper verbindet.

Würde in dem Zustand, wo der Mental- und Astralkörper vom physischen Körper gelöst ist, letzteren eine fremde, ob magisch geschulte oder ungeschulte Person berühren, müßte dieses überaus feine Band sofort reißen, und die Verbindungsmöglichkeit mit dem grobmateriellen Körper wäre unterbunden, was den physischen Tod zur Folge hätte. Deshalb ist gleich zu Beginn dieser Übungen strengstens darauf zu achten, daß man in diesem Zustand von niemand berührt werde. Das Reißen des feinen Bandes ist darauf zurückzuführen, daß das elektromagnetische Fluid eines Menschen bei weitem stärker wirkt und das feine Lebensband auch eines fortgeschrittenen Magiers diesem Fluid nicht standhalten könnte.

Die ärztliche Wissenschaft würde bei der Untersuchung eines auf diese Art und Weise getöteten Körpers nichts anderes als eine Embolie oder einen Herzschlag, eventuell Herzlähmung feststellen. Der physische Körper ist im Zustand der Ekstase gleich einem Scheintoten gefühl- und leblos, der Atem ist eingestellt und das Herz steht still. Nachfolgende Beschreibung der Praxis bringt nähere Aufklärung. Der Scheintod ist gleichfalls eine Ekstase-Erscheinung, die jedoch infolge einer pathologischen Einwirkung bei dem Betroffenen eingetreten ist und von jedem Magier leicht erklärt werden kann.

Es wäre noch zu bemerken, daß durch das normale Atmen, bei dem die vier Elemente inklusive Akasha durch den Atem der Blutbahn zugeführt werden, die Mentalmatrize, also das Bindemittel zwischen Mental- und Astralkörper, in Kontakt gehalten wird, da erfahrungsgemäß es ohne Atem kein Leben gibt. Durch die Nahrungszufuhr wird die Astralmatrize, die das Bindemittel zwischen dem Astralkörper und dem physischen Körper ist, am Leben erhalten. Der Magier sieht jetzt den Zusammenhang zwischen der Nahrungsaufnahme und dem Atem und wird in den Übungen der vorherigen Stufen, das bewußte Atmen und das bewußte Essen betreffend, die wahre Begründung finden.

Bei Vernachlässigung des einen oder des anderen in diesem Entwicklungsstadium müßten beim Magier zweifellos Disharmonien, Krankheiten und anderweitige Störungen auftreten. Viele Störungen des Geistes, der Seele und auch des Körpers sind in der Unregelmäßigkeit und Unachtsamkeit dieser beiden Faktoren zu suchen. Deshalb ist nicht umsonst gleich anfänglich darauf hingewiesen worden, daß Körper, Seele und Geist gleichmäßig entwickelt und erhalten werden sollen.

Ist der physische Körper nicht harmonisch, kräftig und zäh genug, besitzt er nicht durch ausgiebige und vitaminreiche Kost genügend Vorrat an elektromagnetischem Fluid und dadurch eine ausreichende Elastizität der Astralmatrize, könnten ihm durch die Ekstase-Übungen gesundheitliche Schäden zugefügt werden. Daher wird der Magier jetzt einsehen, daß alle asketischen Übungen, wo ein Hungern im Arbeitssystem der Entwicklung vorgeschrieben wird, extrem und infolgedessen verwerflich sind.

Viele orientalische Praktiken, die Askese und asketische Übungen vorschreiben, sind einseitig und für nicht einheimische Menschen, deren körperliche Dispositionen dem herrschenden Klima nicht angepaßt sind, geradezu gefährlich. Falls aber der Magier die drei Daseinsstufen, das sind Körper, Seele und Geist, gleichmäßig entwickelt hat, braucht er keine Befürchtungen zu hegen, daß bei ihm im Mental-, Astral- und grobstofflichen Körper irgendwelche Störungen auftauchen. Nur wer diesen Lehrgang nicht systematisch durcharbeitet und in der Entwicklung diese oder jene Vorsichtsmaßnahme vernachlässigt, muß mit eventuellen Disharmonien rechnen.

Der Magier beginne somit nicht eher mit der Übung des Astralleib-Aussendens, bevor er nicht ganz sicher ist, alle bisher empfohlenen Methoden restlos zu beherrschen. Beim mentalen Wandern bleibt der stabilste Teil, das ist die Astralmatrize, die Körper und Seele verbindet, im Körper, wohingegen beim Astralleib-Aussenden alles aus dem Körper herausgezogen wird, so daß bei Ekstase-Übungen doppelte Vorsicht am Platze ist.

Die eigentliche Praxis des Astralleib-Aussendens ist sehr einfach, namentlich dann, wenn man das mentale Wandern gut beherrscht. Die Abtrennung des Astralleibes geschieht folgendermaßen:

Du setzt dich in dein Asana - auch liegend können die Übungen gemacht werden -, und trittst mit deinem Mentalkörper aus dem grobmateriellen Körper heraus. Mit dem in den Mentalkörper versetzten Bewußtsein beobachtest du deinen grobstofflichen Körper. Es wird dir vorkommen, wie wenn sich der Körper im Schlaf befinden würde. Mittels Imagination stellst du dir nun vor, daß dein Astralkörper ähnlich wie dein Mentalkörper aus dem physischen Körper durch deinen Willen herausgezogen wird.

Die Form des Astralkörpers muß dieselbe sein wie deines Mental- und grobstofflichen Körpers. Hierauf verbindest du dich mit deinem Astralkörper, indem du in die astrale Form eintrittst. Bei dieser Übung wird dich ein befremdendes Gefühl überfallen, wie wenn der Astralkörper nicht zu dir gehören würde, und du mußt daher sofort die Verbindung zwischen der Mental- und Astralmatrize bewußt herstellen.

Es würde dir auch nicht gelingen, den Astralkörper in deiner Vorstellung zu behalten, da er immer wieder vom Körper wie durch ein unsichtbares Band angezogen wird. Wenn du bei diesen Übungen gleichzeitig den Körper beobachtest, wirst du feststellen, daß bei diesem Experiment Atemstörungen auftreten. In dem Augenblick aber, wo du dich im Geiste mit der astralen Form verbindest und sofort bewußt zu atmen beginnst, fühlst du dich mit dem Astralkörper tatsächlich sogleich verbunden.

Du hast in der ersten Zeit, wo du dich auf diese Weise als Geist neben deinem physischen Körper mit dem Astralkörper verbindest, auf nichts anderes als auf das Atmen zu achten. Diese Übung wird so lange gemacht, bis das Atmen im Astralkörper, den du neben deinem physischen Körper herausgezogen und dich mit ihm geistig verbunden hast, zur Gewohnheit geworden ist.

Wie man sieht, ermöglicht nur das bewußte Atmen im Astralkörper die Lösung der Astralmatrize. Ist durch oftmaliges Wiederholen das Atmen im Mental- und Astralkörper zur Gewohnheit geworden, kann man in den Übungen weitergehen. Beginnt man im Astralkörper zu atmen, hört der physische Körper zu atmen auf. Durch die Trennung verfällt der physische Körper in eine Art Lethargie, die Glieder werden steif, das Gesicht fahl, gleich einem Toten.

Sobald man aber mit der Übung des Atmens neben seinem Körper aufhört und die Übung beenden will, wird man sogleich bemerken, daß der Astralkörper unverzüglich wie durch einen Magnet vom Körper angezogen wird und den Atmungsprozeß im physischen Körper wieder normal aufnimmt. Erst dann, wenn man sich auch mit dem Mentalkörper, also mit seinem Bewußtsein geistig in den Körper zurückversetzt, so daß Astral- und Mentalkörper die physische Form einnehmen, kommt man allmählich wieder zu sich und beendet damit die erste Übung.

Das, was üblich als das Sterben bezeichnet wird, ist derselbe Vorgang, nur mit dem Unterschied, daß die Matrize zwischen dem stofflichen und dem Astralkörper zerstört wird. In einem Fall, wo es um das normale Sterben geht und die Astralmatrize zwischen dem grobstofflichen und dem Astralkörper durch Krankheit oder durch eine andere Ursache gerissen ist, hat der Astralkörper mit dem Mentalkörper zusammen im physischen Körper keinen Halt mehr und tritt automatisch, ob gewollt oder ungewollt, aus diesem heraus.

Dieser Vorgang verlegt das Atmen in den Astralkörper, ohne daß man sich dessen im Astralleib bewußt wird. Darin ist die Erklärung zu suchen, daß verstorbene Wesen anfänglich keinen Unterschied zwischen dem grobmateriellen und dem Astralkörper fühlen. Erst allmählich werden sie sich dessen bewußt, wenn sie sehen, daß der grobmaterielle Körper für sie unbrauchbar geworden ist und der Astralkörper anderen Gesetzen (des Akashaprinzipes) unterliegt.

Darüber habe ich ja schon in den vorhergehenden Kapiteln betreffend die Astralebene eingehend geschrieben. Die Übung des bewußten Astralleib-Aussendens ist demnach eine Nachahmung des Sterbevorganges. Daraus geht hervor, wie nahe man bei diesen Übungen an der Grenze zwischen dem wirklichen Leben und dem sogenannten Tode ist, und alle Vorsichtsmaßnahmen sind durchaus begründet.

Beherrscht der Magier das Astralleib-Aussenden vollkommen, dann ist 1. die Furcht vor dem Tode überflüssig geworden, 2. weiß der Magier genau den Vorgang seines Ablebens und auch, wo er nach dem Abstreifen des physischen Körpers hinkommt. Nach vielen Übungen der bewußten Loslösung des Astralleibes wird das Atmen im Astralleib derart zur Gewohnheit, daß man dessen nicht mehr gewahr wird und im Astralleib dieselben Gefühle hat, wie wenn man sich im physischen Körper befinden würde.

Will man in seinen grobstofflichen Körper zurückkehren, muß im Astralkörper der Atem bewußt angehalten werden, damit sich der Astralkörper vom Mentalkörper lösen kann, um die Form des physischen Körpers anzunehmen. In dem Moment, wo der Astralkörper die Form des grobmateriellen Körpers annimmt, beginnt der Körper wieder automatisch zu atmen, wodurch erst die Rückkehr in den physischen Körper möglich ist. Dies ist auf jeden Fall zu beachten.

Da der Mentalkörper einer anderen Gesetzmäßigkeit unterliegt, atmet er nicht nach demselben Rhythmus wie der grobmaterielle Körper in Verbindung mit dem Astralkörper. Erst dann, wenn man sich an das Heraustreten und Zurückkehren des Astral- und Mentalkörpers aus dem physischen Körper gewöhnt hat, so daß man beliebig aus und ein kann, ferner die Vorsichtsmaßnahmen in bezug auf das Atmen berücksichtigt und diese zur Gewohnheit geworden sind, ist man befähigt, sich vom grobmateriellen Körper sukzessive zu entfernen.

Zu Beginn dieser vorbereitenden Übungen trete man nicht weiter als neben den Körper. Man hat die Möglichkeit, dann entweder neben seinem physischen Körper zu stehen oder mit dem Astral- und Mentalkörper neben dem materiellen Körper dessen momentane Stellung - also das Asana - einzunehmen.

Eine weitere Übung ist dann die, nicht nur den Körper, sondern, ebenso wie beim Mentalleib-Aussenden, die unmittelbare Umgebung zu betrachten. Schließlich ist es derselbe Vorgang wie beim mentalen Wandern; man muß alle Gegenstände wahrnehmen, empfinden und hören, nur mit dem Unterschied, daß sich der Geist noch ein Gewand, in unserem Falle den Astralkörper, mitnimmt, der es möglich macht, physischer zu wirken.

Wenn du z. B. irgendwohin einen Besuch nur im Mentalkörper machst und dort einen Vorgang beobachtest, der bei dir eine gute oder schlechte Empfindung psychisch hervorrufen würde, kannst du es im Mentalkörper nicht empfinden und wahrnehmen, und auch beeinflussen kann er dich nicht. Erlebe dasselbe dagegen mit dem Astralleib, dann empfindest du es so intensiv, wie wenn du direkt mit deinem physischen Körper dort zugegen wärest.

Bei einer weiteren Übung versuchst du, dich von deinem Körper allmählich schrittweise zu entfernen. Zuerst wirst du dich durch eine unsichtbare Zugkraft ähnlich der, die ein Magnet auf das Eisen ausübt, zu deinem physischen Körper gewaltsam hingezogen fühlen. Dies ist dadurch erklärlich, daß das Band zwischen dem Astral- und dem physischen Körper mit dem subtilsten Fluid ernährt, erhalten und im Gleichgewicht gehalten wird.

Durch die Übungen aber ist das Astralleib-Aussenden ein wissentlicher Vorgang gegen die Naturgesetzrnäßigkeit der Naturelemente im Körper und muß bewältigt werden. Deswegen erfordert das Fortbewegen deines Astralkörpers eine bei weitem größere Anstrengung, als wenn du dich nur mit dem Mentalkörper wegbegeben würdest. Entferne dich daher anfänglich nur wenige Schritte von deinem Körper und kehre sofort wieder zurück.

Dadurch, daß dich die magnetische Zugkraft dauernd fesselt und beeinflußt, ruft sie in deinem Astralleib auch verschiedene Gefühle hervor, wie etwa Furcht vor dem Tode.
Diese Gefühle sind jedenfalls zu überwinden. In dieser Stufe mußt du aller derartigen Vorkommnisse Herr werden. Bei jeder erneuten Übung ist die Entfernung vom physischen Körper zu vergrößern. Mit der Zeit wirst du immer größere Strecken zurücklegen können. Und je weiter du dich mit deinem Astralkörper vom physischen Körper entfernen kannst, um so geringer wird die Zugkraft zu deinem physischen Körper sein.

Später bei sehr weiten Reisen wird es dir sogar schwerfallen, in den Körper zurückzukehren. Hier läuft der Magier dann Gefahr, namentlich wenn er sich in Ebenen oder Gegenden befindet, die ihn so einnehmen, daß er beim Gedanken, in seinen Körper zurückkehren zu müssen, sozusagen von Trauer befallen wird. Der Magier muß eben absoluter Herr seiner Gefühle sein, denn wenn er sich daran gewöhnt, mit seinem Astralkörper nicht nur auf der grobstofflichen Ebene, sondern auch auf der Astralebene wie zu Hause zu sein, wird er gewöhnlich lebensüberdrüssig und möchte am liebsten nicht mehr in seinen Körper zurück.

Es überkommt ihn das Verlangen, das Lebensband, das ihn noch an seinen physischen Körper fesselt, gewaltsam zu zerreißen. Würde er dies tun, hieße das gerade so einen Selbstmord begehen wie im physischen Körper. Außerdem wäre dies ein Vergehen gegen die Göttliche Vorsehung und hätte demnach auch karmische Folgen. Daß die Versuchungen zu einem solchen Selbstmord groß sind, namentlich wenn der Magier in der physischen Welt viel zu leiden hat und in den anderen Ebenen dagegen Glückseligkeiten erlebt, ist begreiflich.

[ Editiert von Administrator Linoma am 20.10.10 19:39 ]

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




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20.10.2010 19:39
#23 RE: Magsiche Schulung antworten

Ist man mit diesen Übungen, betreffend das Astralleib-Aussenden, derart vorwärtsgekommen, daß man beliebige Strecken zurücklegen kann, ist dem Magier die Möglichkeit gegeben, die Fähigkeit für verschiedene Zwecke in Anwendung zu bringen. Er kann sich mit seinem Astralleib überall hinversetzen, wohin er will, kann Kranke behandeln, indem er im Astralkörper die magnetischen oder elektrischen Fluide staut und verdichtet und sie auf kranke Personen überträgt.

Die Behandlung mit dem Astralleib ist bei weitem durchdringender als durch bloße Gedankenübertragung oder mittels des mentalen Wanderns, da die Fluide, mit denen der Magier arbeitet, nur in der mentalen Ebene des betreffenden Kranken wirksam sind.
Ferner ist es dem Magier möglich, auch andere Beeinflussungen durchzuführen. Er kann sich durch das Erdelement, das er auf der Astralebene in seinem Astralleib verdichtet, so stark materialisieren, daß er sich vor den Augen eines Eingeweihten wie eines Nichteingeweihten verdichtet respektive materialisiert und direkt mit den physischen Augen gesehen, gehört und empfunden werden kann.

Die Erfolge in dieser Hinsicht hängen von der Übungsdauer und von der Stauungsfähigkeit des Erdelementes im Astralkörper ab. Daß der Magier auch physische Handlungen mittels seines Astralleibes auszuführen versteht ist logisch. Das Bilden von Phänomenen - wie Eingeweihte es verstehen -, Verursachen von Klopftönen, Verrichten verschiedener Arbeiten, findet hiermit die richtige Erklärung. Einem Magier sind hier wahrlich keine Grenzen gesetzt, und es liegt dann an ihm selbst, in welcher Hinsicht er sich spezialisieren will.

Auf jeden Fall weiß er Bescheid, wie er alles bewerkstelligen soll. Er kann z. B. auch nur einen Körperteil verdichten, sagen wir eine Hand, wohingegen die andere astralisch bleibt. Bringt er es fertig, mittels seiner Imaginationskraft die Elektronenschwingungen eines Gegenstandes zu beschleunigen, ist er in der Lage, einen seinen Kräften und seiner Entwicklung entsprechenden Gegenstand auch vor den Augen anderer verschwinden zu lassen und ihn auf die Astralebene zu versetzen.

Die grobmateriellen Gegenstände unterliegen dann nicht mehr den grobmateriellen Gesetzen, sondern werden astralisch. Daß der Magier dann solche Gegenstände mit Hilfe seines Astralkörpers auch auf die größte Entfernung übertragen und wieder in ihre ursprüngliche Form zurückbringen kann, ist für ihn eine Kleinigkeit. In den Augen der Uneingeweihten gilt dieses Phänomen wie eine Chimäre, aber ein entwickelter Magier kann solche und noch größere Phänomene, die sonst als Wunder gelten würden, hervorrufen.

Alle diese Phänomene sind, wie aus unserer Erklärung ersichtlich, keine Wunder, denn Wunder im wahren Sinne des Wortes gibt es für den Magier nicht. Er kennt nur den Gebrauch höherer Kräfte und Gesetze und bringt dieselben in Anwendung. Es ließen sich noch sehr viele Beispiele anführen, was der Magier mit seinem Astralleib alles vollbringen kann, jedoch dem ehrlich Strebenden genügen bloße Andeutungen.

Die Imprägnierung des Astralkörpers mit den vier göttlichen Grundeigenschaften

Auf dieser Entwicklungsstufe angelangt, beginnt der Magier seine Gottesanschauung in konkrete Ideen zu kleiden. Der nur einseitig geschulte Mystiker, Yogi usw. sieht in seiner Gottheit nur einen Aspekt, den er verehrt und dem er die höchste Anerkennung und Verehrung darbringt.

Der wahre Eingeweihte, der den Stufenlehrgang in bezug auf die vier Elemente dauernd in seiner Entwicklung berücksichtigt, wird den Gottesbegriff den Universalgesetzen gemäß in vier Aspekte kleiden, welche sind: Die Allmacht, die dem Feuerprinzip entspricht, die Weisheit und Allwissenheit, die dem Luftprinzip zusteht, die Unsterblichkeit mit dem Wasserprinzip und die Allgegenwärtigkeit mit dem Erdprinzip.

Aufgabe dieser Stufe ist es, daß der Magier der Reihe nach über diese vier Göttlichen Ideen - Aspekte - meditiert. Tiefe Meditationen versetzen den Magier beinahe in die Lage, direkt mit einer dieser Göttlichen Tugenden in Ekstase zu kommen und mit ihr derart zusammenzufließen, daß er sich selbst als die betreffende Tugend empfindet. Dies muß er mit allen vier Tugenden seines Gottes erleben.

Die Einteilung der Übung bleibt ihm frei überlassen, und zwar kann er über eine der Tugenden so lange meditieren, bis er die Gewißheit hat, daß die Tugend in ihm verkörpert ist. So verfährt er mit allen anderen Tugenden. Er kann die Meditationen seiner Zeit entsprechend so ausführen, daß er bei einer Übung der Reihe nach alle Tugenden in sich meditativ hervorruft. Es ist so stark, so tief, so eindringlich und so überzeugend in sich hinein zu meditieren, daß der Astralkörper mit der Tugend geradezu identisch wird.

Sein Gottesbegriff ist universal, der alle vier Gottestugenden den Universalgesetzen entsprechend in sich einschließt. Diesen Meditationen widme der Magier die größte Aufmerksamkeit, denn sie sind zum Einswerden mit seinem Gott unumgänglich notwendig. Kann er sich über diese vier Göttlichen Tugenden ein inneres Bild rnachen, was nur durch tiefe Meditation zu erreichen ist, wird er reif, die Verbindung anzuknüpfen, deren Praxis ich in der letzten Stufe dieses Lehrganges beschreibe.

Diese Meditationen bewirken mit der Zeit eine Vergöttlichung seines Geistes, seiner Seele, und zu guter Letzt wirken sie auch in analoger Beziehung auf seinen Körper und ermöglichen so dem Magier die Verbindung mit seinem Gott, was ja Zweck und Ziel dieses Entwicklungslehrganges ist.

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Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




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20.10.2010 19:40
#24 RE: Magsiche Schulung antworten

Magische Körper-Schulung Stufe 9

- Krankenbehandlung durch das elektromagnetische Fluid
- Magische Ladung von Talismanen, Amuletten und Edelsteinen
- Wunschverwirklichung durch elektromagnetische Kugeln im Akasha als das sogenannte Voltieren.


Derjenige Schüler, der alle Methoden praktisch durchgearbeitet hat, benötigt für die Körperschulung keine besonderen Übungen mehr. Die entwickelten Kräfte braucht er nur noch mehr zu vertiefen und vielseitig in Anwendung bringen. Nachstehend bringe ich einige Anleitungen, die der Schüler gemäß seiner Entwicklung nach einigem Üben ohne weiteres verfolgen kann.

Krankenbehandlung durch das elektromagnetische Fluid

Es ist eine wunderschöne und heilige Aufgabe, der leidenden Menschheit mit seinen Kräften behilflich zu sein. Der Magier vermag in der Krankenbehandlung so wie viele Heilige der Vergangenheit und Gegenwart direkte Wunder zu vollbringen. Kein Heilpraktiker, Magnetiseur und Heilmedium wird die dynamischen Kräfte den Urgesetzen gemäß so auszulösen verstehen, wie gerade der Magier. Voraussetzung dabei ist, daß der Magier die okkulte Anatomie des Körpers in bezug auf die Elemente und deren Wirkung in positiver und negativer Form kennt, da sonst eine Beeinflussung des Krankheitsherdes unmöglich wäre.

Durch das Akashaprinzip und durch seinen hellseherischen Blick vermag der Magier jede Ursache der Erkrankung sofort zu erkennen und mit der Beeinflussung direkt bei der Wurzel, also der Ursache der Erkrankung, zu beginnen. Liegt die Ursache in der Mentalsphäre, so muß der Magier vor allem den Geist des Patienten beeinflussen, um die Harmonie wiederherzustellen.

Wie schon gesagt wurde, kann die Mentalsphäre nur auf die Mentalebene, die Astralsphäre nur auf die Astralebene und die grobmaterielle Sphäre wiederum nur auf die grobstoffliche Ebene einwirken. Dies behalte der Magier stets im Augenmerk. Eine Transmutation aus einer Ebene in die andere kann nur durch die entsprechende Matrize oder den Verbindungsstoff durch eine subtilere Kraft zustande kommen. Ein Gedanke kann unmöglich eine physische Kraft hervorrufen, also ein körperliches Leiden beheben.

Aber ein mit Glauben und Überzeugung konzentrierter Gedanke kann in der Mentalsphäre des Patienten starke Schwingungen verursachen, die dann durch die Mentalmatrize dem Astralleib zugeführt werden. Weiter als in die Seele des Patienten reicht so ein Einfluß nicht. Ein solcher Einfluß regt zwar den Patienten dazu an, sich geistig auf den Heilungsprozeß einzustellen, wodurch die für die Heilung erforderlichen Schwingungen entstehen, aber nichts weiter.

Es wird zwar eine mentalisch-astrale Linderung erzielt, der Patient veranlaßt innerlich von der Mentalsphäre aus den beschleunigten Heilungsprozeß, aber für das grobmaterielle Leiden ist der Einfluß nicht ausreichend genug, namentlich wenn dem Patienten innerlich schon so viele Kräfte fehlen, daß die zur grobstofflichen Heilung nötigen Stoffe und Fluide sich nicht mehr erneuern. Der Erfolg wäre demnach nur ein sehr geringer und die Heilung nur eine subjektive.

In diese Kategorie von Heilmethoden gehören: die Suggestion, Hypnose, Autosuggestion, das Gesundbeten usw. Der Magier unterschätzt zwar diese Methoden nicht, aber er verläßt sich auch nicht auf sie und bedient sich ihrer lediglich nur als Hilfsmittel zweiter Klasse. Einen so hohen Wert, wie er in zahlreichen Büchern diesen Methoden beigelegt wird, haben sie für ihn nicht.

Bei weitem wirkungsvoller arbeitet ein echter Magnetiseur, der durch okkultes Training und entsprechende Lebensweise über einen großen Überschuß an Lebensmagnetismus verfügt. Er bedarf dann weder des Glaubens des Patienten noch irgendwelcher Suggestionen, Hypnose oder eines Heiligenscheines. So ein Magnetiseur lädt mittels seines Überschusses, im Bedarfsfalle auch gegen den Willen des Patienten, seine Lebenskraft in den Astralleib und erzielt somit eine raschere Heilung, weil sein Magnetismus eine stärkere Spannkraft besitzt und auf diese Art die Astralmatrize des Kranken stärkt.

So kann ein Magnetopath auch ein Kind, das sich weder etwas vorstellen, noch mit seinem Unterbewußtsein irgendwie mithelfen kann, erfolgreich behandeln. Anders ist es bei einem Magier, der, wenn es ihm die Zeit erlaubt und wenn er sich auf die Heilpraxis spezialisiert, Hunderte von Patienten täglich behandeln könnte, ohne daß seine Vitalität im geringsten nachließe. Ein Magier bedient sich der Universalgesetze und trifft mit seinem Einfluß direkt das kranke physische Organ, ohne erst den Astralleib mitsamt der Matrize passieren zu müssen.

Demzufolge übt ein Magier eine bei weitem größere Wirkung auf das kranke Organ aus als alle bisher genannten Heilkünstler. Der Heilungsprozeß kann unter Umständen so rasch vor sich gehen, daß es in den Augen der Schulmedizin als ein Wunder angesehen werden müßte.

Ich will dem echten Magier hier keine allgemeinen Regeln für die Krankenbehandlung vorschreiben, denn an Hand der gelernten Gesetze wird er schon seine persönliche Arbeitsmethode haben. Es wird ihm genügen, wenn ich ihm nur einige Hinweise gebe. Der Magier arbeitet mit dem Willen und der Imagination, wenn es sich bei seinen Patienten um eine Schwäche oder Störung des Geistes handelt, wo die Harmonie wieder herzustellen ist.

Dabei muß sich der Magier der Tätigkeit seines Geistes bewußt sein, daß nicht sein Astral- oder physischer Körper die Beeinflussung vornimmt, sondern daß lediglich sein Geist wirkt. Alle Aufmerksamkeit ist daher dem Geist zu widmen, Körper und Seele vollkommen zu vergessen, damit die Wirkung von Geist zu Geist intensiv ist. Liegt z. B. der Patient in Agonie oder Bewußtlosigkeit, vermag ihn der Magier zur Besinnung zu bringen.

Sind die Ursachen der Erkrankung im Astralleib zu suchen, so arbeitet der Magier mit gestauter Lebenskraft, die er mit dem Wunsch der Genesung imprägniert. Die Stauung wird der Magier direkt aus dem Universum in den Astralleib des Patienten leiten, ohne erst die Lebenskraft durch seinen Körper gehen zu lassen. Dadurch verhütet der Magier eine Abschwächung der eigenen Vitalität und gleichzeitig eine Vermischung des krankhaften Odes des Patienten mit seinem eigenen.

Sind die Ursachen der Erkrankung physischer Natur und ist irgendein Organ im Körper angegriffen, dann nimmt der Magier die Elemente und das elektrische und magnetische Fluid zu Hilfe. Bei kräftiger Konstitution des Patienten arbeitet der Magier nur mit Elementen, die auf die Krankheit günstig einwirken; so z. B. wird er hobes Fieber mit dem Element des Wassers bekämpfen. Das eingeleitete Element bildet sich das notwendige Fluid - elektrisches oder magnetisches - von selbst und dem Patienten ist eine den Elementen entsprechende Lebensweise, Diät, Atemgymnastik, Heilkräuter, Bäder u. dgl. vorzuschreiben.

Ist der Körper des Kranken aber so weit geschwächt und so wenig widerstandsfähig, daß er das notwendige Element nicht aufnehmen und das entsprechende Fluid sich infolgedessen von selbst nicht bilden kann, bleibt dem Magier nichts anderes übrig, als das erkrankte Organ mit dem Fluid selbst zu laden. Dabei ist die okkulte Anatomie der Polarisation gemäß genau zu beachten. Ein Organ, das die Funktion des magnetischen Fluids versieht, darf nicht mit dem elektrischen Fluid geladen werden, will man dem Patienten nicht schaden.

In Organen, wo beide Fluide wirksam sind, wird der Magier gut tun, die Fluide der Reihe nach einzuleiten. Wirkt er z. B. fluidal auf den Kopf, so wird er den Vorderteil - Stirn -, die linke Seite und das Innere - Großhirn - mit dem elektrischen und die rechte Seite des Kopfes und den Hinterkopf Kleinhirn - rnit dem magnetischen Fluid laden. Wirkt dabei der Magier mit dem Händeauflegen, was zwar ein guter Behelf, aber nicht direkt notwendig ist, dann wird er auch das Auflegen der Hände dem Fluid entsprechend vornehmen. In unserem - Kopf - Beispiel wird er die Stirn und die linke Seite mit der rechten, also elektrischen Hand und den Hinterkopf und die rechte Seite mit der linken, magnetischen Hand beeinflussen.

Ein in der Heilpraxis außergewöhnlich gut geschulter Magier braucht keine Streichungen oder Händeaullegen vorzunehmen, er bewirkt alles imaginativ dank seiner geschulten Imagination. Mittels Imagination muß er das magnetische oder elektrische Fluid auch in die kleinsten Organe einzuleiten verstehen, so daß er z. B. in das Auginnere das magnetische und in den Augapfelrand das elektrische Fluid einleitet. Auf diese Weise wird er nicht nur viele Augenleiden erfolgreich behandeln, die Sehkraft des Auges stärken können, sondern wird auch, falls ein organischer Fehler nicht direkt vorliegt, Blinde wieder sehend machen.

Die neutralen Körperteile lade er entweder mit dem der Körperregion zustehenden Element oder mit gestauter Lebenskraft. Läßt er die neutralen Teile unberücksichtigt, begeht er keinen großen Fehler, da ja die Fluidstrahlungen auch die neutralen Punkte der Organe indirekt beeinflussen.

Handelt es sich bei einem Patienten nicht um die Störung eines einzelnen Organs, sondern ist der ganze Körper in Mitleidenschaft gezogen, wie z. B. bei Nervenleiden, Bluterkrankungen, dann ist das elektrische Fluid in die ganze rechte Seite des Patienten und das magnetische Fluid in die ganze linke Seite einzuleiten. Bei nicht aufnahmefähiger Konstitution des Kranken können nach der Einführung beider Fluide der Reihe nach, den Körperregionen entsprechend, noch die Elemente eingeführt werden. Von einer überaus dynamischen Stauung der Elemente in einem kranken Körper ist abzusehen, da der Kranke die Spannung nicht gut ertragen würde.

Das wirkungsvollste magische Heilverfahren besteht darin, daß der Magier bei dem Kranken der Reihe nach Geist, Seele und Körper entsprechend beeinflußt. Wie dies zu geschehen hat, ist ihm ja an Hand der angeführten Beispiele und der analogen Universalgesetze schon bekannt und bedarf keiner besonderen Hinweise mehr. Auf die etwaige Frage, ob es einem wahren und hochentwickelten Magier möglich ist, jede, auch die scheinbar unheilbarste Krankheit völlig auszuheilen, kann gesagt werden, daß, falls im Körper kein Organ fehlt, der wahre Magier tatsächlich die Möglichkeit hat, jede Krankheit, auch die schwerste, auszuheilen.

Nur wird der Magier im Buch des Schicksals - Akasha lesen, inwieweit er eingreifen darf, denn manche Krankheiten sind karmisch bedingt, d. h. der Patient hat aus dem jetzigen oder vorigen Leben dies oder jenes durch seine Erkrankung abzutragen. Ist aber der Magier dazu berufen, das Mittel zum Zweck zu sein und die Krankheit entweder zu lindern oder völlig zu beheben, was ein wahrer Magier im Akasha auch sieht, dann kann er auf Grund dieser Anleitungen und unter Berücksichtigung der Universalgesetze wahre Wunder wirken.

Die höchsten Eingeweihten, die unser Erdball je getragen hat, welche die größten Wunderheilungen, Totenerweckungen usw. vollbrachten, konnten dies nur unter Berücksichtigung der Universalgesetze, deren Kräfte und Fluide tun, wobei es nicht darauf ankam, ob die Realisationsfähigkeit ihres Glaubens bewußt oder unbewußt eine Rolle spielte, oder das lebendige Wort - Quabbalah. Wie weit die Wunderheilungen durch die Realisationsfähigkeit eines Magiers reichen können, hängt vom Grad seiner Entwicklung ab.

Magische Ladung von Talismanen, Amuletten und Edelsteinen

Der Glaube an Talismane, Amulette und Edelsteine reicht bis in die graue Vorzeit zurück und hat seinen Ursprung im Fetischismus, der noch heute unter den primitiven Völkern verbreitet ist. Bis zu einem gewissen Grad hat sich der Glaube an Talismane u. dgl. bis zum heutigen Tage erhalten, wurde aber der Mode angepaßt, was sich im Gebrauch verschiedener Glücksbringer, wie Anhängsel, Ringe, Broschen, bestätigt. Namentlich glückbringende Monatssteine stehen hoch im Kurs. Wenn die Idee der Talismane nichts Wahres und vielleicht auch Magisches in sich bergen würde, müßte der Gedanke und der Glaube an Talismane schon lange aus der Ideenwelt verschwunden sein. Unsere Aufgabe liegt darin, den Schleier beiseite zu schieben und die Spreu vom Weizen scheiden zu lernen.

Ein Talisman, Amulett oder irgendein Monatsstein soll bezwecken, den Glauben, das Vertrauen der ihn tragenden Person zu stärken, zu heben und zu halten. Dadurch, daß der Träger erhöhte Aufmerksamkeit seinem Talisman zuwendet, wird das Unterbewußtsein autosuggestiv in der gewünschten Richtung beeinflußt, und je nach Veranlagung können verschiedene Effekte erzielt werden.

Wenn ein rein materiell veranlagter Mensch, ein trockener Wissenschaftler, einen solchen Glauben verurteilt, ihn bespöttelt, bekrittelt und solchen Dingen den Stempel des Aberglaubens aufdrückt, ist es nicht zu verwundern. Der wahre Magier weiß um diese Dinge richtig Bescheid und wird sich nicht damit abfinden, einen Talisman nur zum Zweck der Hebung des Glaubens und Vertrauens zu tragen, sondern er wird vor allem den Zusammenhang der Gesetzmäßigkeit mit den Talismanen zu erforschen trachten. Es ist ihm bekannt, daß Talismane, die nur dem Glauben ihr Bestehen verdanken, in der Hand eines Ungläubigen oder mißtrauischen Menschen wirkungslos sind; er geht deshalb mit seiner Wissenschaft und Gesetzmäßigkeit in dieser Hinsicht ein Stückchen weiter.

Bevor wir die Synthese zergliedern, wollen wir noch die verschiedenen Unterschiede kennenlernen. Ein Talisman ist in der Hand des Magiers nichts mehr als ein Werkzeug, ein Anhaltspunkt, etwas Materielles, an das er seine Kraft, Ursache, Fluid, bindet oder bannt. Die Form, ob Ring, Anhänger, Brosche, und der materielle Wert sind ihm Nebensache. Er achtet dabei nicht auf Mode, Schönheit, Nimbus. Für ihn ist es ein Gegenstand, mit dessen Hilfe er durch Bannung seiner Kräfte Ursachen schafft, welche die gewünschte Wirkung auslösen sollen, dessen ungeachtet, ob der Träger daran glaubt oder nicht.

Ein Pentakel dagegen ist schon ein spezifischer Gegenstand - Talisman -, der mit den Analogiegesetzen der gewünschten Wirkung, Kraft, Fähigkeit und Ursache im Einklang steht. Bei dessen Herstellung und Ladung muß der Magier die dazugehörigen Analogiegesetze berücksichtigen. Auch zwecks Anknüpfung des Kontaktes mit Wesen höherer Welten, ob es sich nun um gute oder böse Wesen, Intelligenzen, Genien oder Dämonen handelt, wird der Magier das Pentakel dem Talisman vorziehen.

Ein Amulett wiederum ist ein auf Jungfernpergament oder auf gewöhnlichem Pergamentpapier geschriebener göttlicher Name, ein heiliger Vers aus der Bibel, ein Mantram, d. i. ein Satz, der die Verehrung einer Gottheit ausdrückt. Auch das Tragen von verschiedenen Zauberpflanzen, wie Mandragora u. a., die einen bestimmten Schutz oder andere effektive Wirkungen hervorrufen sollen, gehört noch in die Kategorie der Amulette. Ebenso das Tragen von fluidischen Kondensatoren fester oder flüssiger Natur oder damit getränktes Fließpapier sowie natürliche Magneteisensteine, kleine künstliche Hufeisenmagnete, sind noch zu den Amuletten zu rechnen.

Als letztes wollen wir noch die Edel- und Halbedelsteine erwähnen, die besonders geeignete fluidische Kondensatoren sind, die schon von alters her zu Schutz, Glück, Erfolg und zu Heilungen verwendet wurden. Die Astrologie hat auf Grund der Farben- und Härtetheorie jedem Stein eine besondere Wirkung zugeschrieben und Personen, die unter dem bewußten Zeichen oder Planeten geboren wurden, empfohlen, den entsprechenden Stein als Glücksstein zu tragen.

Dem wahren Magier ist aber bekannt, daß astrologisch gewählte Glückssteine nur geringe Wirkung haben und für Menschen, die an solche Dinge nicht glauben, vollkommen wertlos sind. Dagegen sind Steine, die mit einer astrologischen Wirkung übereinstimmen, mit Rücksicht auf ihre Härte, chemische Zusammensetzung und Farbe empfänglich und geeignet, die entsprechende magische Ladung aufzunehmen. Der Magier kann, soweit es im Bereich der Möglichkeit liegt, die astrologischen Maßnahmen berücksichtigen, ist aber von diesen keineswegs abhängig.

Er kann, wenn es ihm wünschenswert erscheint, jeden Stein, auch den astrologisch ungünstigsten, magisch so stark laden, daß Wirkungen erzielt werden, ohne Rücksicht darauf, ob die Person an die Wirkung glaubt oder nicht; stets wird der Effekt eintreten, den der Magier befiehlt. Somit haben wir die verschiedenen Arten und Unterschiede zwischen Talismanen, Amuletten, Pentakeln und Edelsteinen kennengelernt und wollen noch von den verschiedenen Ladungen sprechen. Hiervon gibt es zehn Arten, welche sind:
1. Ladung mit bloßem Willen in Verbindung mit der Imagination.
2. Ladung mittels terminierter Lebenskraftstauung und Wunschimprägnierung.
3. Ladung durch Bannung von Elementalen, Elementaren, Wesen, welche die gewünschte Wirkung zu vollbringen haben.
4. Ladung mittels individueller oder traditioneller Rituale.
5. Ladung durch magische Formeln, Mantrams, Tantras usw.
6. Ladungen durch Elementestauungen.
7. Ladungen durch das elektrische und magnetische Fluid.
8. Ladung mittels Lichtkraftstauung.
9. Ladung mittels elektromagnetischer Kugeln - Volte.
10. Ladungen durch sexuell- magische Operationen.

Jede dieser hier angeführten Ladungsmöglichkeit hat viele Variationen, und es würde zu weit führen, wenn ich sie hier alle beschreiben wollte. Der entwickelte Magier wird sich durch seine Intuitionen eigene Möglichkeiten schaffen. Die hier angegebenen zehn sollen nur als Richtschnur dienen, und ich will daher nur ganz kurz die einzelnen Ladungsarten beschreiben.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




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20.10.2010 19:40
#25 RE: Magsiche Schulung antworten

Zu l.: Ladung mit dem bloßen Willen in Verbindung mit der Imagination

Dies ist die einfachste und leichteste Methode, und die Wirkung hängt von der Kraft des Willens und der Imaginationsfähigkeit des Magiers ab. Jeder Talisman, jeder Stein, jedes Pentakel, mit Ausnahme von Papier- und Pergamentamuletten, muß, bevor die magische Ladung vorgenommen wird, von dem ihm anhaftenden Fluid befreit, d. h. entfluidisiert
werden. Am besten und wirksamsten geschieht dies durch die Magie des Wassers.

Nimm ein Glas mit frischem kalten Wasser, in das du den Talisman eintauchst. Konzentriere dabei, daß das Wasser alle schlechten Einflüsse entziehen soll. Bei dieser Konzentration verharrst du eine geraume Zeit. Nach einigen Minuten schärfster Konzentration mußt du die Gewißheit haben, daß alle schlechten Einflüsse vom Wasser aufgesogen wurden und dein Talisman von ihnen befreit ist. Hierauf trocknest du den Talisman ab und kannst nun versichert sein, daß derselbe für deinen Einfluß aufnahmefähig ist.

Die Entfluidisierung mußt du mit jedem nichtflüssigen Talisman vornehmen, ganz gleich nach welcher Methode du ihn laden willst. Sodann nimmst du den Talisman zur Hand und fixierst mit äußerster Willenskraft, mit festem Glauben und Vertrauen, imaginativ deinen Wunsch respektive die Wirkung in den Talisman hinein. Terminiere die Wirksamkeit deines Wunsches, ob sie nur auf gewisse Zeit oder dauernd bestehen soll, ferner, ob die Wlirkung nur für eine bestimmte Person in Frage kommt oder für jedermann, der den Talisman tragen sollte.

In der Gegenwartsform ladest, respektive imaginierst du, daß der gewünschte Effekt schon wirkt. Du kannst die Spannkraft des einkonzentrierten Wunsches durch öfteres Wiederholen der Ladung verstärken, wodurch die Ausstrahlungskraft des Talismans intensiver und durchdringender wird. Versetze beim Konzentrieren das Gefühl, daß die Wirksamkeit des Talismanes auch dann bestehen bleibe und sich automatisch verstärke, wenn du an deinem Talisman nicht denkst und, falls er für jemand anders bestimmt ist, für diesen das gleiche gelte. Hast du nach bestern Wissen und Gewissen mit der allergrößten Kraft, deren du fähig warst, den Talisman geladen, ist er gebrauchsfertig.

Zu 2.: Ladung mittels terminierter Lebenskraftstauung und Wunschimprägnierung

Ebenso wie unter l. geschildert, wird der zu ladende Talisman entfluidisiert. Ist es ein Talisman, den du persönlich verwenden willst, dann mußt du die Lebenskraftstauung in deinem eigenen Körper vornehmen (siehe Anleitung der Stufe 3). Hast du deinen Körper mit Lebenskraft expansiv geladen, führst du diese durch die rechte Hand in deinen Talisman ein und preßt die gestaute Lebenskraft derart zusammen, daß sie die ganze Form des Talismans, Amulettes oder Steines einnimmt.

Du mußt dir dabei vorstellen, daß der Talisman gleich einem saugenden Gefäß die Lebenskraft aufnimmt und so lange in sich behält, wie du dies wünschst. Du mußt mit der Überzeugung arbeiten, daß mit der Zeit und durch das Tragen oder den Gebrauch des Talismanes die Wirkung nicht verringert, sondern immer stärker wird. Die vom Talisman aufgenommene, bis zum schneeweißen Glanz zusammengepreßte Lebenskraft gleicht einer leuchtenden Sonne. So weit muß die Imagination reichen.

Den Wunsch bezüglich der Wirkung des Talismans verlegst du gleich bei der Stauung der Lebenskraft in deinen Körper. Auch die Wirkungsdauer kann nachträglich imaginativ festgelegt werden. Es ist die Gegenwartsform zu wählen, also die innere Überzeugung auszudrücken, daß der Talisman sofort nach der Ladung vollste Wirksamkeit hat.

Man soll nicht mehrere und schon gar nicht entgegengesetzte Wünsche für einen Talisman wählen. Am wirkungsvollsten ist eine Ladung, die nur einen einzigen Wunsch bezweckt. Ferner wähle man stets solche Wünsche, die im Bereich der Möglichkeit liegen und meide phantastische Ladungen, die unerfüllbar sind. Dieses Gebot gilt für alle Formen von Talismanen und Arten der Ladungen. Wie expansiv eine Ladung wirkt, läßt sich am besten mittels eines siderischen Pendels nachweisen. Ladet man für eine zweite Person einen Talisman, dann ist die gestaute Lebenskraft nicht durch den eigenen Körper zu führen, sondern direkt aus dem Universum zu verdichten und imaginativ in den Talisman zu leiten. Alle übrigen Maßregeln sind dieselben.

Zu 3.: Ladung durch Bannung von Elementalen, Elementaren, Wesen, welche die gewünschte Wirkung auslösen

Über die Schaffung von Elementalen und Elementaren habe ich bereits in den vorhergehenden Stufen geschrieben. Auch ein Elemental oder Elementar kann an einen Talisman, ein Pentakel, Amulett oder an einen Stein gebunden werden. Die Bannung geschieht durch ein selbstgewähltes Wort, ein kleines eigens zusammengestelltes Ritual oder eine Geste mittels Imagination. Es genügt dann bloß, die vorher bestimmte Geste, das Ritual, Wort oder die Formel auszusprechen oder durchzuführen, und das gebannte Elemental löst die bestimmte Wirkung aus.

Wann ein Elemental oder ein Elementar an einen Talisman gebannt werden kann, wird der Magier schon selbst wissen. Sicherlich wird er Elementale zur Beeinflussung der Mentalsphäre benützen, Elementare dagegen für das Erreichen von astralen oder grobstofflichen Wirkungen. Auch Wesen lassen sich auf dieselbe Art und Weise an einen Talisman für bestimmte Wirkungen bannen, was jeder Magier fertigbringt, der an seiner Entwicklung gewissenhaft gearbeitet hat. Den Kontakt kann er durch die Praxis des passiven Verkehrs, ferner durch den magischen Spiegel oder durch Tranceversetzung im Akasha herstellen. Dazu sind keine weiteren Hinweise erforderlich, und der Magier muß selbst wissen, wie und was er zu tun hat.

Zu 4.: Ladung durch individuelle oder traditionelle Rituale

Diese wird meist von orientalischen Magiern mit Vorliebe praktiziert, die mit einer Riesengeduld ausgestattet sind, die gerade bei dieser Ladungsart notwendig ist. Der orientalische Magier macht mit der Hand, mit den Fingern oder auch nur mit einem Finger, ganz individuell, ein bestimmtes selbst gewähltes Zeichen über dem Talisman oder macht mit ihm das Zeichen direkt in der Luft. Dabei konzentriert er sich auf die gewünschte Wirkung, die der Talisman haben soll. Dieses Experiment wiederholt er täglich einige Male und schafft sich durch das lange Wiederholen eine so starke Batterie Volt - im Akasha, die dann die gewünschte Wirkung hervorruft.

Ist durch das lange Wiederholen des Experimentes das magische Volt im Akasha so stark geworden, genügt es, mit dem betreffenden Talisman oder über demselben das Ritual oder Zeichen auszuführen, was sogar ohne Imagination und geistige Anstrengung geschehen kann, und die gewünschte Wirkung löst sich aus.

Ein in der Quabbalah beflissener Magier weiß, daß er der quabbalistischen Zahl entsprechend 462mal, also an 462 Tagen, auf diese Art seine eigene Batterie im Akasha rituell geladen hatte, damit sein Ritual automatisch wirken kann. Diese Ladung ist ohne große Anstrengung durchführbar, aber sehr langwierig, und selten wird ein europäischer Magier die übergroße Geduld aufbringen, da er denselben Effekt viel rascher mit Hilfe einer anderen hier angeführten Methode erreichen kann.

Die Ladung durch ein traditionelles Ritual ist leichter und bedarf nur einiger Wiederholungen, um den Kontakt herzustellen, wobei die Wirkung eine enorme, bis an direkte Wunder grenzende ist. Nur sind solche traditionellen Ladungsrituale Geheimnisse von Logen, Gesellschaften, Sekten, Klöstern, die auch ich nicht verraten darf. Ein im Hellsehen gut geschulter Magier könnte zwar die Geheimnisse leicht erfahren, aber er würde Gefahr laufen, bald entdeckt zu werden. Und die orientalischen Magier, die ihre Rituale unter Todeseid hüten, würden gegen jeden, der sich ohne Erlaubnis ihrer Rituale bemächtigt, magisch erbarmungslos vorgehen. Deshalb warne ich den Magier vor solchen Entwendungen.

Gewöhnlich sind es Gesten, mit denen die geheimen Zeichen von verschiedenen Gottheiten - Ishta Devatas - über dem Talisrnan ausgeführt werden, ähnlich wie ich es mit dem individuellen Ritual beschrieben habe. Daß dann so eine Ladung überaus stark wirkt, ist außer Zweifel, zumal das Ritual vielleicht Hunderte von geschulten Magiern vollbringen und dieses sich auch von einer Generation auf die andere traditionell überträgt. Einem als reif befundenen Mitglied wird so ein Ritual meist als Auszeichnung überliefert. So eine Ritualüberlieferung und gleichzeitig auch Kontaktherstellung mit der entsprechenden Batterie wird im Orient Ankhur oder Abhisheka genannt.

Zu 5.: Ladung durch magische Formeln, Mantrams, Tantras

Diese Ladungsmöglichkeit ist eine der größten und rnächtigsten, erfordert aber hohes Wissen und große Vorbereitungen, die ich in meinen zwei weiteren Werken über die magische Evokation und praktische Quabbalah näher beschreibe. Verständnishalber mache ich daher hier nur eine kleine Bemerkung.

Die erste Ladungsart geschieht durch das Wiederholen einer magischen Formel, wobei ein dazu in Betracht kommendes Wesen die gewünschte Wirkung hervorruft.
Die Ladung durch Mantrams geschieht dadurch, daß ein heiliger Satz als Verehrung einer Gottheit viele Male - JapaYoga - in einen dafür geeigneten Talisman hineingedacht oder hineingesprochen wird. Die Eigenschaft der betreffenden Gottheit wird auf diese Weise materialisiert. Daß damit große Wirkungen auf allen Ebenen erzielt werden können, ist sicher.

Eine Ladung durch Tantras ist nichts anderes als richtig angewandte Wortmagie, wo bestimmte kosmische Kräfte durch dazu geeignete Buchstaben, Wörter usw. unter Bezugnahme auf den kosmischen Rhythmus, Ton, Farbe, Eigenschaft, Anwendung finden.

Zu 6.: Ladung durch Elementestauung

Diese Ladungsmöglichkeit bietet sich jedem Magier, der die Schulung bis hierher praktisch absolvierte. Will der Magier eine Wirkung durch ein Elementeprinzip erzielen, so wird er den dafür gewählten Talisman, Pentakel, mit dem seiner Wirkung entsprechenden Element laden. Die Ladung selbst geschieht auf die in Punkt 2 mittels Lebenskraftstauung beschriebene Weise, nur mit dem Unterschied, daß statt der Lebenskraft das gewünschte Element verwendet wird.

Für den persönlichen Gebrauch wird die Elementestauung im eigenen Körper und für andere Personen direkt aus dem Universum vorgenommen. Kann man z. B. über ein Element schwer Herr werden, ist das entgegengesetzte Element zwecks Abschirmung mittels eines geladenen Talismanes anzuwenden. Noch viele andere Wirkungen können durch die Elemente erzielt werden, und der in der Elementebeherrschung erfahrene Magier wird sich durch seine Intuition die gewünschten Variationen selbst zusammenstellen.

Zu 7.: Ladung durch das elektrische oder magnetische Fluid

Eine der stärksten Ladungen ist der Gebrauch des elektrischen oder magnetischen Fluids. Soll der Talisman etwas beschützen, abschirmen, etwas bestrahlen oder irgendeine Aktivierung hervorrufen, dann gebraucht man vorwiegend das elektrische Fluid. Soll er aber anziehend wrirken - Sympathie, Glück, Erfolg bringen -, wird das magnetische Fluid verwendet. Die Ladung geschieht auf dieselbe Art wie mit der Lebenskraft- oder Elementestauung, nur wird bei einem Talisman für eigene Zwecke die Stauung bloß in der entsprechenden Körperhälfte durchgeführt, also nicht im ganzen Körper.

Das magnetische Fluid wird in der linken Körperhälfte dynamisch gestaut und auch durch die linke Hand in den Talisman einprojiziert. Beim elektrischen Fluid ist es die rechte Seite, und die Projektion geschieht dann in den Talisman durch die rechte Hand.

Zu 8.: Ladung durch Lichtkraftstauung

Für feingeistige Wirkungen, wie Hebung von verschiedenen okkulten Kräften, Intuition, Inspiration, wird die Ladung eines Talismanes mit gestauter Lichtkraft vorgenommen. Die Ladung erfolgt geradeso wie die Lebenskraftstauung mit begleitender Wunschimprägnierung, Terminierung usw. Das zusammengepreßte Licht im Talisman gleicht einer Sonne, die heller scheinen muß als das übliche Sonnenlicht. Für den persönlichen Gebrauch wird ein Talisman durch den eigenen Körper, fiir eine andere Person direkt aus dem Universum mit Lichtkraft gestaut. Sonst sind die üblichen schon beschriebenen Regeln zu beachten.

Zu 9.: Ladung mittels einer elektromagnetischen Kugel

Um karmische Einflüsse zu mildern, um sich vor jedweden anderssphärigen Einflüssen zu schützen und das Schicksal wunschgemäß zu gestalten, ladet man einen Talisman für eigene Zwecke oder für andere Personen mit einem magischen Volt. Diese Ladungsart nennt man Voltieren; es ist die stärkste Nachahmung des Akashaprinzipes. Und nur ein Magier, der das höchste Ziel, die Gottverbundenheit, anstrebt, soll sich dieser Ladungsweise bedienen, um sich durch ein Eingreifen ins Akasha nicht zu belasten.

Wie schon wiederholt gesagt, ist alles durch die zwei Fluide mittels der vier Elemente geschaffen worden. Laut Universalgesetz ist das elektrische Fluid stets im Mittelpunkt. An der Peripherie des elektrischen Fluids, wo die Expansion aufhört, beginnt das magnetische Fluid zu wirken und ist hier am schwächsten. Vom Brenn- oder Mittelpunkt aus bis an die Peripherie des elektrischen Fluids ist genau dieselbe Entfernung wie vom Beginn des magnetischen Fluids bis ans Ende der Peripherie des magnetischen Fluids, wo die magnetische Anziehungskraft am stärksten ist.

Dieses Gesetz gilt sowohl im Kleinen wie im Großen, also im Mikro- wie im Makrokosmos. Bei der Ladung mit einem Volt respektive bei der Voltbildung ist dieses Gesetz zu beachten. Willst du durch ein Volt den Talisman, Pentakel oder Stein für eigene Zwecke laden, verfährst du wie folgt:

In deine rechte Körperseite staust du dynamisch mit aller Kraft das elektrische Fluid. Projiziere durch die Hand und schließlich durch den Zeigefinger das gestaute elektrische Fluid zu einem starken elektrischen Funken, den du genau in den Mittelpunkt deines Talismanes imaginativ bannst. Der zusammengepreßte elektrische Funken muß geradezu glühend rot gesehen werden. Dann verfährst du auf dieselbe Art mit dem magnetischen Fluid und führst es durch den Zeigefinger der linken Hand und von da aus derart vor dich, daß du den kugelförmigen elektrischen Funken mit dem magnetischen Fluid so stark umhüllst, daß er imaginativ unsichtbar wird.

Das zusammengepreßte magnetische Fluid stellst du dir in blauer Farbe vor. Hast du dies fertiggebracht, muß dir nur eine kleine blaue Kugel imaginativ übrigbleiben, die die ganze Form des Talismanes umfaßt. Dein Volt ist somit hergestellt, und sobald in demselben das elektrische Fluid und außerhalb desselben das magnetische Fluid strahlt, imprägnierst du die Kugel, d. h. das fertige Volt mit deinem Wunsch und terminierst die Wirkung.

Will man später einmal die Ladung verstärken, was aber kaum notwendig sein wird, so braucht man nur das magnetische Fluid zu verdichten, wobei sich das innerhalb befindliche elektrische Fluid von selbst automatisch verstärkt. Solch ein Volt hat eine derart starke magische Wirkung, daß es nach Wunsch sogar das Karma ändern kann. Ein Magier, der dies fertigbringt, unterliegt nicht mehr dem üblichen Karma, über ihm waltet nur noch die Göttliche Vorsehung.

Ladet ein Magier einen Talisman für eine andere Person mit einem Volt, so hat er die Ladung auf dieselbe Art und Weise vorzunehmen, nur zieht er das elektrische und magnetische Fluid nicht aus seinem Körper, sondern direkt aus dem Universum. Die Voltladung für andere Personen soll der Magier nur im äußersten Falle vornehmen, denn er muß die Gewißheit haben, daß die betreffende Person wirklich hohe Ideale hat, es mit der Entwicklung ehrlich meint und nur vom Karma verfolgt wird, also wie der Volksmund sagt, ein Pechvogel ist.

Das hellsehende Auge des Magiers wird dies alles überschauen können, und seine Intuition wird ihm stets richtig eingeben, ob er dies tun soll und darf oder nicht. Hier ist der Magier dann schon selbst verantwortlich. Wird so ein magisches Volt auf einen kleinen Hufeisenmagnet gebannt, so daß die Kugel den ganzen Magneten einhüllt, müßte sich von der enormen Wirkung desselben selbst der ungläubigste Thomas überzeugen.

Zu 10.: Ladung durch eine sexual-magische Operation

Es gibt noch eine andere Art der Ladung, über die ich hier eine bloße Bemerkung machen will. Aus ethischen und moralischen Gründen nehme ich jedoch von einer näheren Beschreibung der Praxis Abstand. Der meditierende Magier wird auf die eigentliche Praxis selbst kommen, aber auch davon absehen, mit ihr zu arbeiten, zumal er inzwischen so viele andere Ladungsmöglichkeiten kennengelernt hat. Nur ein ethisch sehr hochstehender Magier könnte sich an die Praxis heranwagen, da dem Reinen ja alles rein bleibt. In der Hand eines unmoralischen Menschen könnten diese Praktiken mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.

Zum mindesten würde man viel Unfug damit treiben und so hohe Kräfte, wie die der Liebe es sind, mißbrauchen. Deshalb mache ich nur eine kurze Andeutung darüber, auf was für einem Prinzip diese Ladungsmöglichkeit beruht.

Vor allem sind bestimmte Vorbereitungen nötig, ohne welche die Operation nicht gelingen würde. Eine sexualmagische Operation, für welchen Zweck immer durchgeführt, ist eine heilige Handlung, ein Gebet, wo der Schöpfungsakt der Liebe kopiert wird. Alles, was im Universum erschaffen wurde, ist durch den Akt der Liebe zustandegekommen. Auf diesem Universalgesetz basiert die sexuelle Magie. Hiermit wird selbstverständlich mit einer gleichgesinnten Partnerin, einer am besten ebenfalls magisch geschulten, gearbeitet.

Der Mann, also der Magier, stellt das aktive, das zeugende Prinzip dar, wobei die Frau - die Magierin - das passive, gebärende Prinzip ist. Die in der Beherrschung des elektrischen und magnetischen Fluids geschulte Magierin - Partnerin - muß sich umpolen, so daß bei ihr der Kopf magnetisch, die Genitalien elektrisch fluidisiert werden. Beim Manne ist dies umgekehrt der Fall, sein Kopf muß magnetisch, die Genitalien elektrisch gepolt sein.

Bei der Verbindung entsteht zwischen Partner und Partnerin eine überaus starke doppelpolige Kraftanspannung, wodurch eine enonne Wirkung hervorgerufen wird. Bei diesem Akt der Liebe wird nicht ein neues Leben, sondern die gewünschte Ursache zusammen mit ihrer Wirkung gezeugt. Es wird hier der untere wie obere Doppelpol in Kraft gesetzt, hier wirkt der vierpolige Magnet, das JOD HE VAU HE, das höchste Geheimnis der Liebe, der Schöpfung.

Wie leicht könnte dieser Schöpfungsakt, das Höchste, was es in der Welt gibt, zu einer Fleischeslust herabsinken, also zum Verderben werden. Die Vertreibung des biblischen Adams und der Eva aus dem Paradiese hat darin ihre höchste Symbolik. Der Magier, der sich an die höchste aller Praktiken heranwagt, muß unbedingt die oberen wie unteren Ströme beherrschen, um sie zwecks eventueller Ladung in den Stein, also in seinen Talisman, zu versetzen.

Würde man diese heilige Handlung durch Fleischeslust verunehren, träfe den Magier dasselbe Los wie Adam und Eva, welche die Früchte des Paradieses nicht mehr genießen durften. Wie groß diese Symbolik ist, wird der intuitive Magier leicht begreifen und es als berechtigt ansehen, wenn ich über dieses höchste Mysterium tiefes Schweigen bewahre.

Wunschverwirklichung durch elektromagnetische Kugeln im Akasha, das sogenannte Voltieren

Die Schaffung eines Voltes mittels elektromagnetischen Fluids habe ich bei der Ladung von Talismanen geschildert. Beim Voltieren ist der Vorgang derselbe, nur daß bei einem Volt für das Akasha die elektromagnetische Kugel größer sein muß. Nachstehend die Praxis:

Staue in deiner rechten Körperhälfte mit äußerster Kraft das elektrische Fluid und projizieren dasselbe durch die Innenfläche der rechten Hand nach außen, wobei du das elektrische Fluid mittels Imagination zu einer Kugel formst, die du in der Luft frei schweben läßt. Diese Projektion geht also nicht durch den Finger, sondern direkt durch die Innenfläche der rechten Hand. Die feurige Kugel, die durch das zusammengepreßte elektrische Fluid rotglühend sein muß, wird durch oftmaliges Stauen des elektrischen Fluids in sich und durch abermaliges Projizieren dynamisch verstärkt und durch wiederholtes Laden vergrößert.

Die Stauung und Dynamisierung wird so oft vorgenommen, bis die Kugel einen Durchmesser von einem Meter erreicht. Denselben Vorgang nimmst du mit dem magnetischen Fluid vor und beginnst, das gestaute magnetische Fluid durch die Innenfläche der linken Hand nach außen zu projizieren, indem du die elektrische Kugel mit deinem magnetischen Fluid Schicht um Schicht einhüllst. Durch oftmaliges Wiederholen der Stauung des magnetischen Fluids und dessen Projizierung wird die Umhüllung immer dichter und größer, bis die ganze Kugel einen Durchmesser von ca. zwei Metern erreicht. Das elektromagnetische Volt ist hiermit fertig.

Arbeitet der Magier ein solches Volt für eine zweite Person aus, dann ist das elektrische und magnetische Fluid direkt aus dem Universum zu nehmen. Ist so ein elektromagnetisches Volt mit der größten Imagination, mit dem festen Glauben und Willen vorbereitet worden, imprägniert der Magier dieses Volt, diesen stärksten magischen Akkumulator, den es überhaupt gibt, mit der entsprechenden Wunschkonzentration.

Er schafft mittels seiner Imagination die gewünschte Ursache, die sein Volt hervorrufen soll. Hat der Magier sein magisches Volt schließlich auch terminiert, dann schleudert er es fast ekstatisch mit seiner Vorstellung ins unendliche Universum, in den Makrokosmos, in die Ursachenwelt, also ins Akasha. Er schneidet gedanklich die Verbindung mit seinem Volt ab, indem er beim Abschleudern plötzlich aufhört darüber nachzudenken, es absichtlich vergißt und sich anderen Dingen zuwendet.

Diese hier angeführte Voltladung ist eine der mächtigsten Operationen, die der Magier auf seiner jetzigen Entwicklungsstufe auszuführen vermag, denn dadurch ist er sowohl Herr über sich selbst als auch über andere geworden. Jene Ursache, die er in sein Volt ins Akasha verlegt hat, deren Wirkung wird es ausüben, wobei es sich gleich bleibt, ob auf der mentalen, astralen oder grobstofflichen Ebene. Der Magier wird diese große und verantwortungsvolle Möglichkeit gebührend zu schätzen wissen und damit für sich selbst wie für seine Mitmenschen, für die er sich an diese Operation heranwagt, nur hohe und edle Zwecke erreichen wollen.

Der Magier, der den harten Weg bis hierher gegangen ist, hat durch die anstrengenden Übungen, die mehr als Askese waren, sein Karma so weit ausgeglichen, daß es ihm nichts mehr anhaben kann. Der Magier unterliegt nicht mehr den üblichen Schicksalseinflüssen, er ist Herr über sein Schicksal geworden, und nur die Göttliche Vorsehung ihn ihrem höchsten Aspekt kann seinen Willen beeinflussen.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




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20.10.2010 19:41
#26 RE: Magsiche Schulung antworten

Magische Geistes-Schulung Stufe 10

- Die Erhebung des Geistes in die höheren Ebenen


Bevor der Magier damit beginnt, die zehnte, also letzte Stufe dieses Lehrganges praktisch zu verfolgen, halte er gründlich Rückschau und vergewissere sich, ob er all das bisher Gesagte hundertprozentig beherrscht. Sollte dies nicht der Fall sein, dann lasse er es sich angelegen sein, all das nachzuholen, woran es ihm am meisten mangelt, und setze alles daran, jede Fähigkeit restlos zu entwickeln. Jede Hast und Eile in der Entwicklung ist zwecklos und wirkt sich später im magischen Arbeiten nachteilig aus.
Um Enttäuschungen vorzubeugen, lasse sich der Magier deshalb Zeit und arbeite systematisch und ausgiebig. Der Magier muß wissen, daß diese letzte Stufe eigentlich schon das Ende seiner magischen Entwicklung, was die erste Tarotkarte betrifft, bedeutet und er für die höheren magischen Arbeiten, die ich in den nächsten zwei Werken beschreibe, vorbereitet sein muß. (Die Praxis der magischen Evokation, Der Schlüssel zur wahren Quabbalah)

Würde seine Arbeit Lücken aufweisen, könnte es ihm niemals gelingen, die höheren Kräfte zu beherrschen. Ob er nun den Stufenlehrgang um einige Monate früher oder später absolviert, fällt dabei nicht so sehr ins Gewicht, Hauptsache ist, er behält das sich gestellte Ziel im Auge, ständig vorwärts bis zu den lichtesten Höhen der Göttlichen Erkenntnis zu gelangen. Bei einem Rückblick auf die bisherige Entwicklung wird der Magier sehen, daß er schon ein gutes Stück Weg in seiner Vervollkommnung zurücklegte, bei weitem mehr, als er je vermutet hätte, aber er muß wissen, daß es erst die erste Sprosse der Leiter ist, die er erklimmen will.

Wird sich der Magier dessen bewußt, wie viele Kenntnisse und Erfahrungen er noch zu sammeln und sich anzueignen hat, wird er in tiefster Ehrfurcht geneigten Hauptes vor dem Göttlichen Brunnen der Weisheit stehen. In seinem Herzen kann es keinen Hochmut, keinen Ehrgeiz und kein Eingebildetsein, noch weniger schlechte Eigenschaften mehr geben, denn je mehr und je tiefer er in die Werkstatt Gottes eindringt, um so ergebener und aufnahmefähiger wird sein Innerstes.

Die erste Aufgabe, die in der zehnten Stufe dem Magier gestellt wird, ist die, von der Sphäre der Elemente Kenntnis zu gewinnen. Er besucht mit seinem Mentalkörper die einzelnen Elementesphären, versetzt sich demnach mit seinem Geistkörper in das Reich der Gnomen oder Erdgeister, nachher in das der Wassergeister, welches das sogenannte Nixenreich ist. Ferner lernt er das Luft- oder Feenreich kennen und schließlich das Reich der Salamander, das sogenannte Feuerreich.

Einem Uneingeweihten werden diese Möglichkeiten märchenhaft klingen, und er wird die hier beschriebenen Mitteilungen als Utopie betrachten. Für den wahren Eingeweihten gibt es weder Sagen noch Märchen, obwohl diese im Grunde genommen symbolisch zu verstehen sind und so manche tiefe Wahrheit bergen. Dasselbe gilt von den Gnomen, Nixen, Feen und Salamandern. Daß diese Wesen tatsächlich existieren, davon wird sich der Magier auf Grund eigener Beobachtungen selbst überzeugen.

Ein magisch ungeschulter Mensch, dessen Sinne in geistiger Hinsicht vollkommen unentwickelt sind, ist nur auf die Schwingungen der grobstofflichen Welt eingestellt und kann sich daher von der Existenz anderer Wesen keine Vorstellung machen, geschweige denn sich davon überzeugen. Die meisten Menschen sind durch ihre rein materielle Lebensweise derart von der Materie eingenommen, daß sie etwas Höheres, Feineres, außerhalb unserer physischen Welt Bestehendes nicht begreifen und schon gar nicht wahrnehmen können. Anders ist es natürlich bei einem geschulten Magier, der seine Sinne wissentlich entwickelt und auf Grund dessen bei weitem mehr sehen und wahrnehmen kann und sich von höheren Kräften, Ebenen und Wesen selbst überzeugen wird.

Das ist ja auch der eigentliche Zweck unserer Schulung, den Menschen derart auszubilden, daß er nicht nur die physische Welt, sondern auch höhere Sphären wahrnimmt und beherrscht. Wir wollen aber nicht vorgreifen und ähnliche Themen aufwickeln, sondern halten uns lieber an die Praxis, was zu tun sei, um in die Welt der Elemente zu gelangen.

Im vorangegangenen Studium haben wir erfahren, daß es ein Reich der Elemente gibt, in dem nicht nur das Element selbst, sondern auch ihm entsprechende Wesen ihr Dasein führen. Der Unterschied zwischen einem Menschen und einem Elementewesen liegt darin, daß ein Mensch aus vier bzw. fünf Elementen besteht und von diesen beherrscht wird, wohingegen ein Elementewesen nur aus dem reinsten, ihm zustehenden Element zusammengesetzt ist. Nach unserem Zeitbegriff hat so ein Wesen eine vielleicht längere Lebensdauer, dafür aber keinen unsterblichen Geist. Gewöhnlich löst sich dann so ein Wesen in sein Element wieder auf.

Das Schildern von Einzelheiten wollen wir einstweilen unterlassen, da der Magier diese selbst durch praktische Erfahrungen kennenlernt, was durch die Versetzung des Geistes ermöglicht wird. Der Magier muß sich in das Reich der Elemente hineinzuversetzen verstehen und einen Kontakt mit den Wesen herbeiführen. Später wird er es sogar fertigbringen, die Elementewesen zu beherrschen. Das Zitieren und Rufen eines Wesens auf unsere grobstoffliche Welt auf passive und aktive Art beschreibe ich ausführlich im entsprechenden Kapitel der Beschwörungsrnagie des nächstfolgenden Werkes: »Die Praxis der magischen Evokation«.

Vor allen Dingen wisse der Magier, daß das Elementereich nicht unsere grobstoffliche Welt ist und er sich nicht ohne vorherige Befähigung hineinversetzen kann. Ein Wesen der Elemente kann sich wiederum nur mit einem Gleichgearteten verständigen, welcher Umstand berücksichtigt werden muß. Ein Vogel wird sich nur mit einem Vogel verstehen, und ebenso kann sich ein Elementewesen nicht mit einem Menschen, sondern wiederum nur mit einem Wesen des gleichen Elementes verstehen.

Wollte ein Elementewesen mit einem Menschen in Beziehung kommen, müßte es Menschenform und Eigenschaft annehmen, um sich als Mensch dem Menschen zu nähern. Dem Magier wird jetzt vollkommen klar, warum er in den vorhergehenden Stufen Übungen der Umwandlung vorzunehmen hatte. Ein Gnom kann niemals einen Menschen verstehen und umgekehrt. Entweder wird bei der Operation der Magier zum Gnomen oder ein Gnom zum Menschen. Der Magier muß also, bevor er in das Reich der Erdgeister eingeht, die Form eines Gnomen annehmen. Hat er keine Vorstellung davon, wie ein Gnom aussieht, muß er mittels seiner Hellsehfähigkeit entweder im Trancezustand oder mittels eines magischen Spiegels die Form eines Gnomen sehen.

Er wird wahrnehmen, daß die Gnomen ganz kleine Männlein sind, ähnlich den in Märchen beschriebenen Heinzelmännchen. Meistens sind diese mit langen Bärten und Kappen, langem Haar, blitzenden Augen ausgestattet und tragen kleine Kutten. So oder ähnlich wird der Magier einen Gnomen im magischen Spiegel erblicken. Er wird auch bemerken, daß jeder Erdgeist ein Lämpchen bei sich trägt von verschiedener Leuchtkraft, mit dem er sich im unterirdischen Reich zurechtfindet.

Hat sich der Magier durch das Hellsehen im magischen Spiegel von der Gestalt der Gnomen überzeugt, braucht er nur im Geist, also auf der Mentalebene, die Form eines Gnomen annehmen. Ferner muß er sich mit dem Erdelement identifizieren, d. h. seine ganze Gestalt mit dem Erdelement ohne jede Stauung laden. Nun braucht der Magier sich nichts anderes mehr vorzustellen, als daß er in das unterirdische Reich, also in die Erde, hinabsinkt. Daselbst wird ihn ein Gefiihl der Dunkelheit umgeben. Mittels Imagination stellt er sich eine Lampe mit einem wunderschönen Licht vor, das die Dunkelheit durchbricht. Bei seinen anfänglichen Versuchen wird er nicht viel bemerken.

Wiederholt er aber die Experimente einige Male, wird er sich an dieses Dunkel derart gewöhnen, daß er Wesen seiner Gestalt wahrnimmt, namentlich wenn er mit diesen Wesen in Verbindung zu treten wünscht. Bei oftmaligen Versuchen wird er beobachten, daß die Wesen immer deutlicher werden, und bei den verschiedenen Arbeiten im Erdreich wird er ihnen zusehen. Im Reich der Erdgeister darf der Magier keinen Erdgeist zuerst ansprechen. Solange er von einem dieser Wesen nicht selbst direkt angesprochen wird, hüte sich der Magier davor, als erster eine Frage zu stellen.

Es kann vorkommen, daß er durch das gegenseitige Arbeiten der Gnomen dazu verleitet wird, etwas zu bemerken, aber dazu darf sich der Magier nicht verleiten lassen. Er würde sonst Gefahr laufen, daß die Erdgeister über ihn die Macht gewinnen würden, was ja umgekehrt der Fall sein muß. In so einem Unglücksfalle könnte es geschehen, daß die Gnomen durch ihre verschiedenen magischen Praktiken den Magier durch das Element so fesseln würden, daß er dann selbst zu einem Erdgeist würde und kaum mehr die Möglichkeit hätte, in seinen Körper zurückzukehren. Dann würde nach Ablauf einer bestimmten Frist das mentale Band zwischen dem Astral- und dem grobstofflichen Körper reißen und der physische Tod eintreten. Eine ärztliche Untersuchung würde allerdings nichts anderes als einen Herzschlag feststellen.

Der Magier, der sich durch die magische Schulung in der Gewalt hat und dieses Gesetz berücksichtigt, hat nichts zu befürchten. Im Gegenteil, sobald die Gnomen selbst zu reden anfangen, erblicken sie im Magier ein Wesen, das über sie gestellt ist und werden seine besten Freunde. Das Gesetz des Nichtredens gilt nur bei den ersten Besuchen, später, sobald die Gnomen sich davon überzeugen, daß sie der Magier an Intelligenz und Willenskraft überragt, werden sie nicht nur Freude empfinden, sondern werden zu den gehorsamsten Dienern.

Die Erdgeister stehen dem Menschen am nächsten und dienen ihm gerne, insbesondere, wenn sie seine Überlegenheit erkennen. Die Besuche in das Gnomenreich sind so oft als nur möglich zu machen, bis das Gnomenreich dem Magier nichts Neues mehr zu bieten hat. Der Magier kann von den Gnomen viel lernen, und kein einziges Buch könnte ihm so viele Geheimnisse über das Erdreich anvertrauen, als er in der Gnomenwelt erfahren kann.

Beispielsweise kann der Magier durch die Gnomen von der Macht und Wirkung verschiedener Kräuter in Kenntnis gesetzt werden, magische Macht über bestimmte Steine erreichen, von verborgenen Schätzen und noch so manch anderem erfahren. Er wird Augenzeuge dessen, was sich alles unter der Erde befindet, z. B. Quellen, Kohle, Erze u. dgl. m. Außerdem kann er von den Gnomen verschiedene magische Praktiken abschauen, die sich durch das Erdelement verwerten lassen.

Daß es im Gnomenreich unter den Erdgeistern verschiedene Intelligenzgruppen gibt, wird der Magier im Laufe der Zeit feststellen. Er wird mit Gnomen zusammenkommen, die ihn im alchimistischen Wissen belehren werden. Fühlt sich der Magier im Gnomenreich schließlich wie zu Hause, hat er alle Erfahrungen gesammelt, die ihm die Gnomengeister geben konnten, kann er das nächstliegende Reich, das der Wassergeister, aufsuchen.
Auf gleiche Weise versuche er, sich auf einen Wassergeist im magischen Spiegel einzustellen und seine Form und Gestalt zu eruieren.

Der Magier wird finden, daß die Wassergeister dem Menschen ähnlich sehen und weder an Gestalt, noch an Größe eine Abweichung aufweisen. Zumeist sind die Wassergeister, allgemein Nixen genannt, schöne Frauengestalten, obwohl es auch männliche Wassergeister gibt. Bei einem Besuch des Wasserreiches ist es deshalb nicht unbedingt notwendig, eine Frauenform anzunehmen, und der Magier wird dies nur dann tun, wenn er dazu Lust hat, indem er sich selbst in eine Nixe imaginativ umwandelt. Es hat wohl einen Vorteil, und zwar den, daß er dann weniger von den Nixen belästigt wird, denn diese sind nicht nur berückend schöne, sondern vor allem auch zudringliche und erotisch stark veranlagte Wesen.

Ist der Magier soweit geistig vorbereitet, daß er in sich lediglich nur das Wasserelement angefüllt, d. h. seinen Geist mit Wasser imprägniert hat, versetzt er sich irgendwohin an einen großen See oder ans Meer, je nach seinem Willen und Begehr, und geht geistig in die Tiefe des Wassers. Auch hier wird er anfangs nicht gleich auf die Wassergeister stoßen, aber durch oftmaliges Experimentieren und von dem innigen Wunsch beseelt, mit Wassergeistern in Verbindung zu treten, wird er dieselben anziehen.

Anfangs wird er nur Frauengestalten begegnen, die sich im Wasser so frei wie die Menschen bewegen. Er wird selten auf eine unsympathische Nixe stoßen, da auch hier eine bestimmte Intelligenzklasse herrscht, und obwohl alle Wasserjungfrauen wunderschön sind, wird er intelligenteren, den sogenannten königlichen Führerinnen, begegnen, die mit besonderer Schönheit und Intelligenz ausgestattet sind. Der Magier wird beobachten, daß diese Wesen nicht nur ihre üblichen Reigen aufführen, sondern auch verschiedene Arbeiten verrichten.

Näheres darüber zu schreiben wäre zwecklos, denn der Magier wird sich ja selbst davon überzeugen können. Auch hier gilt die Regel, daß er niemals zuerst ein Wesen ansprechen darf, sondern abwarten muß, bis das Wesen selbst zu sprechen beginnt, ihn befragt usw. Von den intelligenten Führerinnen, mit denen der Magier in Verbindung treten wird, kann er so viel über das Wasserelement erfahren, daß er selbst Bücher darüber schreiben könnte. Nicht nur, daß er über das Leben der Fische, der verschiedenen Wasserpflanzen, Steine unter Wasser u. dgl. m. Bescheid erhält, sondern auch die verschiedensten magischen Praktiken des Wasserelementes werden ihm vertraut.

Der Magier sei aber vor der Schönheit solcher Wesen gewarnt und verliebe sich nicht dermaßen in ein solches Wesen, daß er den Boden unter den Füßen verliert. Eine solche Liebe könnte ihm zum Verhängnis werden. Damit ist nicht gesagt, daß er nicht sein Vergnügen mit den Wasserjungfrauen haben könnte. Stets behalte er aber das Motto im Auge, daß Liebe das Gesetz ist, aber Liebe unter Willen. Eine Wasserjungfrau könnte den Magier mit ihrer berückenden Schönheit, Lieblichkeit und dem berauschenden Eros derart gefangen nehmen, daß er Gefahr laufen könnte, einer der ihrigen zu werden, was seinen physischen Tod bedeuten würde.

Wie viele Magier sind schon an so einer unglückseligen Liebe gescheitert. Deswegen sei der Magier stets stark, da gerade dieses Reich in der Sphäre der Elemente das anziehendste ist, und verstünde er nicht, seine Leidenschaft zu zügeln, wäre er den Wassergeistern vollkommen ausgeliefert.

Bringt es der Magier fertig, das Reich der Wassergeister beliebig aufzusuchen und von diesen Wesen alles zu lernen, was ihm das Wasserelement in bezug auf das magische Wissen bieten kann, wendet er seine Aufmerksamkeit dem nächstfolgenden Reiche, dem der Luftgeister, zu.

Im Gegensatz zum Wasserreich, dessen Bewohner, die Wasserjungfrauen oder Nixen, gerne eine Verbindung mit Menschen eingehen, sind die Luftgeister sehr menschenscheu. Diese haben ähnlich den Wassergeistern wunderschöne Gestalten, vorwiegend weiblicher Natur, obwohl auch männliche Wesen vorzufinden sind. Hier braucht der Magier nicht direkt eine den Luftgeistern zusagende Form annehmen, er kann seine eigene Person, seinen Geist, mit dem Luftelement imprägnieren und sich imaginativ in die Luftregion mit dem Wunsch begeben, die Luftgeister zu einem Kontakt zu veranlassen.

Nach oftmaligem Wiederholen, wobei er nicht die Geduld verlieren darf, falls ihm dies längere Zeit nicht gelingen sollte, muß er ständig darauf bedacht sein, um jeden Preis die Luftgeister zu erblicken, was ihm schließlich auch gelingen wird. Vorerst wird er beobachten, daß ihn die Luftgeister meiden, was ihn natürlich nicht entmutigen darf. Er wird wunderschöne Wesen sehen, die einen herrlichen ätherischen Leib besitzen, weich und geschmeidig. Mit seinem Geist ahme er die Luftgeister nach, indem er sich schwebend, von der Luft getragen, hin und her bewege. Über kurz oder lang werden ihn die Luftgeister ansprechen.

Auch hier sei der Magier vorsichtig und spreche nicht als erster einen Luftgeist an, ob männlichen oder weiblichen. Denn es könnte ihm dasselbe Übel zustoßen, wie schon bei den vorhergehenden Elementegeistern geschildert. Ist nach wiederholten Versuchen die Verbindung mit den Luftgeistern zustande gekommen, erfährt der Magier auch von diesen Wesen alles, was mit dem Luftelement zusammenhängt. Viele magische Praktiken und Geheimnisse kann er entdecken, von denen sich ein normaler Mensch keinerlei Vorstellung machen kann.

Hat der Magier auch das Luftelement und dessen Wesen gründlich kennengelernt, beherrscht er alle ihm anvertrauten magischen Gesetze und Praktiken, kommen die Geister des Feuerelementes an die Reihe, die er gleichfalls gut kennenlernen und mit ihnen in Verbindung treten muß. Diese Wesen sehen zwar in gewisser Hinsicht auch dem Menschen ähnlich, weisen aber manche Eigentümlichkeit auf, die ein normaler Mensch nicht besitzt, und infolgedessen ist es ratsam, daß sich der Magier vorerst durch Spiegelmagie die Form eines Feuergeistes einprägt.

Er wird hierbei bemerken, daß die Feuergeister ein kleineres Gesicht als die Menschen haben und einen unnatürlich dünnen und langen Hals. Seinen eigenen Geist wird er daher imaginativ in die Form eines Feuergeistes versetzen. Alsdann ladet er dieselbe mit dem reinen Element des Feuers und begibt sich in der Geistsphäre in einen Krater oder feuerspeienden Berg, die markanteste Heimstätte der Feuergeister. Im vorigen Element, dem der Luft, konnte der Magier wahrnehmen, daß die Luftgeister unstet und dauernd in Bewegung sind. Dies trifft in erhöhtem Maße bei den Feuergeistern zu, die, Flammen ähnlich, ständig züngeln.

Der Magier vergesse nicht auf den Grundsatz, daß er, in einen Feuergeist verwandelt, nicht als erster eines der dortigen Wesen ansprechen darf. Es gibt daselbst gleichfalls Intelligenzgruppen, und je intelligenter so ein Feuergeist ist, um so schöner und harmonischer ist seine Gestalt. Die höchsten der Feuergeister sehen dem Menschen am meisten ähnlich, und der Magier wird begreiflicherweise eine Verbindung mit den intelligenteren Wesen anzuknüpfen trachten. In bezug auf die praktische Magie wird er viel kennenlernen, was sich mit dem Feuerelement alles erreichen läßt.

Hat nun der Magier die Feuergeister respektive deren Führer in Kratern zur Genüge kennengelernt, die Verbindung mit ihnen erzielt und alles erfahren, was sich erfahren ließ, kann er auch diejenigen Feuergeister aufsuchen, die sich irn tiefsten Mittelpunkt unserer Erde aufhalten. Diese Feuergeister haben bei weitem tiefere Kenntnisse als die in den Kratern sich aufhaltenden Feuergeister. Erst dann, wenn der Magier alles Wissen über das Feuerelement erschöpft hat, kann er mit ruhigem Gewissen sagen, daß er unumschränkter Herr über alle Elemente geworden ist.

Während der Besuche bei allen Elementewesen gewinnt der Magier die Überzeugung, daß ein jedes Elementewesen, sei es noch so intelligent, verfüge es über noch so reiche Kenntnisse, nur aus einem einzigen Element zusammengesetzt ist, wohingegen der Mensch alle vier Elemente und außerdem noch das fünfte Element, das des Gottesprinzips, in sich verkörpert und wird erst so richtig verstehen, warum es in der Bibel heißt, daß der Mensch das vollkommenste aller Wesen und Geschöpfe ist und nach dem Ebenbilde Gottes erschaffen wurde.

Daß die Sehnsucht nach Unsterblichkeit der Elementewesen groß ist und daß sie den Menschen um diesen Vorteil direkt beneiden, ist dadurch begründet. Jedes Elementewesen strebt begreiflicherweise danach, die Unsterblichkeit zu erlangen, und es ist einem Magier gegeben, diese Möglichkeit einem Elementewesen zu verleihen. Ausführlich zu beschreiben, wie dies zustandekommen kann, ist vorderhand nicht möglich, aber jeder Magier wird bereits über eine derart gute Intuition verfügen, daß er selbst darauf kommt.

Wieviel der Magier von den Wesen der Elemente gewinnen kann, wird er durch eigene Erfahrungen selbst erkennen. Daß sich dann diese Erfahrungen ins Gedächtnis, also in den grobstofflichen Körper übertragen, ist logisch, und ein Magier wird diese in die Praxis umgewandelten Erfahrungen auch auf der grobstofflichen Ebene auswerten können. In der Naturmagie wird so ein Magier vor den Augen eines Uneingeweihten wahre Wunderdinge vollbringen können.

Nach diesem weiteren Fortschritt des Magiers, die vier Elementereiche gründlich zu kennen, sie praktisch zu beherrschen und mit Erfahrungen bereichert zu sein, kann der Magier die bewußte Führung mit seinem geistigen Lehrer, Guru oder Schutzgeist anknüpfen. Wie bereits im passiven Verkehr mit dem Jenseits erwähnt, hat jeder Mensch einen ihm von der Göttlichen Vorsehung mit auf den Weg gegebenen Schutzgeist, der die geistige Entwicklung des Menschen lenkt und überwacht. Im passiven Verkehr ist der Magier zum ersten Male mit diesem Schutzgeist in Verbindung gekommen.

Mittels seiner Hellsehfähigkeit konnte er seinen Schutzgeist entweder im Trancezustand oder im magischen Spiegel sehen, wenn er diesen Kontakt anstrebte. Jetzt ist der Magier aber schon so weit gekommen, daß er mit seinem Schutzgeist auf der Mentalebene in sichtbare Verbindung treten kann. Dies praktisch auszuführen, ist nicht schwer, vorausgesetzt, daß sich der Schutzgeist nicht schon früher bei jenem Magier, der das mentale Wandern vollkommen beherrscht, selbst zu erkennen gab. Die Praktik der sichtbaren Verbindung mit dem Schutzgeist bedarf nur eines, und zwar, daß man sich im Geiste kerzengerade, wie von einem Wirbel erfaßt und getragen, in die Höhe erhebt.

Man kann sich eventuell auch den umgekehrten Vorgang vorstellen, daß man nicht in die Höhe gehoben wird, sondern federleicht ist und von der Erde abgestoßen wird. Dies bleibt dem Konzentrationsvorgang jedes einzelnen überlassen. Nach einigen Versuchen wird der Magier von selbst darauf kommen, welche Methode ihm am besten zusagt. Hat sich nun der Magier mit seinem Geist gehoben, steigt er immer höher und höher, bis ihm die Erde nur noch wie ein kleiner Stern vorkommt, und er, der Erdkugel vollkommen entrückt, im Universum schwebend, konzentriert sich auf den Wunsch, sein Führer möge ihm erscheinen oder er möge zu ihm hingezogen werden.

Wenn nicht gleich, so doch nach einigen Versuchen wird der Magier sichtlich seinem Führer oder seinem Schutzengel, wie man ihn auch nennen mag, begegnen. Die erste Begegnung mit dem geistigen Führer ist für den Magier ein besonders starkes Erlebnis, denn von jetzt ab hat er die Möglichkeit, von Mund zu Mund, von Ohr zu Ohr mit seinem geistigen Führer in Verbindung zu sein, und wird vor allem darauf Wert legen, ihn zu befragen, wann, wie und unter welchen Bedingungen er jederzeit mit dem geistigen Führer in Kontakt kommen kann. Den Weisungen des Führers muß dann jeder Schüler unbedingt Folge leisten. Der Guru übernimmt von jetzt ab die weitere Führung des Magiers.

Ist die Verbindung mit dem Guru zustande gekommen, betritt der Magier die letzte Etappe in seiner mentalen Entwicklung, und da ihm die grobstoffliche Welt nichts mehr zu bieten und zu sagen hat, wird er andere Sphären aufsuchen. Er veranlaßt dies auf dieselbe Weise, indem er sich stets kerzengerade von der Erde erhebt, sich auf diejenige Sphäre konzentriert, die er aufzusuchen beabsichtigt, und je nach seinem Willen wird er von der betreffenden Sphäre angezogen.

Da es für seinen Geist keinen Zeit- und Raumbegriff gibt, kann er jede Sphäre im gleichen Augenblick entweder allein oder in Begleitung seines Führers aufsuchen. Laut dem quabbalistischen Lebensbaum wird er der Reihenfolge nach als erstes die Sphäre des Mondes erreichen, nachher die des Merkurs, dann die der Venus, der Sonne, des Mars, des Jupiters und schließlich die des Saturns. Auf allen Sphären kommt er mit den dortigen Wesen zusammen, lernt die dort herrschenden Gesetze und Geheimnisse praktisch kennen. Ist der Magier soweit, daß er das Universum, also das sphärische Planetensystem der Wesen besuchen und beherrschen kann, ist damit seine Mentalschulung beendet. Er ist zum vollkommenen Magier herangewachsen, ist ein Bruder des Lichtes, ein wahrer Eingeweihter geworden, der zwar vieles, aber noch nicht alles erreicht hat.

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Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




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20.10.2010 19:42
#27 RE: Magsiche Schulung antworten

Magische Seelen-Schulung - Stufe 10

- Die bewußte Verbindung mit seinem persönlichen Gott
- Der Verkehr mit Gottheiten usw.
Im theoretischen Teil dieses Lehrwerkes habe ich den Gottesbegriff angedeutet, und der in seiner Entwicklung fortgeschrittene Magier kann an die Verwirklichung des Gottesbegriffes herangehen. Bevor er diesen letzten Abschnitt seiner Entwicklung zu verarbeiten beginnt, prüfe er sich, ob er die Seelen-Schulung aller Stufen vollkommen beherrscht, ob er das magische Gleichgewicht erreicht und seine Seele derart veredelt hat, daß in ihr die Gottheit wohnen kann.

Über die praktische Verbindung mit Gott sprechen viele Religionen, die meisten vertreten den persönlichen Standpunkt, daß, wenn man zu Gott in Form einer Bitte, einer Verehrung oder eines Dankes betet, die Verbindung dadurch schon erreicht werden kann. Für den Magier, der bis hierher den schwierigen Weg der Entwicklung gegangen ist, reicht diese Behauptung natürlich nicht aus. Gott an und für sich ist für den Magier das Höchste, das Wahrste, das Gesetzmäßigste, das es überhaupt gibt. Infolgedessen hat der Magier gleich zu Beginn seiner Einweihung in seinem Aufstieg die Gesetzmäßigkeit in bezug auf die Universalgesetze respektiert, beachtet und in sich gepflegt, und in dieser universalen Gesetzmäßigkeit muß auch der Gottesbegriff verstanden werden.

Der Magier, ob dieser oder jener Religion angehörend, ganz gleich, ob er Christ, Jude, Buddhist, Mohammedaner, Hindu, Brahmane ist oder eine andere Religionskaste bevorzugt und den Weg der Einweihung geht, muß die universale Gesetzmäßigkeit in seinem Gottesbegriff ausnahmslos respektieren. Der Christ wird in seinem höchsten Ideal Christus verehren und ihm ebenfalls die vier Grundeigenschaften, Grundqualitäten oder Grundaspekte, die sich in der Allgegenwärtigkeit manifestieren, zuerkennen. Die vier Grundeigenschaften sind: die Allmacht, die Weisheit oder das Allwissen, die Alliebe oder Barmherzigkeit und die Allgegenwärtigkeit.

Seinen Christus wird der Magier nicht als Manifestierung nur mit einer Qualität ausgestattet ansehen, sondern ebenfalls in bezug auf die Universalgesetze analog den vier Elementen als die höchste Göttlichkeit verehren. Dasselbe gilt vom Anhänger des Buddhismus oder einer anderen Religionslehre. Wenn der Magier richtig arbeitet und magisch reif ist, wird er sein Gottesprinzip auf diesen vier Grundlagen mit ihren Grundeigenschaften, den Elementen entsprechend, einreihen, und diese vier Grundaspekte seiner Gottheit werden seine höchste Göttliche Anschauung vertreten.

Die Vorstellung seines Gottes muß nicht an eine noch lebende oder gelebt habende Person gebunden sein, sie kann sich symbolisch auswirken. Ob sich der Magier einen Christus, Buddha, eine Devi, eine Sonne, ein Licht oder eine Flamme oder sonst etwas als Symbol seiner höchsten Gottheit vorstellt, bleibt sich im Grunde genommen ganz gleich. Es kommt hier weniger auf die Vorstellung als auf die Qualität an, die er in seine Vorstellung hineinlegt. Auf jeden Fall muß für einen Magier jeglicher Religions-Weltanschauung die Vorstellung des Gottesbegriffes das Höchste, das Liebste, Wertvollste und Verehrungswürdigste sein, über dem es keinen Übergott mehr gibt.

Der Verkehr respektive die Verbindung mit seiner Gottheit, mit seinem Gott, kann auf vierfache Art hergestellt werden: l. auf die mystisch-passive, 2. magisch-aktive, 3. auf konkrete und 4. auf die abstrakte Weise. Der wahre Magier soll alle vier Formen beherrschen, wobei es ihm persönlich überlassen bleibt, welche Art oder Form er sich dann für seine spätere dauernde Verbindung wählt.

Die mystisch-passive Form der Gottesverbundenheit ist den meisten Heiligen und allen Gläubigen eigen, denen sich in Verzückung oder Ekstase das Göttliche Prinzip irgendwie offenbarte. Weil bei dieser Anwendungsweise der Magier nicht weiß, in welcher Form sich ihm Gott offenbart, wird sich die Offenbarungsart seiner höchsten Anschauung gemäß äußern. Einem Christen in irgendeinem festen Symbol, wie in der Gestalt von Christus, einer weißen Taube, des Heiligen Geistes, in der Form eines Kreuzes; das spielt dann schon eine untergeordnete Rolle.

Es kommt hier in der Hauptsache auf die Qualität oder Eigenschaft der Göttlichkeit an, die sich dem Betreffenden manifestiert. Wie tief, stark und durchdringend sich Gott dem einzelnen offenbart, hängt von der geistigen und seelischen Reife des Betreffenden ab. Diese Offenbarungsweise erleben alle diejenigen Menschen, die durch tiefes Meditieren oder Beten in einen Zustand des körperlichen Entrücktseins oder der Ekstase geraten. Alle Mystiker, Theosophen, Bhakti Yogis usw. sehen in dieser Offenbarungsweise Gottes die Erreichung eines angestrebten Zieles. Die Geschichte liefert viele Hinweise dieser mystischen Christus-Verbundenheit, und es ist deshalb nicht notwendig, sie einzeln anzuführen.

Die zweite Art der Gottes-Offenbarungsweise ist die magisch aktive, die den meisten Magiern eigen ist. Der geschulte Magier versucht sich seiner Gottheit durch Anrufungen zu nähern respektive mit ihr in Verbindung zu treten. Auch hier läßt sich von einer ekstatischen Form sprechen, nur tritt diese nicht als Begleiterscheinung auf wie die der vorherigen Offenbarungsweise, sondern ist bewußt Stufe für Stufe zustande gekommen.

Bei dieser Methode oder Offenbarungsweise geht das Innere, das ist der Geist des Magiers, die Hälfte des Weges zu Gott empor, und Gott kommt ihm die andere Hälfte entgegen. Die Anrufung der Gottheit auf diese magisch-aktive Art ist eine theurgische, eine wirklich magische, die sich ein Magier nur dann erlauben kann, wenn er tatsächlich den richtigen Reifezustand erlangt hat. Die Art der Anrufung ist Sache des einzelnen, da es für diese keine konkrete Methode gibt.

Sowohl die mystisch-passive als auch die magisch-aktive Gottesanrufung kann wiederum in konkreter oder abstrakter Form geschehen. Die konkrete Anrufung ist die, daß man sich seine Gottheit in einer bestimmten Form vorstellt, wohingegen die abstrakte Anrufung auf der Vorstellung der abstrakten Gottesidee der Qualitäten Gottes beruht.
Die Praxis der einzelnen Offenbarungsmöglichkeiten des Gottesbegriffes ist äußerst einfach. Meditiert der Magier in der Versenkung, also im Akashaprinzip, das ist in Trance, über seinen Gott und dessen Qualitäten und erscheint ihm während dieser Meditation das erwartete Gottes-Symbol, so kann von einer mystisch-passiven Gottes-Offenbarungsweise gesprochen werden. Ruft aber der Magier mittels seiner plastischen Meditation entweder außerhalb oder in sich die einzelnen Qualitäten seiner Gottheit an, ganz gleich ob er sich dieselben in einer konkreten oder abstrakten Form vorstellt, geht es um eine magisch-aktive Gottes-Anrufung.

Wer bis hierher in seiner Entwicklung gekommen ist, kann nicht nur die mystisch-passive Gottesverbundenheit erzielen, sondern auch die magisch-aktive. Deshalb gebe ich den Methoden der konkreten und abstrakten Form den Vorzug, die der Magier beherrschen kann. Eine gute Vorübung zur konkreten Manifestierung der Gottheit besteht darin, ein Bild, eine Figur oder ein Symbol der verehrten Gottheit vor sich hinzustellen. Der Magier sitzt in seinem Asana und fixiert das Bild intensiv so lange, bis ihm, wenn er die Augen geschlossen hält, das Gottesbild erscheint.

Auch kann er beim Fixieren des Bildes seiner verehrten Gottheit das Bild nachher auf einer danebenstehenden weißen Fläche abermals sehen. Diese Visualisierung der Gottheit ist eine gute Vorübung, denn sie verhilft dem Magier dazu, das Gottesbild vor sich erscheinen zu lassen. Diese Vorübung wiederhole der Magier so oft, bis er es fertigbringt, sich zu jeder Zeit, in jeder Lage, auf jedem Platz, ohne jegliche Anstrengung seine verehrte Gottheit wie lebend vorzustellen. Sodann kann er das vorgestellte Bild mit den entsprechenden Göttlichen Eigenschaften verbinden.

Zuerst wird er nicht sogleich alle vier genannten Göttlichen Grundeigenschaften, über die er in der vorigen Stufe meditierte, auf einmal mit seinem vorgestellten Bild in Verbindung bringen können. Er wird sich daher auf eine Eigenschaft nach der anderen einstellen. Die Konkretisierung der Göttlichen Eigenschaft in das vorgestellte Bild ist sehr wichtig und soll so lange wiederholt werden, bis tatsächlich die Gottheit des Magiers mit den vier Grundeigenschaften ausgestattet von ihm empfunden wird.

Ist dies erreicht worden, dann stelle sich der Magier das Bild seiner Verehrung nicht als Bild, sondern als lebend, wirkend, strahlend mit einer derartigen Intensität vor, als wenn seine Gottheit, sein persönlicher Gott, lebend, wirklich seiend vor ihm stünde. Dies ist die sogenannte konkrete Verbindung mit der Gottheit außerhalb sich. Je öfter der Magier diese Methode verfolgt, um so stärker, wirkungsvoller wird die visuelle und empfindende Gottheit vor ihm sein. Fühlt der Magier, daß er alles, was er über Gottesbegriff und Realisierung versteht, in sein Anrufungsbild hineinlegte, dann denke er sich, daß diese lebendige Gottheit, die vor ihm im großen Glanze mit allen vier Grundeigenschaften erscheint, seinen Körper einnimmt, also in ihn eintritt und somit die Stelle seiner Seele vertritt.

Dies wiederhole der Magier so oft, bis er in sich die Gottheit so stark fühlt, daß er bei dieser Methode sein persönliches Bewußtsein verliert und sich selbst als die vorgestellte Gottheit empfindet. Durch oftmaliges Wiederholen dieses Einswerdens mit der Gottheit übernimmt der Magier die in sein Vorstellungsbild konkretisierten Eigenschaften, und durch ihn wirkt dann nicht mehr das persönliche Selbst, sondern seine Gottheit. Er erlebt somit die konkrete Gottesverbundenheit seines persönlichen Gottes, und aus seinem Munde spricht nicht mehr sein Bewußtsein, seine Seele, sein Geist, sondern der manifestierte Geist Gottes. Hier verbindet sich der Magier mit seinem Gott, wird auf die Dauer der Verbundenheit zum Gott und nimmt an allen Grundeigenschaften seiner verbundenen Gottheit teil.

Die Methode der konkretisierten Gottesverbundenheit ist für die weitere magische Praxis von äußerster Wichtigkeit, denn der Magier muß in der Lage sein, sich auf dieselbe Art mit einer jeden Gottheit, ganz gleich welcher Religion, zu verbinden. In der Beschwörungsmagie und in der Theurgie ist diese Praxis notwendig, denn nur solcherart kann der Magier dann die Verbundenheit mit einer Gottheit jederzeit herstellen und die untergeordneten Wesen dazu anhalten, seinen Willen auszuführen. Daß auf diese Art und Weise der Magier imstande ist, sich so stark mit dem Gottesprinzip zu verbinden, daß sämtliche Kräfte der konkretisierten Gottheit, mit der er sich seelisch verbindet, auch ihm eigen werden, in ihm als Eigenschaft inne bleiben, wenn er auch nicht direkt mit der Vorstellung verbunden ist, wird jedem als selbstverständlich erscheinen. Solche göttlichen Eigenschaften werden meist von uns Eingeweihten als magische Fähigkeiten, Kräfte oder Siddhis bezeichnet.

Beherrscht der Magier die konkrete Gottesverbindung mit seiner vorgestellten Gottheit gut, beginnt er die abstrakte Form der Verbundenheit mit seinem Gotte zu verwirklichen. Anfangs kann er die Gottesidee an eine Hilfsvorstellung binden, wie z. B. an das Licht, Feuer u. dgl., aber später ist auch von dieser abzusehen und nichts anderes als nur die Qualität, zuerst außerhalb sich und dann in sich, zu projizieren. Es ist auch hier zuerst die Qualität der göttlichen Eigenschaft an das den Elementen entsprechende Organ zu knüpfen, so daß z. B. die Allmacht im Kopf, die Liebe im Herzen usw. abstrakt empfunden wird.

Durch oftmaliges Wiederholen dieser Übung wird man mit der abstrakten Gottesidee derart identifiziert, daß man keine Vorstellung eines Körperteiles oder einer Körperregion mehr notwendig hat. Sodann kann man die vier Grundeigenschaften in eine einzige Idee verbinden, die unseren Gottesbegriff in der höchsten Form, die es überhaupt gibt, innerlich wahrzunehmen gestattet. Durch gleichfalls oftmaliges Wiederholen wird die Manifestierung Gottes derart vertieft, daß man sich selbst als Gott empfindet. So tief muß die Gottesverbundenheit sein, daß es während der Meditation keinen Gott in mir und außerhalb mir gibt, sondern Subjekt und Objekt müssen derart ineinander verschmolzen sein, daß es nichts anderes gibt außer: »Ich bin Gott«, oder wie der Inder in seinen Veden sagt: »Tat twam asi - Das bist Du!«

Bis hierher gelangt, hat der Magier seine magische Entwicklung in astraler Form beendet, und durch weitere Übungen braucht er nur noch seine Meditationen vertiefen und seine Göttlichkeit verstärken.

Der Verkehr mit Gottheiten

Ist der Magier in der Gottesverwirklichung soweit, daß er sich mit jeder Gottheit, mit jeder Intelligenz, mit jedem hohen göttlichen Wesen verbinden kann, ist er in der Lage, nicht als Magier, sondern als Gott in der gewünschten Sphäre zu wirken.

Hiermit endet die magische Seelen-Schulung der letzten Stufe für den Magier. In dieser Hinsicht habe ich ihm nichts mehr zu sagen, denn er ist Eins mit Gott geworden, und was er in der Gottesverbundenheit ausspricht oder befiehlt, ist soviel, als ob Gott selbst es ausgesprochen hätte, und er nimmt teil an allen vier Grundeigenschaften seiner Gottheit, mit der er verbunden ist.

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Linoma Offline




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20.10.2010 19:43
#28 RE: Magsiche Schulung antworten

Magische Körper-Schulung Stufe 10
-Verschiedene Methoden zur Aneignung magischer Fähigkeiten

Brahma und Shakti
Suggestion
Telepathie
Hypnose
Massenhypnose der Fakire
Gedankenlesen
Psychometrie
Beeinflussung des Gedächtnisses
Das Wirken im Akasha
Raumimprägnierung auf Entfernung
Botschaften durch die Luft
Die Exteriorisation
Die magische Unsichtbarmachung
Praktiken mit Elementen
Levitationsphänomene
Naturphänomene
Macht über Leben und Tod

Brahma und Shakti
Der Kenner anderer Einweihungssysteme wird eine gewisse Parallele mit meinem System finden, da ja alle Wege in der Wahrheit gleich sein müssen. Als Beispiel erwähne ich hier das indische, die Schlangenkraft betreffende Yoga System, das mit den von mir über die ägyptischen Mysterien angegebenen Systemen übereinstimmt. Beim Kundalini-Yoga wird der Schüler vom Guru dazu angehalten, über das Muladhara-Zentrum, das sich im Steißbein befindet, zu meditieren und daselbst Pranajama-Übungen zu machen. Wenn wir uns die Symbolik des Muladhara-Zentrums näher ansehen, kommen wir darauf, daß dieses Zentrum die Form eines Viereckes in gelber Farbe hat, in dem sich ein rotes Dreieck befindet, dessen Mitte der Phallus - männliches Glied -, dreieinhalbmal von der Schlange umwunden, einnimmt. Das Muladhara-Zentrum ist das erste, primitivste und grobstofflichste Zentrum, das dadurch versinnbildlicht wird, daß eine Ecke ein Elefant mit der betreffenden Göttin ausfüllt.

Diese symbolische Ausdrucksweise, in Indien Laya-Yoga genannt, ist so eindeutig wiedergegeben und bedeutet den Einweihungsschlüssel für die erste Stufe im Yoga. Dieses Zeichen wird verschiedentlich ausgelegt, aber die richtigste Erklärung ist die, daß das Viereck die Erde, das Dreieck die drei Spitzen oder Reiche - die grobstoffliche, astrale und mentale Welt -, der Phallus die Zeugungskraft - Imagination - und die Schlange den Weg und das Wissen vorstellen. Daß das Erdprinzip aus vier Elementen besteht, ist dem Schüler schon bekannt und bedarf daher keiner weiteren Kommentare. Der Schüler des Yoga muß vor allem die drei Welten, die grobmaterielle, astral-seelische und mental-geistige, kennenlernen und beherrschen.

Das Muladhara-Chakra ist demnach also nichts anderes als ein Einweihungsdiagramm und entspricht der ersten Tarotkarte. Auf eine solch klare Definition wird in Indien niemals direkt hingewiesen, und es bleibt dem Schüler überlassen, selbst darauf zu kommen, wenn er das Muladhara-Zentrum beherrscht, d. h. die dem Muladhara-Diagramm entsprechende Entwicklung auf seinem geistigen Wege erreicht hat. Das Muladhara-Zentrum wird nicht umsonst das Brahma-Zentrum genannt, denn in diesem Entwicklungsstadium erkennt der Yoga-Schüler Brahma, also die Gottheit, in ihrer stabilsten Manifestation.

Brahma ist das Ewige, Unerforschbare, Universale, Undefinierbare, das Stete und Ruhige, also der positive Teil. Brahma schafft nicht selbst aus sich heraus, sondern alles Erschaffene wird durch seine Shakti; das weibliche Prinzip, bewerkstelligt. Shakti stellt also im Muladhara-Zentrum die den Phallus umwindende Schlange dar, die sich der Schöpfungskraft des versinnbildlichten Phallus, also der Imagination, bedient.

Über dieses Zentrum wäre noch so manches zu sagen, aber dem entwickelten Magier wird diese Andeutung genügen, um zu erkennen, daß es eine gemeinsame Parallele zwischen Religions- und Einweihungssystemen gibt. Imagination ist somit die Shakti- oder die Kundalinikraft, die der Magier systematisch entwickeln muß. Bei einem Rückblick auf unser ganzes zehnstufiges Entwicklungssystem kommt der Magier darauf, daß gerade diese Schöpfungskraft, diese Phalluskraft, also die Imagination und deren Ausbildung, die größte Rolle in der Entwicklung spielen.

Die magische Körperschulung habe ich schon in der neunten Stufe beendet, so daß ich in diesem Kapitel nur noch über die Ausbildung einiger okkulter Kräfte spreche, die der Magier zwar nicht alle beherrschen muß, aber es darf ihm in seiner Entwicklung nichts verwunderlich sein, und für jedes okkulte Phänomen muß er die richtige Erklärung wissen.


Suggestion

Im Kapitel über das Unterbewußtsein spreche ich insofern über dieses Thema, als ich die Autosuggestion oder Selbstbeeinflussung beschreibe. Dieselben Maßnahmen gelten
auch für die Suggestion anderer Personen. Dabei ist Vorbedingung, daß die Suggestionsformel präzis in der Gegenwarts- und Befehlsform gehalten wird. Ein Magier wird infolge seiner geistigen Entwicklung einem jeden Menschen, der die Reife nicht besitzt, die gewünschte Suggestion ins Unterbewußtsein verlegen, wobei die Suggestion nicht immer unbedingt laut, sondern auch in Gedanken - telepathisch - geschehen kann.

Für einen Magier ist es eine Leichtigkeit, auch auf die größte Entfernung Suggestionen zu erteilen. Er kann dies auf zweifache Art tun, indem er entweder mit seinem Geist die betreffende Person aufsucht, um sie - am besten im Schlaf - suggestiv zu beeinflussen, oder er schaltet mittels Akasha die Entfernung zwischen sich und dem Subjekt aus, um suggestiv zu arbeiten. Es braucht nicht erst separat darauf hingewiesen zu werden, daß sich der Magier bei Fern-Suggestionen auch des magischen Spiegels bedienen kann. Es ist selbstverständlich, daß eine Suggestion in ihrer Wirkung nicht nur für die Gegenwart, sondern auch lür die entfernteste Zukunft gegeben werden kann, d. h. die Zeit der suggestiven Wirkung wird in das Unterbewußtsein des Subjektes verlegt.


Telepathie

Ein der Suggestion verwandtes Gebiet ist das der Telepathie. Für einen Magier ist es ein Kinderspiel, seine Gedanken auf jede Person zu übertragen. Er braucht dabei nur zu berücksichtigen, daß er die Gedanken nicht dem Körper und auch nicht der Seele, sondern nur dem Geist der betreffenden Person übermitteln muß. Der Magier stellt sich den Geist eines Menschen vor, d. h. er denkt sich den grobstofflichen und astralen Körper weg und beschäftigt sich nur mit dessen Geist, dem er den Gedanken überträgt.

Dabei bleibt es dem Magier überlassen, ob er es dem Subjekt eingeben will, daß es sein - also des Magiers - Gedanke ist oder der irgendeiner anderen Person, oder aber er läßt den Empfänger in dem Glauben, daß es dessen Gedanke ist. All das berücksichtigt der Magier bei der Übertragung. Nicht nur Gedanken, auch Gefiihle lassen sich sowohl in unmittelbare Nähe als auch auf die größte Entfernung übertragen. Der Magier wird niemals außer acht lassen, daß er mit Hilfe seiner magischen Kräfte nur gute Gedanken übertragen soll. Ich bin der Überzeugung, daß sich kein Schüler und kein Magier dazu hergeben wi.rd, einen Mißbrauch zu treiben. Es können auch Gedanken gegen den Willen eines Menschen einsuggeriert werden. Da der Magier die Elemente beherrscht, kann er in der telepathisch zu beeinflussenden Person die Gedanken ausschalten und ihr Gedanken einprägen, die dem Magier wünschenswert erscheinen.

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

Linoma Offline




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20.10.2010 19:43
#29 RE: Magsiche Schulung antworten

Hypnose

Ein ähnliches Gebiet wie das der Telepathie und Suggestion ist die Hypnose, durch die ein Mensch gewaltsam in Schlaf versetzt und seines Willens beraubt wird. Vom magischen Standpunkt aus ist Hypnose verwerflich, und der Magier sollte sich auf dieses Gebiet weniger spezialisieren. Damit ist nicht gesagt, daß der Magier nicht in der Lage wäre, jedwede Person einzuschläfern. Die Praxis ist denkbar einfach. Der Magier braucht entweder nur mittels seines Willens oder mittels des elektromagnetischen Fluids die Funktion des Geistes auszuschalten, und sofort tritt der Schlaf ein.

Ob sich dabei der Magier gedanklicher Vorstellungen der Telepathie oder Suggestion bedient, ist weniger wichtig. Er kann diese als Hilfsmittel heranziehen, ist aber von ihnen nicht abhängig. Fast alle Bücher, die über Hypnose schreiben, empfehlen, die Telepathie und Suggestion anzuwenden. Ein die Kräfte Beherrschender braucht weder das eine noch das andere, denn in dem Augenblick, wo er sich den Körper und die Seele der Versuchsperson wegdenkt, also nicht beachtet und ihren Willen mittels Imagination ausschaltet oder lähmt, tritt sofort Bewußtlosigkeit oder Schlaf ein, wodurch das Unterbewußtsein freigelegt wird und für Suggestion aller Art empfänglich ist.

Gerade dieser Gewaltakt, d. h. das Eingreifen in die Individualität eines Menschen, ist vom magischen Standpunkt aus nicht empfehlenswert, und der Magier wird zur Hypnose jeder Art nur dann greifen, wenn er etwas Edles damit bezweckt, z. B. seinem Subjekt gute Suggestionen mit besonders starker Wirkung erteilen will. Selbst wenn die Versuchsperson es direkt wünschen sollte, hypnotisiert zu werden, soll der Magier nach Möglichkeit davon Abstand nehmen. Der wahre Magier wird es stets unterlassen, etwaige Neugier oder Sensationslust anderer durch hypnotische Experimente zu befriedigen.

Bei großen Gefahren kann ein geschulter Magier eine Art Schreckhypnose herbeiführen, indem er etwa durch einen Blitzstrahl des elektroinagnetischen Fluids den Geist des Gegners für Augenblicke lähmt, welche Methode er natürlich nur im Notfall anwendet. Dies wird im Leben des Magiers wohl kaum nötig sein. Daß auch Tiere hypnotisiert werden können, ist wissenschaftlich nachgewiesen, und ein Magier, der ein Tier hypnotisieren will, falls es notwendig ist, wird die instinktive Seite des Tieres treffen, wodurch auch bei einem größten und stärksten Tier sofortige Bewußtlosigkeit eintritt.


Massenhypnose der Fakire

Die durch indische Fakire und Gaukler herbeigeführte Massenhypnose, die zahlreiche Bewunderer findet, ist für einen Magier kein Problem. Fakire, die sich mit solchen Experimenten befassen, wissen zumeist selbst nicht einmal, wie diese zustande kommen, denn ihr Geheimnis ist traditionell und überträgt sich von einer Generation auf die andere. Wird ein bestimmter Raum, Platz u. dgl. mit dem Akashaprinzip geladen, sind alle Anwesenden von Akasha durchdrungen, und dieses Prinzip herrscht dann in jedem einzelnen vor.

Da Akasha das Ursachenprinzip ist, muß sich alles verwirklichen, was in das Akashaprinzip hineingelegt wird. Auf Grund dieses Gesetzes ist die Massenhypnose der Fakire, die ihren Zuschauern verschiedene Szenen vorgaukeln, leicht erklärlich. Der Magier kann auf die beschriebene Art genauso eine Massenhypnose herbeiführen. Durch ein traditionelles Wort oder eine Formel ruft der Fakir Akasha in den Raum und verlegt Bilder, welche die Zuschauer zu sehen wünschen, in dieses Prinzip.

Durch vieles Wiederholen dieses Experimentes ist es schon derart verautomatisiert, daß sich der Fakir nicht einmal mehr der Imagination und des Akashas, noch des Vorganges, den die Zuschauer sehen wollen, zu bedienen braucht. Es genügt ihm, die Akashaformel auszusprechen, um die Menschen in seinen Bann zu bekommen, und anschließend daran braucht er nur leise den von den Zuschauern gewünschten Vorgang in kurzen Sätzen, Tantras usw. der Reihe nach auszusprechen, worauf die Zuschauer auch der Reihe nach genau dasselbe bildhaft wahrnehmen.

Daß solche Formeln wirkliche Zauberformeln sind, ist glaubwürdig, zumal sich so ein Geheimnis Hunderte von Jahren von Familie auf Familie traditionell vererbt. Der eigentliche Besitzer einer solchen traditionellen Formel weiß nicht einmal mehr, was für Kräfte er damit auslöst. Er weiß nur, daß, sobald er diese oder jene Formel ausspricht, dies oder jenes geschieht, ohne deren Ursache nachzugehen. So ein illusionistisches Akashastück wird dann vielfach bewundert, namentlich von Menschen, die keine Ahnung von den höheren magischen Gesetzen haben.

In Indien ist so eine Gauklervorstellung nicht mehr als reine Geschäftssache. Würde man bei so einem gauklerischen Experiment mit einem Photoapparat die ganze Szene aufnehmen, müßte man mit großer Enttäuschung wahrnehmen, daß sich nichts von dem Gesehenen auf den Platten befindet und diese nur den Fakir mit seinen eventuellen Begleitern ganz still und lächelnd dasitzend aufweisen.

Das anscheinend geheimnisvollste Experiment ist demnach auf Grund der magischen Gesetze leicht erklärlich, und es bleibt dem einzelnen überlassen, ob er sich damit beschäftigen oder sich sogar darauf spezialisieren will. Für die weitere magische Entwicklung und den magischen Aufstieg haben diese Experimente keinerlei Bedeutung. Ich erwähnte sie nur deshalb, damit sich der Magier darüber ein Bild machen kann und vom magischen Standpunkt aus hierfür eine Erklärung findet.


Gedankenlesen

Viel Propaganda wird mit dem Problem des Gedankenlesens gemacht. Dieses ist für den geschulten Magier eine selbstverständliche Sache, und er betrachtet sie als minderwertigere Begleiterscheinung seiner geistigen Entwicklung. Das Gedankenlesen kann in Bildern, Eingebungen - Intuition -, je nach Einstellung des Magiers, geschehen. Daß man die Gedanken nicht nur einer, sich in der Nähe befindlichen Person lesen kann, sondern auch dann, wenn diese weit entfernt ist, braucht nicht erst hervorgehoben zu werden und ist nichts anderes als eine Auswirkung des Arbeitens im Akasha.

Jeder Gedanke, jedes Wort und jede Tat finden in der Ursachenwelt oder im Akasha ihre genauen Abdrücke, worüber bereits im Kapitel, das Akasha betreffend, gesprochen wurde. Stellt sich der Magier auf den Geist der betreffenden Person ein und lädt sich mit Akasha, kann er die Gedanken der Gegenwart lesen, und wenn er mit seinem innersten Wunsch zurückblickt, kann er auch die Gedanken der tiefsten Vergangenheit mühelos erfassen. Hat sich der Magier längere Zeit damit beschäftigt und eine gewisse Übung im Gedankenlesen erreicht, wird er spielend leicht jeden Gedanken, auch den verborgensten, lesen können.

Die Gedankenbildung ist eine intellektuelle oder imaginative. Imaginativ gebildete Gedanken sind leichter lesbar. Ein vollkommenes Gedankenlesen kann ein Magier nur dann erreichen, wenn er unumschränkter Herr über seinen Geist und somit auch über sein Gedankenleben geworden ist. Das ist Grundbedingung. Ansonsten wird er die Gedanken nur teilweise erfassen oder nur effektive Gedanken lesen können. Das Gedankenlesen ist somit kein Problem, es bedarf nur des Kontaktes von Geist zu Geist, der Magier muß sich als Geist selbst fühlen, wozu ihm übrigens die Übungen der vorhergehenden Stufen verholfen haben, und braucht nur die Verbindung zwischen sich und der betreffenden Person herzustellen, indem er sich deren Körper und Seele wegdenkt, um alle Gedanken, die er erfahren will, zu erfassen.


Psychometrie

Die Psychometrie ist die Fähigkeit, aus einem beliebigen Gegenstand, ob Brief, Schmuckstück, Altertümlichkeit, sowohl Gegenwart wie Vergangenheit und, wenn es darauf ankommt, auch die Zukunft zu erforschen und alle Begebenheiten, die mit dem betreffenden Gegenstand in Verbindung waren, sind und noch sein werden, zu ergründen. Bei jenem Magier, der diesen Lehrgang praktisch durchgemacht hat und seine astralen Sinne im Sehen, Hören und Fühlen gut schulte, ist diese Fähigkeit eine Begleiterscheinung der entwickelten astralen Sinne und ist sehr leicht durchführbar.

Er nimmt den zu erforschenden Gegenstand entweder in die Hand oder legt ihn an eine Körperstelle, die für das nähere Erforschen maßgebend ist. Will er die Begebenheit in Bildern sehen, d. h. visionär erforschen, drückt er den Gegenstand an die Stirn, will er ihn inspirativ, d. h. akustisch wahrnehmen, dann legt er ihn auf die Herzgegend, und will er ihn gefühlsmäßig oder intuitiv ergründen, dann auf den Solar-Plexus, oder er hält den Gegenstand einfach in der Hand. Nach der konzentrierten Einstellung, was er über diesen Gegenstand wissen will, versetzt er sich in Akasha oder Trance und liest mit seinen geistigen Augen, Ohren oder dem Gefühl die einzelnen Begebenheiten der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft.

Der Magier kann auch seinen magischen Spiegel zu Hilfe nehmen. So kann er auf diese Art z. B. aus Altertumsstücken alle mit dem Gegenstand verbundenen Begebenheiten wie in einem Film oder Panorama aufrollen lassen und alles erfahren, was mit dem Gegenstand in Verbindung war. Natürlich hat er auch die Möglichkeit, in jedem Schreiben, das an ihn oder an andere von bekannten oder fremden Personen gerichtet wurde, nicht nur den Schreiber zu sehen, sondern auch die Gedanken spielend zu lesen, die im Geiste der schreibenden Person aufgetreten sind. Er kann - kurz gesagt - zwischen den Zeilen eines jeden Briefes lesen.

Zur Psychometrie gehört auch die Fähigkeit, mit jeder Person, die mit dem oder jenem Gegenstand in Berührung gekommen ist, in grobstoffliche, seelische oder auch geistige Verbindung zu treten, da ein Gegenstand jeglicher Natur das Bindemittel zwischen dem Körper, der Seele und dem Geiste des Magiers und der betreffenden Person ist. Daß der Magier mit Hilfe eines Gegenstandes auch die Gedanken auf die größte Entfernung lesen kann, ist selbstverständlich. Gleichzeitig ist es ihm auch möglich, die seelische Seite der betreffenden Person kennenzulernen und ihre Charaktereigenschaften, ihre seelische Entwicklung in der Akashawelt mühelos zu ermitteln. Dasselbe gilt natürlich auch von der grobmateriellen Seite, so daß er Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft feststellt, wenn er das Bindeglied zwischen seiner Seele und der betreffenden Person in bezug auf Akasha herstellt.

Eine kleine Abart der Psychometrie ist auch die Psychographie, die aber für einen Magier nicht von großer Bedeutung ist und sich aus dem soeben Gesagten von selbst ergibt. Durch das Bindeglied wird nicht nur der Absender, z. B. eines Briefes, in allen Phasen und Dingen erforscht und erkannt, sondern der Gegenstand kann auch dazu dienen, das Bindeglied mit der betreffenden Person herzustellen und diese eventuell geistig, seelisch und auch körperlich zu beeinflussen. Daraus ist ersichtlich, daß die Psychometrie eine untergeordnete Fähigkeit des uns schon bekannten Hellsehens ist.


Beeinflussung des Gedächtnisses

Wie wir bereits wissen, ist das Gedächtnis eine intellektuelle Eigenschaft, die ein jeder Mensch besitzt, dessen fünf normale Sinne intakt sind. Das Gedächtnis ist aber gleichzeitig der Empfänger von Gedanken und Ideen aus der mentalen und somit auch der Akashawelt. Wir wissen, daß alle Gedanken und Ideen ins Akasha versetzt werden und daß sie das Gedächtnis durch seine empfangende Eigenschaft wieder aus dem Akasha und der Mentalsphäre ins Bewußtsein zurückruft.

Nachdem der Magier Herr im Akasha ist, vermag er auf direkte und indirekte Art das Gedächtnis zu beeinflussen. Auf direkte Art stärkt er mittels des betreffenden Elementes oder des elektromagnetischen Fluids oder durch bloße Beeinflussung des Unterbewußtseins das Gedächtnis mittels Imagination. Er kann aber auch, falls er auf Gedächtnis arbeitet, mit Leichtigkeit bestimmte Ideen, Gedanken und Erinnerungsbilder mittels Imagination im Bewußtsein und somit auch im Gedächtnis je nach seinem Wunsch verwischen, ausschalten, abschwächen.

Die indirekte Art der Beeinflussung des Gedächtnisses ist die, daß er durch das Akashaprinzip auf das Gedächtnis indirekt einwirkt. Der Magier, der die Bilder und Gedankengänge einer jeden Person im Akasha sieht, kann dieselben mittels Imagination erblassen lassen, er kann sie auslöschen oder die Verbindung zwischen den Bildern im Akasha und der betreffenden Person mittels Imagination zerstören, trennen oder abschwächen. Da der Magier die Möglichkeit hat, auf diese Art einer jeden Person das Gedächtnis zu rauben, wird vor Mißbrauch gewarnt und niemand, dem es um die ethische Entwicklung geht, wird sich zu einer solchen Tat verleiten lassen.

Von dieser Fähigkeit wird der Magier nur dann Gebrauch machen, wenn er bei jemand schlechte Erfahrungen, schlechte Erlebnisse, die tiefe Spuren in seinem Gedächtnis hinterlassen haben, abschwächen oder ganz auslöschen will. Hier kann der Magier viel Gutes tun, indem er manches Herzeleid, manche schlechte Erinnerung und Enttäuschung, über die sich eine Person nicht hinwegzusetzen vermag, verwischt. Dies kann der Magier auch an sich selbst vornehmen, falls er große Enttäuschungen und andere seelische Erschütterungen einstmals, etwa vor seiner magischen Entwicklung, durchgemacht hat, die ihm immer wieder ins Gedächtnis zurückkommen.

Verwischt er diese Bilder im Akasha, können sie in sein Gedächtnis niemals mehr eintreten. Bringt er es aber fertig, ihrer durch seinen Willen, durch Autosuggestion oder andere Methoden Herr zu werden, dann hat er es nicht notwendig, den drastischen Eingriff im Akasha vorzunehmen, um die betreffenden Bilder verschwinden zu lassen.

Die pathologische Erscheinung des Gedächtnisverlustes ist dadurch zu erklären, daß die Verbindung mit der Mentalwelt und somit auch mit Akasha zeitweise gelähmt wurde. Dieser Zustand ist aber schon eine Disharmonie, eine Erkrankung, eine Störung des Geistes, wenn er von selbst durch verschiedene Ursachen, wie Schreck u. dgl., aufgetreten ist.

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Linoma Offline




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20.10.2010 19:44
#30 RE: Magsiche Schulung antworten

Das Wirken im Akasha

Ebenso wie das Gedächtnis laut vorhergehendem Kapitel mittels Akasha beeinflußt wird und gewisse Erinnerungsbilder ausgelöscht werden können, ist es dem gut geschulten hochstehenden Magier möglich, nicht nur bestimmte Ideen und Erinnerungsbilder, sondern mittels seiner Willens- und Imaginationskraft auch Ursachen, die im Akasha vermerkt sind und sich als Schicksalseinflüsse bei ihm oder bei anderen auswirken, unter Umständen, wenn er die richtige Begründung dafür hat, im Akasha auszulöschen.

Falls er eine Ursache, die sich eine Person selbst im Leben geschaffen hat, auslöscht, muß er für sie eine andere Ursache schaffen, die eine entsprechende Wirkung auf das Schicksal des Betreffenden ausüben muß. Dieses Eingreifen in das Schicksal eines Menschen, ganz gleich ob es sich um den Magier selbst oder um eine andere Person handelt, darf nicht aus leichtsinnigen Gründen geschehen. Der Magier darf sich diesen Eingriff nur dann erlauben, wenn er für sein Tun und Handeln der Göttlichen Vorsehung genaue Rechenschaft ablegen kann.

Das Auslöschen einer Ursache und Schaffen einer neuen, ob günstigen oder weniger günstigen, geschieht am besten durch ein elektromagnetisches Volt, dessen Praxis bereits in der Körperschulung der neunten Stufe geschildert wurde. Es gibt noch andere Methoden, aber alle beruhen auf dem Willen und der dazugehörigen Imagination, und der Magier kann sie sich nach eigenem Ermessen selbst bestimmen. Daß ein Magier das Schicksal, die Ursachen und somit auch die Sünden - was man in den Religionen unter Sünden versteht, denn Sünden sind moralische Ansichten von Religionen - ändern oder deren Ursachen wegwischen kann, hat uns z. B. schon Christus mit folgenden Worten angedeutet: »Wem ich die Sünden vergebe, dem werden sie vergeben bleiben.«


Raumimprägnierung auf Entfernung

Über Raumimprägnierungen, wo sich der Magier selbst in dem imprägnierten Raume aufhält, ist bereits gesprochen worden, und auch verschiedene Hilfsmittel habe ich fiir dieselben empfohlen, wie z. B. den magischen Spiegel mit einem fluidischen Kondensator. Erwähnt habe ich aber noch nicht, daß der Magier auch einen Raum auf Entfernung imprägnieren kann. Er hat zwei Möglichkeiten, und zwar die erste ist die, daß er mit seinem Geist oder auch mit seinem Astralkörper den zu imprägnierenden Raum ohne Rücksicht darauf, wo sich dieser befindet, besucht und dort mittels Imagination die gewünschte Imprägnierung vornimmt.

Hierfür gelten natürlich dieselben Maßnahmen, die ich schon im Kapitel über Raumimprägnierung erwähnt habe. Die zweite Möglichkeit liegt darin, daß der Magier den zu imprägnierenden Raum mit seinem Raume mittels Akasha in Verbindung bringt, so daß sein und der zu imprägnierende Raum im Akasha eins werden. Durch die Verbindung des einen Raumes mit dem anderen wird auch die größte Entfernung überbrückt. Womit nun der Magier seinen eigenen Raum imprägniert, geht auch auf den anderen Raum, mag dieser noch so weit entfernt sein, über.


Botschaften durch die Luft

Diese sind meist im Orient und insbesondere in Tibet zwischen Magiern und Adepten üblich. Wird durch das Akashaprinzip die Entfernung ohne Rücksicht auf ihre Größe zwischen einer Person oder einem Raume überbrückt, indem das A + B (mathematisch AB), d. h. Zeit und Raum überbrückt worden sind, kann man in diesem Zustand, wenn man mit jemand in Verbindung steht, nicht nur die Gedanken lesen und übertragen, sondern man kann, wenn man in diesen überbrückten oder in Akasha verbundenen zwei Polen das elektromagnetische Fluid einleitet, auch physische Kundgebungen erteilen und empfangen, so daß z. B. Sätze, die im Raume des Magiers ausgesprochen wurden, auch in jenem mit dem des Magiers akashamäßig verbundenen Raume physisch deutlich gehört werden können.

Spricht dann die entfernte Person in ihrem Raume die Antwort aus, kann sie wiederum im Raum des Magiers so deutlich gehört werden, wie wenn der Sender persönlich zugegen wäre. Das elektromagnetische Fluid muß genauso, wie im Kapitel über das Voltieren erklärt wurde, erzeugt werden, nur mit dem Unterschied, daß es nicht die Form einer Kugel, sondern eines Raumes erhält. Eine derartige elektromagnetische Akashaverbindung ermöglicht es auch, Worte und Sätze zu sprechen und auf die weiteste Entfernung zu übertragen. Diese können auch von Personen gehört oder wahrgenommen werden, die weder eingeweiht noch magisch geschult sind.

Durch eifriges Üben läßt sich diese Arbeitsmethode derart physisch materialisieren, daß sie sich auch grobstofflich auswirkt. Es geht hier also nicht um eine Übertragung von Gedanken, sondern von physischen Worten, was in der Wissenschaft als Radio-Sender und -Empfänger bekannt ist. Der Äther, auf dem sich die Schwingungswellen der Wörter bewegen, ist das Akashaprinzip, und die hierfür benötigte Elektrizität ist in unserem Falle das elektromagnetische Fluid. Der Magier weiß bereits aus Erfahrung, daß all das, was die Wissenschaft physikalisch oder auf physikalischem Wege, ganz gleich durch welche Kräfte, ob durch Elektrizität, Magnetismus, Wärme u. dgl. erreicht, auf magische Art bewerkstelligt werden kann.

So lassen sich nicht nur Worte und Schallwellen, sondern auch Bilder übertragen. In so einem magisch zubereiteten Raum mittels Imagination hervorgerufene sichtbare, also materialisierte Bilder können auch überall von denen gesehen und wahrgenommen werden, die akustisch mit dem Senderaum, also mit dem Raum, in welchem der Magier arbeitet, verbunden sind. Siehe die moderne Technik der Television. Daß dann natürlich auch andere Übertragungen, wie Gefühle, Gerüche u. dgl. m. geschehen und durch das Akasha und das elektromagnetische Fluid auf die weiteste Entfernung verwirklicht werden können, liegt klar zutage.

Auch die Elementeeinwirkungen können auf diese Art übertragen werden. Der grobstoffliche Äther ist bei weitem noch nicht vollkommen ausgenützt, und die Zukunft wird uns lehren, daß wir nicht nur Schallwellen, ähnlich denen des Radio, und Lichtbilder, ähnlich der Television, sondern auch andere Kräfte werden einmal übertragen können. Hier liegt noch ein weites Betätigungsfeld der Wissenschaft und ich bin mir gewiß, daß es Zeiten geben wird, wo auch durch den Äther thermische Wellen, d. h. Wärme, auf die weiteste Entfernung versetzt werden. Der Magier könnte hier noch viele Anregungen erbringen und vieles sagen, was sich durch den Äther bewerkstelligen ließe, und er könnte das magische Wissen ruhig mit der technisch-physikalischen und chemischen Wissenschaft in Einklang bringen. Auf Grund der Universalgesetze käme er auf noch größere Erfindungen, aber jedes Vorgreifen in der Evolution würde sich an ihm schwer rächen.


Die Exteriorisation

Im Laufe dieses Lehrganges hat der Magier gelernt, seinen Mental- und Astralkörper vom grobstofflichen zu trennen, und es ist demnach für ihn keine Neuigkeit mehr. Neu wird ihm nur das sein, daß er bei diesen Arbeiten nicht den ganzen Mental- oder Astralkörper abtrennen muß, sondern bloß einzelne Körperteile zu exteriorisieren oder herauszulösen braucht. Da der Mental- und Astralkörper an Zeit und Raum nicht gebunden ist, vermag der Magier, wenn er einzelne Teile seines Körpers mittels Imagination im Akasha trennt, dieselben auf die weiteste Entfernung zu versetzen.

So ist er z. B. in der Lage, ein oder beide Augen, ganz gleich wohin, zu versetzen und dort Eindrücke so genau zu gewinnen, wie wenn er physisch dort anwesend wäre, ohne erst die Kraft dafür verschwenden zu müssen, sich mit seinem ganzen Mental- oder Astralkörper dorthin zu begeben. Ebenso bringt er dies mit seinem geistigen oder seelischen Ohr fertig und ist fähig, auf unbegrenzte Entfernung zu hören. Anfänglich wird er es mittels Imagination nur mit dem Geistkörper und später mit dem Astral- und mit dem Mentalkörper zuwege bringen. So kann er überall mit seinem versetzten Auge und Ohr sehen und gleichzeitig hören, ohne daß er sich im Trancezustand oder in der Ursachenwelt befindet.

Hat er mit den Augen und Ohren Übung gewonnen, kann er denselben Vorgang mit den Händen oder eventuell auch mit den Füßen vornehmen. Zuerst wird er auch dies nur geistig, dann in Verbindung mit den astralen Händen tun, und wenn er dieselben durch das Erdelement verdichtet, kann er sie sogar grobmateriell werden lassen. Daß er sich dann durch derart materialisierte Hände auf unbegrenzte Entfernung bemerkbar machen kann, wie durch Klopftöne und andere Geräusche, ist begreiflich. Bei wiederholter Praxis wird er auch Gegenstände bewegen können. Daß auf diese Weise allerhand Spuk getrieben werden könnte, ist klar, aber kein Magier wird sich mit solchen Kindereien abgeben.

Die Fähigkeit des Fernschreibens zwischen lebenden Personen findet hier ihre Erklärung. Hat eine in Magie bewanderte Person ihre mentale und astrale Hand mittels Imagination freigelegt, indem sie sich die freigelegte Hand irgendwo vorstellt und daselbst Bleistift und Papier vorbereitet ist, kann die mentale und astrale Hand des Magiers auch auf die größte Entfernung die Hand des Partners in Besitz nehmen und, ähnlich wie beim medialen Schreiben geschildert, normale Mitteilungen machen. Es ist sogar möglich, die genaue Handschrift des Magiers durch ein solches Experiment auf unbegrenzte Entfernung zu übermitteln. Diese Arbeit wird unter den Eingeweihten das »Fernschreiben zwischen lebenden Personen« genannt.

Ist in der Exteriorisation von Händen und eventuell auch Füßen, je nach Wunsch des Magiers, eine gewisse Meisterschaft erreicht worden, lassen sich auf dieselbe Art auch Gegenstände auf die größte Entfernung übertragen. Wie die Unsichtbarmachung eines zu übertragenden Gegenstandes geschieht, beschreibe ich in einem weiteren Kapitel dieser Stufe. Der Magier wird die Wahrnehmung machen, daß, wenn er Augen oder Ohren irgendwohin außerhalb seines Körpers versetzt, er mit seinen physischen Augen und Ohren weder sehen noch hören kann, was sich in der Zeit des Experimentes abspielt, selbst wenn er die Augen offen halten würde. Bei der Exteriorisation von anderen Gliedern wird das versetzte Glied, z. B. die Hand, solange leblos, starr, also kataleptisch bleiben, bis das geistige oder astrale Glied wieder mit dem Körper verbunden ist.


Die magische Unsichtbarmachung

In vielen Märchen und Erzählungen wird gesagt, daß sich dieser oder jener Zauberer unsichtbar gemacht hatte, daß es einen Ring der Unsichtbarmachung gibt, den man am Finger dreht und unsichtbar wird. Viele Bücher beschreiben auch Talismane und Edelsteine, deren Tragen Unsichtbarmachung hervorrufen können, und geben auch Anleitungen hierzu; aber nichts von alledem ist verläßlich und für die Praxis brauchbar. Daß es vom magischen Standpunkt aus tatsächlich eine Unsichtbarmachung gibt, wollen wir an Hand der universalen Gesetze und des bisher Gelernten bestätigen und näher beschreiben.

Vor allem gibt es eine mentale oder geistige, astrale oder seelische und eine physische Unsichtbarmachung. Die Unsichtbarmachung des Mentalkörpers, des Geistes, hat keinen besonderen Wert, aber im Leben können dennoch Situationen vorkommen, wo man auch diese Praxis gebrauchen kann. Will sich der Magier irgendwohin geistig und seelisch versetzen, wo er entweder von Wesen jeglicher Art oder durch die geschulten Sinne eines anderen nicht wahrgenommen werden will, kann er die mentale Unsichtbarmachung
anwenden.

Z. B. ein Meister oder Guru will seinen Schüler mental aufsuchen, um ihn zu kontrollieren. Dann kann sich der Meister durch Unsichtbarmachung direkt in unmittelbarer Nähe des Schülers befinden, ohne selbst bemerkt zu werden, wenn der Schüler seine Sinne schon vielfach entwikkelt hätte. Ferner kann ein Magier bei schlecht gesinnten magischen Arbeiten sogenannter Schwarzmagier zugegen sein, um alles zu erfahren oder, wenn es notwendig sein sollte, daselbst einen gewissen Einfluß auszuüben, ohne daß er von diesen Magiern oder deren Wesen bemerkt oder ausfindig gemacht werden könnte.

Noch viele andere Situationen können im Leben vorkommen, wo eine mentale oder astrale Unsichtbarmachung am Platze ist. Die Unsichtbarmachung im Geiste ist sehr einfach und wird dadurch hergestellt, daß man seinen geistigen Leib vom Kopf bis zum Fuß mit Akasha füllt. Ist dies geschehen, verschwindet der geistige Leib sofort den Augen eines jeden Wesens, denn Akasha ist farb- und schwingungslos. Würde nun so ein Geist eines Magiers auf einer der Mentalebenen irgendeine Handlung vornehmen, wäre dennoch seine Arbeit im Akashaprinzip vermerkt und er könnte, obwohl unsichtbar, dennoch infolge seiner Tätigkeit durch das Hellsehen ermittelt werden.

Um dem vorzubeugen, muß der Magier, sobald er seinen Geistkörper mit Akasha angefüllt hat, gleichzeitig eine schwarze Hülle um seinen ganzen Körper bilden. Ob in Form einer Kugel oder eines Eies spielt hierbei keine wesentliche Rolle. Auf jeden Fall vergesse er nicht, sich auch unter den Füßen und über dem Kopf mit Akasha vollkommen abzuschließen. Bevor er sich auf diese Art unsichtbar gemacht irgendwohin begibt, konzentriere er sich darauf, daß seine Tätigkeit durch das Akasha vollkommen neutral ist, also nicht ins Akasha geschrieben werden solle, d. h. keine Spuren hinterlasse.

Diese Konzentration ist notwendig, denn andernfalls müßte der Magier damit rechnen, daß zwar sehr unleserlich, aber immerhin neue Ursachen im Akasha vermerkt wären. Für die Handlungsweise, die er als Unsichtbarer in der Geisteswelt vollbringt, ist der Magier selbst verantwortlich. Das Schicksal kann ihm hier nichts mehr anhaben, denn er ist Herr von Akasha, also des Schicksals geworden. Er unterliegt lediglich nur der Göttlichen Vorsehung und hat nur dieser Rechenschaft abzulegen. Würde ein Magier diese Praktiken mißbrauchen, dann bekäme er es nicht mit dem Schicksal, aber mit der Göttlichen Vorsehung zu tun.

Falls seine Taten einen zu schlechten Einfluß ausüben sollten, könnte es dem Magier geschehen, daß sich von ihm die Göttliche Vorsehung abwendet, und er müßte als alleinstehende Individualität, auf sich selbst angewiesen, im Universum leben. Die einzige Möglichkeit, sich an die Göttliche Vorsehung anzulehnen, ginge ihm verloren. Daß dies mehr als nur ein Fluch wäre, dessen sei sich der Magier gewiß. Er hätte niemand über sich, würde die Verlassenheit früher oder später deutlich verspüren und wäre dem Untergang seiner ganzen Individualität ausgeliefert. Was dies vom magischen Standpunkt aus bedeutet, kann sich ein Magier sehr gut vorstellen.

Bemeistert man im mentalen Wandern die Unsichtbarmachung gut, läßt sich dasselbe Verfahren auch bei der Exteriorisation des Astralleibes anwenden. Hier gilt dieselbe Praktik mit Akashaladung der ganzen Persönlichkeit, d. h. des Mental- und Astralkörpers zusammen. Die übrigen Maßregeln sind dieselben wie soeben beschrieben. Die Unsichtbarmachung auf der grobstofflichen Ebene ist vom magischen Standpunkt aus ebenfalls durchführbar, nur wird sie nicht mit Akasha, sondern mit Licht vorgenommen. Die Anfüllung des Lichtes im physischen Körper muß der Lichtstärke des zur gegebenen Zeit herrschenden Lichtes entsprechen.

Wäre die Lichtansammlung stärker als notwendig, würde man nicht unsichtbar sein, sondern durchscheinend und glänzend und wie die Sonne nach außen hin leuchten. Die physische Unsichtbarmachung ist nicht leicht, erfordert vielleicht jahrelange Praxis und Beherrschung und kann erfolgreich nur von Adepten höheren, wenn nicht höchsten Ranges einwandfrei durchgeführt werden.

Hat der Magier eine gute Praxis in der Unsichtbarmachung seines Mental-, Astral- und eventuell sogar des grobmateriellen Körpers erreicht, kann er mühelos auch jeden
Gegenstand der grobstofflichen Welt nach Wunsch unsichtbar werden lassen. Es gibt noch eine andere Möglichkeit der Unsichtbarmachung eines gewöhnlichen Gegenstandes, indem man durch Imagination in Verbindung mit Akasha einen Gegenstand aus der festen Form in die astrale Form versetzt, wobei dieser sofort den Blicken eines Uneingeweihten, d. h. eines Menschen mit magisch unentwickelten Sinnen, entschwindet.

Ein in die astrale Form versetzter Gegenstand kann von einem Astralkörper, ob nun eines Wesens oder des Magiers selbst, auch nur von einem einzelnen Körperteil - sagen wir der Hand -, auf die größte Entfernung übertragen werden. Dem Magier oder jenem Wesen, das die Übertragung bewerkstelligte, fällt dann nur noch die Aufgabe zu, den Gegenstand aus dem astralen Zustand in die grobstoffliche Form zu versetzen. Diese Übertragung von Gegenständen wird auch vielfach von Wesen der spiritistischen Medien gemacht, falls es sich um untrügliche Materialisationsphänomene handelt, die zwar sehr selten vorkommen, aber dennoch möglich sind.

Das, was die höchste planetarische und außerplanetarische Intelligenz zu meistern versteht, muß auch ein Magier fertigbringen, der die Universalgesetze kennt und in der Entwicklung hochgekommen ist.

Es gibt auch eine Unsichtbarmachung durch Ablenkung der Sinne, wie Hypnose, Massensuggestion, ferner eine durch Wesen herbeigeführte, die eine dem Licht entsprechende Schwingungszahl im physischen Körper hervorruft und dadurch eine Unsichtbarmachung einleitet. Über dieses Kapitel der Unsichtbarmachung mit Wesen gebe ich einige Anleitungen in meinem Werk »Die Praxis der magischen Evokation«

Die Wahrheit wiegt meistens schwer.

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